McIlroy erwischt starken Auftakt
Kiawah Island, South Carolina: Rory McIlroy hat nach der ersten Runde der PGA Championship nur einen Schlag Rückstand auf den Schweden Carl Pettersson. Tiger Woods bringt eine 69 ins Clubhaus, Marcel Siem liegt mit 72 Schlägen im Mittelfeld.
Der "Celtic Tiger" ist zurück. Nach einigen mittelmäßigen Auftritten in den letzten Wochen, darunter der verpasste Cut bei der US Open und Platz 60 bei der Open Championship, hat Rory McIlroy scheinbar den Weg zurück an die Spitze gefunden. Bereits beim WGC in der Vorwoche überzeugte der talentierte Nordire mit Platz fünf, jetzt startete er mit einer 67er Runde in das vierte und letzte Major des Jahres. Mit fünf unter Par ist er zwar nicht der Führende, hat aber nur einen Schlag Rückstand auf den in den USA lebenden Schweden Carl Pettersson.
"Das war ein toller Start in das Turnier", freute sich der 23-Jährige dann auch prompt über die Leistung. McIlroy traf 15 Grüns und zehn von 14 Fairways. Das Resultat? Kein einziges Bogey und fünf Birdies. "Das waren sehr solide Birdies", beschrieb der sichere Ryder-Cup-Kandidat seine Unterspielungen auf dem schweren Ocean Course. "Im Großen und Ganzen denke ich, dass der Score gut widerspiegelt, wie ich drauf war."
PGA Championship 2012 - Runde eins
An der Spitze des Leaderboards steht mit Carl Pettersson einer der Spieler, die kaum einer der Analysten auf der Rechnung hatte. Zumal der in North Carolina lebende Profi in insgesamt 20 Turnierrunden bei der PGA Championship nicht ein Mal weniger als 70 Schläge benötigte. Doch in der 94. Auflage des Majors lief es: 66 Zähler - auch der stets etwas übergewichtig wirkende Pettersson blieb ohne Bogey. Der Süden scheint Pettersson zudem zu liegen: Hier gewann der 34-Jährige in dieser Saison bereits das RBC Heritage auf dem Harbour Town Golf Links.
John Daly in Lauerstellung
Ebenfalls auf Rang zwei (-5) stehen der lange Amerikaner Gary Woodland und Spaniens Gonzalo Fernández-Castaño, dahinter folgt mit John Daly eine weitere Überraschung. Der PGA Champion von 1991 brachte eine ausgezeichnete 68 (-4) ins Clubhaus. "Die letzten fünf oder sechs Wochen läuft es schon in die richtige Richtung", ließ der am Donnerstag in einer schreiend roten Hose auflaufende Daly wissen. "Das beste Ball-Striking habe ich bei der British Open gezeigt. Wenn ich mehrere Wochen hintereinander den Ball gut treffe, wie jetzt gerade, habe ich aus meiner Sicht bessere Chancen. Es bringt einfach Selbstvertrauen, wenn man den Ball solide trifft." Besonders solide bewegte er die Kugel auf der 11, dem 593 Yards langen Par 5. Mit zwei Schlägen erreichte er das Grün und verwandelte seinen Putt zum Eagle.
Auch Tiger Woods erwischte einen gelungenen Auftakt. Zusammen mit Martin Kaymer (mehr zur 79 und der Even-Par-Runde von Marcel Siem lesen Sie hier) und Titelverteidiger Keegan Bradley (68) im Flight, unterzeichnete er eine 69. Mit drei unter Par ist er in den Top 15 und hat nur drei Schläge Rückstand auf die Spitze. "Ich habe heute gut gespielt. Jedes Ergebnis in den 60ern ist ein guter Start in ein Major." Auch über das Ergebnis von Daly freute er sich: "Ich habe ihm immer die Daumen gedrückt. Ich bin schon immer ein John-Daly-Fan - und ein Freund von ihm."
Die besten Back-Nine des ersten Tages glückten dem Niederländer Joost Luiten. Er schloss die als schwieriger geltenden Löcher 10 bis 18 mit fünf unter Par ab (Birdies auf den Löchern 10, 11 und 14 sowie ein Eagle auf der 16) und führte das Feld zeitweise mit -8 an, doch ein Finish mit vier Bogeys brachten ihn auf -4 zurück.
tsz
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