Viel Glanz und ein Horror-Loch
Kiawah Island, South Carolina: Marcel Siem wurde drei Löcher vor Schluss vom Platz geholt. Bis dahin präsentierte sich der Deutsche in exzellenter Verfassung, obwohl er ein Triple-Bogey zu verkraften hatte. Am Sonntag geht es von Platz 19 bei even Par zurück auf die Anlage.
Es war ein glänzender Auftakt, den Marcel Siem in den dritten Tag der PGA Championship erwischte. Der blonde Rheinländer mit dem markanten Zopf rettete auf der 1 mit einem starken Putt aus zweieinhalb Metern zum Par und war ab dann nicht mehr zu stoppen. Es folgten Birdies auf den Löchern 2 und 3 - jeweils aus unter zwei Metern Entfernung. Auch die darauffolgenden Löcher spielte der 32-Jährige sehr souverän und hatte jeweils nur Tap-ins zum Par. Auf der sechsten Bahn folgte sein bester Schlag: Mit einem mittleren Eisen schlug er den Ball tot an die Fahne und verbesserte sich auf -3 für den Tag.
Triple-Bogey auf der 7
Doch dann folgte das Drama. Marcel Siem verzog seinen Abschlag auf dem Par 5 nach links, hatte aber eine ordentliche Lage im Rough. Mit einem Eisen 6 legte er den Ball auf knapp unter 100 Meter vor, verfehlte dann aber mit dem Approach das schmale Grün. Aus dem Sand wurde der Flop zu lang, der Ball sprang an der Kante erneut in einem Bunker. Der nächste Schlag blieb an der Kante hängen und rollte dem Deutschen wieder vor die Füße. Schlag Nummer sechs brachte er schließlich aufs Grün, allerdings wollte der Putt aus vier Metern nicht fallen. Eine 8 machte die ganze Vorarbeit zunichte, Marcel Siem war wegen einer schlechten Bahn zurück auf even Par für den Tag gefallen.
PGA Championship 2012 - Runde drei
Doch Siem gab sich nicht auf und kämpfte. Die Löcher 8 und 9 spielte er solide Pars. Auf der schweren Zehn glückte ihm die 4 mit einem Up-and-down, auf der 11 holte er sich das vierte Birdie des Tages. Es kamen vier weitere Pars auf die Karte, ehe das Horn wegen der Gewitterwarnung ertönte. Marcel Siem hatte jedes Mal zum Birdie geputtet (12 von 15 Grüns "in regulation") - auch daran ließ sich erkennen, wie gut der Gewinner der Open-de-France am Moving Day drauf war. Wäre da nur dieses eine Loch nicht gewesen.
tsz
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