Vier Neuzugänge
Benjamin Ludwig und Max Kramer spielen sich in die Mannschaft - Wildcards gehen an Daniel Froreich, Richard Treis, Nicolas Meitinger und Dennis Küpper
Zwei Sieger, vier Neue im Team, vier Spieler gehören ab sofort nicht mehr zum GOLF TEAM GERMANY: Nach dem Qualifikationsturnier für den deutschen Profi-Förderkader präsentiert sich der mit einer ganzen Reihe neuer Gesichter. Nach 72 Löchern im Golfclub Am Alten Fliess setzten sich der Frankfurter Max Kramer und Benjamin Ludwig aus Mötzingen in sportlicher Hinsicht durch. Beide PGA Professionals belegten mit jeweils 7 unter Par gemeinsam Platz 1 und qualifizierten sich damit aus eigener Kraft fürs Team. Wildcards erhielten Dennis Küpper und Nicolas Meitinger, die dem Kader bereits seit 2005 beziehungsweise 2006 angehören. Sie kamen in Bergheim-Fliesteden zwar nur auf die Plätze 6 und 9, doch Head-Coach Martin Hasenbein ist überzeugt vom „großen Potenzial“ der beiden Profis und bedachte sie deshalb mit der begehrten Einladung. Gleiches gilt für Daniel Alexander Froreich aus Spay, der beim Turnier Platz 4 belegte. Auch er gehört 2008 zum Team. Und noch eine weitere Wildcard zog der Trainer: Challenge Tour-Spieler Richard Treis, der 2007 in überzeugender Manier auf der Challenge Tour in Aktion war, spielt ab sofort ebenfalls in den Farben des GOLF TEAM GERMANY. Außerdem gehören weiterhin Ladies European Tour-Spielerin Betty Hauert, European Tour-Spieler Martin Kaymer sowie die Challenge Tour-Spieler Kariem Baraka, Tobias Dier, Benjamin Miarka und Christian Reimbold zum Förderkader, der gemeinsam von der PGA of Germany und dem Deutschen Golf Verband finanziert wird. Betty Hauert ist als einzige Dame im Team gesetzt, die Herren hatten sich ihren Platz bereits im Vorfeld über die deutsche Rangliste, die Titleist German Order of Merit gesichert.
„Mit Bettina Hauert und Martin Kaymer haben wir an der
Spitze des GOLF TEAM GERMANY zwei internationale Top-Spieler, dahinter sind nun
mit dem Zugang von Richard Treis fünf erfahrene Challenge Tour-Spieler
platziert. Danach kommen fünf sehr junge Top-Talente, die sich weit nach vorne
spielen können“, so Martin Hasenbein. „Ich bin sehr zuversichtlich, dass sich
aus dieser Konstellation ein sehr fruchtbares Trainings-Klima ergeben wird.“
Beim Turnier im Golfclub Am Alten Fliess hätten sich „die beiden Formstärksten“
sportlich durchgesetzt und gehörten daher nun verdient zum Kader. Aber auch auf
Malte Brenner, der in Bergheim-Fliesteden Dritter wurde und ein Stechen mit
Kramer und Ludwig nur um einen Schlag und wegen eines unglücklichen Bogeys an
Loch 72 verpasste, werde er künftig ein Auge haben, denn der 22-Jährige habe
sein Leistungsver-mögen eindrucksvoll unter Beweis gestellt und ebenfalls gute
Perspektiven.
Nicht mehr zum Team gehört Patrick Niederdrenk, der beim Turnier auf seinem Heimat-Platz enttäuschte und mit 3 über Par lediglich Rang 6 belegte. „Es gibt einfach so Wochen, wo es nicht läuft“, so der 24-Jährige, der sich nun auf Stage 2 der Qualifying School konzentriert, die Ende nächster Woche in Spanien beginnt. Jochen Lupprian, Marcel Haremza und Wolfgang Huget, seit 5, 6 und 8 Jahren im Team, hatten in diesem Jahr für das Qualifikationsturnier nicht gemeldet und scheiden wie Niederdrenk aus dem GOLF TEAM GERMANY aus.
Es war ein kleines Feld, das beim Turnier im Golfclub Am Alten Fliess vier Tage lang um die beiden Top-Plätze kämpfte; 16 Spieler hatten für das Qualifikationsturnier gemeldet. Dass es am Ende noch einmal sehr spannend wurde, lag zum einen an Max Kramer, der in Runde 3 einen vermeintlich komfortablen Vorsprung noch einmal verschenkte, als er auf den Löchern 15 und 18 zwei Doppelbogeys kassierte. Zum anderen am konstant guten Auftritt von Benjamin Ludwig und Malte Brenner. Ludwig verzeichnete auf dem Championship-Platz rot/grün in Bergheim-Fliesteden Runden von 69, 70 und zweimal 71 Schlägen. Nach einem sehenswerten Birdie an Bahn 16 der Schlussrunde konnte er das Turnier sogar mit einem Bogey beenden, ohne den Teamplatz zu gefährden. Max Kramer kam mit 70, 65, 76 und 70 Schlägen ins Clubhaus und damit wie Ludwig mit gesamt 7 unter Par. Mit Birdies an den Löchern 13, 14 und 16 hatte er am Finaltag brilliert, an der 17 nach einem Schlag ins Aus noch das Bogey gerettet. Malte Brenner notierte 71 und 69 Schläge sowie zwei weitere 71er Runden auf seiner Scorekarte. An der 17 spielte er am letzten Tag ein starkes Birdie. Dennoch hatte der Profi aus Kornwestheim am Ende einen Schlag zu viel zum Stechen auf seiner Scorekarte. Durch ein Bogey an Loch 18 der Finalrunde, als er den Schlag zum Grün auf diesem Par 3 verzog und sein Par-Putt an der Lochkante stehen blieb, verpasste er das Play-off und die Chance, sich für den Kader zu qualifizieren.
"Es war am Ende noch einmal sehr eng und spannend, jetzt bin ich sehr froh, dass ich es geschafft habe", sagte Benjamin Ludwig nach seinem letzten Putt. "Die Teammitgliedschaft bringt viele Vorteile! Zum einen kann ich im Winter jetzt gut trainieren, zum anderen sicher auch vom gemeinsamen Training mit den anderen Spielern profitieren", so der 23-Jährige. Auch Max Kramer sieht in den gemeinsamen Trainingslagern – fest geplant ist bereits ein Camp im Frühjahr im spanischen Arcos Gardens – einen der größten Vorteile der Teammitgliedschaft. "Das gemeinsame Training macht sicher viel Spaß und bringt mich weiter!" Kramer, wie Ludwig 23 Jahre alt, entschied in diesem Jahr bereits zwei Turniere der RENAULT EPD Tour für sich, beendete die Saison aber dennoch nur auf Platz 7 der RENAULT EPD Tour Order of Merit und verpasste damit knapp die Qualifikation für die Challenge Tour. Noch hat er aber die Chance, sich in diese 2. Liga des Golfsports in Europa zu spielen: Vom 7. bis 10. November ist er bei Stage 2 der Qualifying School der European Tour am Start. "Darauf konzentriere ich mich jetzt, und vielleicht geht's dann ja auch noch weiter. Ich bin derzeit gut drauf!"
Gleiches gilt für Daniel Alexander Froreich, der sich ebenfalls für das Stage 2-Turnier qualifiziert hat. Dem GOLF TEAM GERMANY gehört er ab sofort per Wildcard an. Im Golfclub Am Alten Fliess erwischte der 23-Jährige mit Runden von 75 und 74 Schlägen einen holprigen Start, spielte dann aber in den Durchgängen 3 und 4 jeweils das beste Tagesergebnis und schob sich vor auf Platz 4. Von der Wildcard zeigte er sich "positiv überrascht" und freut sich nun auf die Chance, an den Trainingslagern teilzunehmen und Startplätze bei Turnieren der Challenge Tour zu erhalten. Falls er sich das Spielrecht für die 2. Liga des Professional Golf in Europa nicht noch über die Qualifying School sichern sollte, will er sich 2008 auf die RENAULT EPD Tour konzentrieren und dort am Ende der kommenden Saison zumindest Rang 5 belegen, was ihn dann 2009 in die nächste Liga bringt. "Mein Leben ist Golf, dafür tue ich alles", so der Spieler aus Spay.
Zwei weitere Wildcards gingen an die bisherigen Teammitglieder Dennis Küpper und Nicolas Meitinger, die beide eine insgesamt schwache Saison 2007 gespielt und auch beim Qualifikationsturnier im Golfclub Am Alten Fliess nicht überzeugt hatten. Dennoch schenkt ihnen Head-Coach Martin Hasenbein weiterhin sein Vertrauen und gibt ihnen die Chance auf ein weiteres Jahr im Kader. "Beide können viel mehr, als sie in diesem Jahr aus verschiedenen Gründen zeigen konnten", so Hasenbein. Auch gerade weil beide noch sehr jung sind, erhalten sie noch eine Chance, vom Team und den Angeboten an die Teamspieler zu profitieren. Küpper ist 22, Meitinger 23 Jahre alt. 2006 hatten beide bereits auf der Challege Tour gespielt, ihre Tourkarte aber postwendend wieder verloren. Nun soll mit Hilfe des GOLF TEAM GERMANY 2008 der erneute Anlauf gelingen.
Bereits etabliert auf der Challenge Tour ist Richard
Treis. Der Wahlmünchner hat die Saison 2007 auf Rang 64 beendet und erhielt
aufgrund seiner konstanten Leistungen in Europas 2. Golf-Liga ebenfalls eine
Wildcard fürs GOLF TEAM GERMANY 2008. "Ich bin sehr froh, dass ich dadurch nun
im Winter auf guten Plätzen im Süden trainieren kann", so der 27-Jährige. "Ich
freue mich auf das Team und bin gespannt auf die Trainingslager. Der Gedanke des
GOLF TEAM GERMANY ist in jedem Fall richtig: Auch Golf kann nur im Team
wachsen."
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