Der Celtic Tiger setzt sich ab
Kiawah Island, South Carolina: Rory McIlroy übernimmt nach Beendigung der dritten Runde am frühen Sonntagmorgen die alleinige Führung. Tiger Woods verbessert sich auf Rang sechs, hat aber fünf Schläge Rückstand auf den Führenden. Marcel Siem geht von even Par in die Schlussrunde.
Die Weltelite bewegte sich in den frühen Morgenstunden des Finalsonntags wenig nach vorne. Es war kein Straucheln, aber die auf dem Leaderboard bis dato oben gelisteten Spieler wie Vijay Singh (-2), Carl Pettersson (-4) oder Adam Scott (-3) konnten bei vergleichsweise guten Bedingungen mit nur leichtem Wind zu wenige ihrer Chancen nutzen und mussten zusehen, wie einer aus ihren Reihen davon zog.
Rory McIlroy, der schon bei seinem bisher einzigen Major-Sieg der Konkurrenz keine Chance ließ, feuerte auch auf den hinteren Neun aus allen Rohren. Der 23-Jährige US-Open-Champion von 2010 verpasste zwar auf der Elf das Birdie, nachdem ihm ein kurzer Putt auslippte und kassierte ein Loch darauf ein Bogey, doch dann schaltete der "Celtic Tiger" einen Gang nach oben. Birdies auf den Spielbahnen 15 und 16, ein guter Bunker-Save auf der 17 zum Par und eine 4 auf dem schweren Schlussloch endeten in einer ausgezeichneten 67 (-5). Mit -7 hat der talentierte Nordire drei Schläge Vorsprung auf Carl Pettersson (66+74+72).
"Ich glaube, ich habe jedes Fairway getroffen und nur ein paar Grüns verpasst. Ich hatte viele Birdie-Chancen. Es lief ähnlich wie gestern. Ich habe den Ball vom Tee bis zum Grün wirklich sehr gut getroffen. Nur eine weiter Runde in dieser Form und ich bin sehr zufrieden", sagte McIlroy nach seiner 67. Im Anschluss ging es sofort zurück ins angemietete Haus. "Ich lege mich jetzt gleich wieder hin. Letzte Nacht habe ich nicht genug geschlafen." Die Finalrunde beginnt ab 11.44 Uhr, der Schlussflight dementsprechend später.
PGA Championship 2012 - Runde drei
Woods ist zurück im Rennen
"Ich habe einen schlechten Start erwischt und kam nicht ins Laufen. Ich werde Morgen früh zurückkommen und sehen, was passiert. Es sind noch viele Löcher zu spielen", hatte Tiger Woods die Konkurrenz am Samstagabend wissen lassen. Und er kam zurück. Zwar flogen auch diesmal Schläger (der Driver auf der 15, nachdem der Abschlag im dicken Rough landete), doch Woods rettete mit einigen starken Recovery-Schlägen bis auf einmal immer das Par und streute zudem drei Birdies ein. Mit zwei unter Par liegt der 14-fache Major-Champion 18 Löcher vor der Titelvergabe auf Rang sechs.
Eine der großen Überraschungen bislang ist der Südafrikaner Trevor Immelman. Mit 71, 72 und 70 Zähler liegt der Masters-Champion von 2008 zusammen mit Bo Van Pelt und Adam Scott auf dem geteilten dritten Platz. Sein letzter Sieg? Der Gewinn des Green Jackets. Seitdem ist der 32-Jährige aus Kapstadt in einer langen Formkrise. In diesem Jahr hat er auf der PGA-Tour nur acht Cuts überstanden, aber auch zehn verpasst. Sein bestes Ergbnis war bislang ein geteilter zwölfter Platz in Phoenix.
Marcel Siem geht nach einer 71er Runde bei even Par von Position 16 zurück auf den Kurs. Der Deutsche spielte seine letzten drei Löcher in Par und präsentiert sich in South Carolina weiterhin in ausgezeichneter Form.
tsz
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