Majors

Siem: 'Das war wirklich konstantes Golf'

 
  • A
  • A
  • Schriftgröße

Kiawah Island, South Carolina: Marcel Siem geht nach einer 73 von Position 15 in den dritten Tag der PGA Championship. Martin Kaymer wiederum scheitert mit zwei 79er Runden deutlich am Cut. Golf.de hat mit den beiden deutschen Teilnehmern des vierten und letzten Majors des Jahres gesprochen. 

  1. 25 Kommentare
  2. 46 Bilder

"Ich darf nicht unzufrieden sein", sagte Marcel Siem nach einer 73, die ihn auf eins über Par für das Turnier brachte. Doch man konnte dem Rheinländer ansehen, dass er sich beherrschen musste. Mehrmals hatte er sich auf der Runde lautstark über seine vergebenen Chancen auf den Grüns erregt, denn abseits des Puttens spielte Siem erneut blendend. Bei extrem windigen Bedingungen traf der 32-Jährige 7 von 14 Fairways und elf Grüns. Starke Werte am zweiten Tag, bei dem zahlreiche Spitzenspieler weit über Par abschlossen. "Bei dem Wind war das echt gutes Golf", lautete das Fazit.



Nur mit den Grüns des von Pete Dye entworfenen Ocean Course hatte Siem mit 31 Putts wieder so seine Probleme. "Ich habe wieder wenig reingemacht. Die Birdie-Putts aus zwei und drei Meter habe ich noch nicht einmal in zwei Runden gelocht", haderte Siem erneut mit dem Broomstick-Putter. Er relativierte aber auch schnell: "Dafür habe ich zwei gute Par-Putts gelocht. Generell komme ich mit den Putt-Linien nicht zurecht. Ich verlese mich da sehr oft. "

Mit Bogey, Doppel-Bogey auf den schwereren Back Nine gestartet sah es nach einem klassischen Fehlstart für den Open-de-France-Gewinner aus. Doch Siem fing sich und lief im Verlauf des Tages zu glänzender Form auf. "Auf der Zehn habe ich leider Match am Ball gehabt. Der Ball ist dann gar nicht vorwärts gegangen. Auf der Elf ist der Drive ein bisschen links stehen geblieben, der Wind hat ihn nicht zurück gebracht. Der Ball lag dann in einer Düne und musste ein Eisen 9 gegen den harten Wind schlagen: der Ball ist vielleicht 60 Meter geflogen. Der Schlag aufs Grün ist mir dann von der Bunkerkante auf den Weg gelaufen. Mit 5 war ich dann auf dem Grün und mache noch zwei Putts. Das war ein bisschen unglücklich." Birdies auf der 12, 16 und 2 brachten ihn zurück auf even Par ("das war wirklich konstantes Golf"), eher er auf der 18 aus einer schwierigen Lage (in einem Grasbüschel in einer Waste-Area) ein Bogey kassierte.

Doch wie schwer war der Platz zu spielen? "Heute war es ganz brutal. Vor allem die zweiten Neun spielen sich sehr lang und du musst den Ball flach halten. Ich glaube, dass die Amerikaner Solche Bedingungen einfach nicht gewöhnt sind. Wir Europäer kommen damit eher zurecht, da wir windige Tage kennen."

PGA Championship 2012 - Runde zwei

Fotostrecken »
Zum Öffnen der Fotostrecke bitte auf eines der Bilder klicken!


Kaymer scheitert am Cut
Für Martin Kaymer, den Gewinner der PGA Championship 2010, ist das Turnier hingegen bereits nach zwei Tagen zu Ende. Mit zwei 79er Runden scheiterte der 27-Jährige letztlich deutlich am hohen Cut von +6. Dabei war Kaymer mit zwei Birdies und vier Pars gut in den Tag gestartet. Doch ein Triple-Bogey auf der Elf machte alle Chancen auf das Wochenende zunichte. Es folgten zwei weitere Doppel-Bogeys auf den Löchern 12 und 17 sowie zwei Bogeys. 

"Der Cut war mit +6 durchaus noch drin. Die ersten zehn Löcher habe ich wirklich gut gespielt, aber dann einen schlechten Schlag gemacht, der mich letztlich zu viel gekostet hat. Das ist natürlich sehr frustrierend und auch ein bisschen schade. Ich wäre lieber mit einem positiveren Gefühl in die Pause gegangen. Aber damit muss ich fertig werden." In Schottland bei der Johnnie Walker Championship, dem letzten Turnier, das für die Ryder-Cup-Wertung zählt, wird Kaymer nicht antreten. "Es liegt nun an den anderen Spielern, ob ich dabei bin oder nicht. Mehr als hier antreten konnte ich nicht. In Gleneagles werde ich nicht mitspielen. Wenn ich dabei sein sollte, freue ich mich und werde alles geben. Wenn ich es nicht schaffe, war ein anderer besser. Dann ist das auch okay." 

Über das Resultat von Marcel Siem freute sich Landsmann Kaymer übrigens: "Er hat hart gearbeitet und sich das wirklich verdient. Ich hoffe, dass er am Samstag und Sonntag noch ein paar Schläge aufholen kann."

tsz




Facebook Twitter
Artikel drucken Artikel versenden

Live vor Ort

Gewinnspiel zur PGA Championship

PGA Championship

Sanddünen am Atlantik