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Bradley brilliert im Stechen

 
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Atlanta, Georgia: Keegan Bradley gewinnt die 93. Auflage der PGA Championship. Der 25-Jährige Rookie sichert sich im Stechen gegen Landsmann Jason Dufner seinen ersten Major-Titel. Anders Hansen belegt als bester Europäer Platz drei. Titelverteidiger Martin Kaymer war nach 36 Löchern am Cut gescheitert.

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Die Geschichte der PGA Championship 2011 ist die Geschichte der vier Schlusslöcher des Atlanta Athletic Club. Der Par-70-Kurs spielte sich dank der extrem schnellen Grüns und langen Par-3-Bahnen ohnehin nicht gerade einfach, doch die Spielbahnen 15 bis 18 entschieden, wer die silberne Wanamaker Trophy in die Höhe halten durfte.



Keegan Bradley sah schon wie der große Verlierer der mit insgesamt acht Millionen Dollar dotierten PGA Championship aus. Der PGA Tour-Neuling hatte sich in seiner Finalrunde ein Triple Bogey auf der rund 230 Meter langen 15 gefangen. Vom Abschlag hatte er sein Eisen 4 nach links ins dichte Rough gepullt. Die Annäherung war dünn erwischt, der Ball rollte über das Grüns ins Wasser. Doch der Sohn eines Golflehrers – Vater Mark ist Head Pro in Jackson Hole – glaubte weiter an sein Spiel und kam zurück. Birdies auf der 16 und 17 brachten ihn auf das Gesamtresultat von acht unter Par. Bradley unterschrieb eine 68. Zuvor waren ihm Scores von 71, 64 und 69 Schlägen (288) geglückt.

Jason Dufner wiederum sah kurz vor Schluss wie der sichere Sieger aus. Der Pro, der zwar in diesem Jahr schon zweimal dicht an einem Sieg dran war, aber noch keinen einzigen auf der US PGA Tour vorzuweisen hat, verbesserte sich auf der 13 mit seinem vierten Birdie auf elf unter Par. Kurze Zeit später hatte er einen Vorsprung von fünf Schlägen – und nur noch vier Löcher zu gehen. Doch während Bradley plötzlich unter großen Applaus zum Birdie lochte, gab Dufner mit drei Bogeys in Folge Schläge ab. Schließlich gelang ihm auf der 18, dem mit 471 Yards höllisch schweren Wasserloch, ein starkes Par und der Einzug ins Stechen.

Bradley vs. Dufner: Entscheidung im Stechen
Mit exzellenten eins unter Par (Birdie, Par, Par) über die Playoff-Löcher 16 bis 18 holte sich Bradley schließlich die Wanamaker Trophy und seinen ersten Major-Titel, der mit 1,445 Millionen Dollar Preisgeld verbunden ist. Dufner vergab auf der 16 einen kurzen Birdie-Putt und kassierte auf der 17 ein Drei-Putt zum Bogey. Dank eines Birdies auf der 18 hatte er am Ende nur einen Schlag Rückstand auf seinen Kontrahenten.

"Das ist unglaublich", sagte Bradley in der Pressekonferenz, nachdem er mit seinem Handy ein Foto von der riesigen Sieger-Trophäe gemacht hatte. "Besonders, da mein Vater Mitglied der PGA ist. Den Putt auf der 17 werde ich mein ganzes Leben nicht vergessen." Im Stechen sei er seltsamerweise "ganz ruhig" gewesen. "Das war das beste Golf, das ich jemals gespielt habe", fasste Bradley die drei Löcher zusammen.

PGA Championship 2011 - Finalrunde

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Wenig Fortune beim Schlussspurt
Die letzten Löcher forderten einige Opfer. Ein prominentes war Robert Karlsson. Der 1,96 Meter große Schwede hatte bis zur Elf den Platz dominiert: Vier Birdies standen auf seiner Karte, ehe ihm auf der Zwölf aus zweieinhalb Metern ein Eagle glückte. Mit acht unter Par war der blonde Pro, den sie in den USA "the Scientist" rufen, kurzzeitig nur einen Schlag zurück. Doch drei Bogeys auf den Schlusslöchern, darunter ein Drei-Putt auf der 17, ließen den mittlerweile in den USA lebenden Profi auf fünf unter und Rang fünf zurückfallen.

Luke Donald vergab die Chance auf "Glory’s last shot" auf der 15, als er seinen Abschlag auf dem 253 Yards langen Par 3 ins Wasser verzog. Mit einem weiteren Bogey auf der schweren 18 kam die Nummer eins der Welt mit 277 Schlägen ins Clubhaus und belegte wie auch Lee Westwood Platz acht.

Bester Europäer wurde Anders Hansen, der die komplette Turnierwoche äußerst konstant auftrat. Mit Scores von 68, 69, 70 und 66 Schlägen schloss er das vierte und letzte Major des Jahres auf dem alleinigen dritten Rang ab. Dem Dänen gelang zusammen mit dem Spanier Pablo Larrazabal auch noch die beste Runde des Finaltags.

Adam Scott, der Sieger des WGC-Events der Vorwoche, kam auf den siebten Platz. Phil Mickelson verschlechterte sich mit einer 70er Par-Runde und insgesamt 280 Zählern bei even Par auf den 20. Platz. An den eher hohen Ergebnissen konnte man erkennen, wie schwer sich der Highlands Coures des AAC spielte: Insgesamt kamen nur 18 Spieler auf ein Gesamtresultat unter Par.

Teaching-Pro Mike Small (292/+8) wurde zum zweiten Mal in seiner Karriere als bester Club Professional geehrt. Small trainiert die College-Spieler an der University von Illinois und war der einzige von 20 Teaching-Pros, der den Cut überstand.

Martin Kaymer, der PGA Champion des Jahres 2010, war mit fünf über Par um einen Schlag am Cut gescheitert. Mehr dazu finden Sie hier.

Nicht unwichtig für die Verantwortlichen der US-Tour: Nach sechs Major-Siegen in Folge für Spieler der European Tour gewann mit Keegan Bradley endlich wieder ein Amerikaner, der Mitglied der US PGA Tour ist.

tsz





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