Einmal mehr Tiger
Der Nummer eins der Welt startet mit fünf unter Par in die PGA Championship und untermauert seine Ansprüche auf den Sieg im Hazeltine National Golf Club. Padraig Harrington einen Schlag zurück, Martin Kaymer mit 73 Zählern.
Mit einer blitzsauberen 67 sichert sich Tiger Woods die Führung bei der PGA Championship im Hazeltine National Golf Club. 13 Pars und fünf Birdies zierten am Ende des ersten Tages die Scorekarte des 33-Jährigen. Damit machte der US-Amerikaner gleich zu Anfang klar, dass der Sieg beim letzten Major der Saison nur über seine Person geht. "Das hätte noch tiefer gehen können. Ich habe ein paar Putts ausgelassen. Aber natürlich war es ein wirklich guter Auftakt heute", so Woods nach seiner Runde. Mit einer blendende Form und zwei Siegen in den letzten beiden Wochen war der Weltranglistenerste nach Chaska, Minnesota, gereist – beste Voraussetzungen für einen ersten Major-Titel in diesem Jahr. "Ich treffe meine Eisen momentan sehr gut und auch das Putten funktioniert. Mein Spiel fühlt sich sehr konstant an in diesen Tagen. Hoffentlich kann ich das Niveau über die nächsten Runden halten“, bilanzierte der 70-malige Sieger auf der PGA Tour sein brillantes Auftreten zum Auftakt.
Harrington ist zurück
Mit 68 Schlägen platzierte sich nach der ersten Runde Titelverteidiger Padraig Harrington auf Rang zwei hinter Woods. Der Ire hatte in dieser Saison lange nicht zu seiner Form gefunden, meldete sich dann aber in der vergangenen Woche mit einem zweiten Platz beim Bridgestone Invitational zurück. "Ich hatte in den letzten acht Monaten permanent an meinem Schwung gearbeitet und versucht, einen kleinen Fehler zu beheben. Vor cirka sechs Wochen wurde mir dann klar, woran ich wirklich arbeiten muss. Ich habe mich wieder mehr auf mein kurzes Spiel konzentriert und die Schwungveränderung etwas hinten angestellt“, erklärte Harrington sein verbessertes Spiel in den letzten Tagen. "Ich fühle mich mit dieser Einsicht viel besser und das hilft mir enorm.“
PGA Championship 2009 - Runde eins
Quiros knallt den Driver
Einen weiteren Schlag hinter Harrington teilt sich eine Gruppe von sechs Spielern den zwischenzeitlichen dritten Rang. Unter ihnen die beiden Australier Robert Allenby und Mathew Goggin sowie der spanische Longhitter Alvaro Quiros, der in diesem Jahr sein Debüt beim vierten Major der Saison gibt. Auf die Frage, ob er den längsten Platz in der Geschichte eines Majors denn möge, antwortete Quiros mit einem Lächeln: "Der Platz ist lang, das sollte mir entgegenkommen!“ Der Spanier ging auf der Elf (554 Meter) volles Risiko und erreichte mit zwei Schlägen tatsächlich das Grün, nachdem er nach einem gelungenen Tee-Shot für den zweiten Schlag ebenfalls den Driver aus der Tasche zog. Zu diesem Zeitpunk standen noch Harrington und Woods auf dem Grün dieser Bahn – der US-Amerikaner zeigte sich anschließend sichtlich verblüfft: "Das ist unglaublich! Ich konnte kaum glauben, dass da jemand mit zwei Schlägen hinkommt. Phänomenal!" Hunter Mahan, David Toms und Vijay Singh komplettieren die Sechsergruppe zwei Schläge hinter Woods.
Kaymer im Mittelfeld
Martin Kaymer unterschrieb seine Scorekarte von Runde eins mit einem Score von 73 Schlägen. Der Rheinländer spielte konstante 13 Pars und zwei Birdies. Drei Bogeys ließen aber kein Ergebnis unter Par zu. Mit einem Schlag über Platzstandard ist der Deutsche dennoch gut im Rennen und hat eine passable Grundlage für die weiteren Runden gelegt. Mehr zu Kaymers Auftaktrunde lesen Sie hier.
Stars auf Abwegen
Einige hoch gehandelte Akteure blieben weit hinter den Erwartungen zurück. Der junge Australier Adam Scott rangiert nach einer verpatzten 82 weit hinten auf dem Leaderboard. John Daly, der das Turnier im Jahr 1991 als Sieger beendete, musste wegen einer Rückenverletzung sogar vorzeitig aufgeben, obwohl er eine 78 ins Clubhaus brachte. Und der sonst so konstante Retief Goosen wird nach einer 77 um die Teilnahme am Wochenende bangen müssen.
sta
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