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'Tiger - da würde ich auch gerne dabei sein'

 
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Kiawah Island, South Carolina: Marcel Siem spielte in der Früh noch eine abschließende Proberunde, ehe es zum Stretching ins Fitness-Studio ging. Kurz darauf sprach der zweite Deutsche im Feld der PGA Championship mit Golf.de über sein Training, den schwierigen Ocean Course und von guten Mitspielern. 

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Golf.de: Sie haben hier ja schon einmal gespielt, zusammen mit Alex Cejka beim World Cup im Jahr 2003. Liegt Ihnen der Platz?


Marcel Siem: Ja, ich glaube, wir sind damals Vierter geworden. Die Wetterverhältnisse waren damals allerdings ein bisschen anders: Es war kühler und windiger. Jetzt spielt sich  der Kurs sehr lang. Es sind ein paar neue Tee-Boxen dazugekommen. Gerade die hinteren Neun werden für Spieler, die nicht so lang sind, schon happig. Zumal fast immer noch Wasser auf der rechten Seite ins Spiel kommt. Wenn man dann immer lange Eisen ins Grün hat, kann man schon einmal einen Ball wegschlagen. Auf den Par-5-Bahnen bin ich eigentlich immer mit zwei Schlägen ans Grün gekommen, obwohl es so nass war. Wenn ich den Driver wieder so treffe, wie in Frankreich - daran arbeiten wir gleich noch -, dann bin ich guter Dinge.

Golf.de: Wie ist es für Sie, bei den großen Turnieren wie den Majors und WGCs mitzuspielen? Gewöhnen Sie sich da erst noch dran oder liegt Ihnen das auf Anhieb?
Siem: Ich freue mich darauf. Es ist was ganz anderes, wieder in Amerika zu sein. Letzte Woche war für mich ein merkwürdiges Turnier, da es keinen Cut gab. Leider habe ich in der ersten Runde sechs über gespielt. Dann wird es eben sehr schwer, noch einmal anzugreifen. Die Grüns waren extrem schnell, das hat man in Europa höchstens Mal in Valderrama. Aber selbst da war es nie so schnell. Diese Woche ist ein bisschen wie unsere Players Championship in Wentworth. Ich habe mich ganz gut an den Jetlag gewöhnt, aber die hohen Temperaturen sind hier schon etwas anders. 

Golf.de: Ist Ihre Familie wieder mit dabei? Günter Kessler steht ja bereits neben Ihnen.
Siem: Ja, wir haben ein Haus gemietet. Laura und die Kleine sind dabei. Günter war auch schon die letzten Wochen mit auf der Tour. Das ist super. Auch wenn das Reisen mit Kind anstrengender ist, als ich dachte. Aber es ist schön, wenn man mit der Familie ein Haus hat. Das klappt besser als im Hotel. Hier die Woche ist super.

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Golf.de: Man sah gerade auch Mark Roe, mit dem Sie neben Günter Kessler trainieren. Ist das nicht ein bisschen merkwürdig, zwei Trainer an der Seite zu haben?
Siem: Das ist Gang und Gäbe. Günter ist auch sehr gut, was das kurze Spiel angeht. Ich habe vor zwei Jahren mit Mark Roe angefangen und er ist mittlerweile auch ein guter Freund von mir. Wir gehen abends öfter essen. Für mich ist wichtig, dass beide harmonieren und voneinander wissen, woran wir arbeiten.

Golf.de: Martin Kaymer spielt die ersten zwei Runden im TV-Flight mit Tiger Woods. Ist das etwas, was Ihnen liegen würde? Oder sind Sie froh, mit nicht so bekannten Spielern zu starten?
Siem: Ne, da würde ich auch gerne dabei sein. Ich spiele immer besser, wenn ich mit Leuten unterwegs bin, die den Ball richtig gut treffen. Da bin ich motivierter. Mit mehr Zuschauern bin ich noch heißer und will noch mehr mitziehen. Es ist schöner, wenn man gute Leute im Flight hat und sich gegenseitig mitzieht. 

Golf.de: Stichwort Kaymer, haben Sie diese Woche schon mit ihm gespielt?
Siem: Wir haben letzte Woche eine Proberunde gespielt. Martin macht sein eigenes Ding. Er ist mit seinen Jungs von Sportyard in einem Haus und ist mit denen viel unterwegs.

Golf.de: Danke für das Gespräch und viel Erfolg!

tsz 




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