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Zwei No-Names übernehmen

 
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Atlanta, Georgia: Keegan Bradley und Jason Dufner lauten vor dem Wochenende die Namen der heißesten Anwärter auf den Titel der 93. PGA Championship. Steve Stricker, Jim Furyk und Adam Scott sind in Lauerstellung – Martin Kaymer und Tiger Woods scheitern am Cut.

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Nach der Rekord-63 von Steve Stricker zum Auftakt der PGA Championship waren die Fans gespannt, wie der Routinier am zweiten Tag das Feld im Atlanta Athletic Club deklassieren würde. Doch die Zuschauer hatten wenig am Spiel des 44-Jährigen zu bestaunen. Stricker hatte nicht den genialen Touch auf den schnellen Grüns, der ihn am Donnerstag auf sieben unter Par gebracht hatte. Stattdessen gab der Pro aus Wisconsin mit vier Bogeys und einem Birdie auf den ersten Neun reichlich Schläge ab und fabrizierte 18 Putts. Für Stricker, der zur Zeit als bester Putter auf der gesamten US-Tour gilt, ein schwacher Wert.



Auf den zweiten Neun, die mit den vier extrem anspruchsvollen Schlusslöchern als die schwereren gelten, drehte Stricker kurzzeitig ein wenig auf: Ihm gelang auf der Zwölf endlich ein Birdie, nachdem er zuvor einige machbare Chancen auf den Grüns ausgelassen hatte. Doch auf der 14 und 18 gab er erneut je einen Schlag ab. Mit einer enttäuschenden 74 (+4) kam der stets zurückhaltend wirkende Profi schließlich ins Clubhaus.

Aus der alleinigen Führung bei -7 war ein geteilter siebter Platz bei drei unter Par geworden. Ein Kandidat für einen Major-Titel ist Stricker dennoch: Er hat in seiner langen Karriere bereits 52 Major-Teilnahmen zu verzeichnen. Ein Sieg gelang ihm jedoch noch nicht. Dafür glückten ihm bei allen vier Majors schon Top Ten-Platzierungen.

Bradley und Dufner an der Spitze
Die beste Runde am Freitag glückte dem jungen Amerikaner Keegan Bradley. Der 25-Jährige, der als Rookie seine erste Saison auf der US PGA Tour spielt und schon einen Sieg landete, lieferte eine sensationelle 64 ab und verbesserte sich auf sechs unter Par. Sechs Birdies und zwölf Pars standen dank nur 26 Putts auf seiner Karte – das war wirklich glänzendes Golf bei erneut extrem heißen Temperaturen um die 35 Grad. Stark war auch der Auftritt von Jason Dufner: Mit einer etwas bunteren Karte (Fünf Birdies, ein Egale, zwei Bogeys) und einer 65 steigerte sich der 34-Jährige ebenfalls auf sechs unter und die geteilte Führung.

"Wenn man gut spielt, fühlt es sich so einfach an", freute sich Bradley nach seinem Traumresultat. "Ich treffe eine ganze Menge Grüns und putte so stark, wie noch nie in diesem Jahr. Dieser Platz bestraft dich, wenn du schlechte Schläge machst. Aber wenn du gute Schläge machst, wirst du belohnt, wie Steve Stricker gestern", analysierte der Sieger der HP Byron Nelson Championship.

Platz drei teilen bei vier unter Par die Amerikaner Jim Furyk (71+65), D.A. Points (69+67), Routinier Scott Verplank (67+69) und der Australier John Senden (68+68).

PGA Championship 2011 - Runde zwei

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Adam Scott sah bis zum 18. Loch wie der Mann des zweiten Tages aus. Der Australier, der seit einigen Wochen Steve Williams an der Tasche hat und vergangene Woche das WGC Bridgestone Invitational gewann, spielte zwölf Löcher brillant und war nach dem schwachen Start von Stricker kurzzeitig mit fünf unter Par in Führung. Doch dann zerstörte ein Bogey auf der 14 ein wenig die Konzentration des Australiers aus Adelaide. Auf der 18 verzog der 31-Jährige seinen Abschlag schließlich nach rechts und spielte seinen zweiten Schlag zu aggressiv. Der Ball rollte nach dem Recovery-Shot auf dem Fairway weiter und landete mit den letzten Umdrehungen im Wasser. Trotz eines soliden Annäherungsschlages wurde es ein Doppel-Bogey für Scott, der dennoch eine solide 69 unterzeichnete.

"Ich habe heute sehr gut gespielt", kommentierte Scott im Anschluss. "Es war nur ein enttäuschendes Ende. Aber es ist ein schwieriges Loch. Der Abschlag vom Tee war nicht gut und so habe ich mich selber in Schwierigkeiten gebracht."

Die besten Europäer sind nach 36 Löchern Dänemarks Anders Hansen (68+69) vor Lee Westwood (71+68). Die Nummer zwei der Welt zeigte eine gute Vorstellung und verbesserte sich mit sechs Birdies bei vier Bogeys auf eins unter Par. Der Engländer geht von Position 14 in die Finalrunden. Bei even Par stehen zur Halbzeit Ross Fisher (71+69) und Simon Dyson (68+72). Der Weltranglistenerste Luke Donald belegt nach Ergebnissen von 70 und 71 Position 26. Der 18-jährige Italiener Matteo Manassero fiel mit einer 74 auf zwei über Par und Platz 39 zurück.

Rory McIlroy, der trotz seiner Handgelenksverletzung spielte, kam nicht über 73 Zähler hinaus, überstand mit drei über Par jedoch den Cut. "Es war frustrierend", äußerte sich der amtierende US Open Champion über drei Bogeys und ein Triple-Bogey auf der 17. "Es fühlte sich so an, als ob ich den Ball ganz ordentlich treffen würde", sagte der 22-jährige Nordire, der seinen Gesundheitszustand mit "70 bis 75 Prozent" beschrieb.

Titelfavorit? Cut verpasst!
An der Wochenendhürde scheiterten einige bekannte Namen. Allen voran Tiger Woods, der mit Scores von 77 und 73 (+10) deutlich über der Cut-Linie von plus vier lag. Die ehemalige Nummer eins der Weltrangliste erlebte den größten Einbrauch des Tages an der Elf: Aus dem Grünbunker ging es für Woods ins Wasser – es wurde ein Doppel-Bogey. Ein Loch später hatte sich der 35-Jährige immer noch nicht gefangen und legte nach einem Schlag in die Büsche eine weitere 7 auf dem relativ einfachen Par 5 hinterher. Für Woods war es erst der dritte misslungene Cut bei einem Major. Zuvor war er an den Wochenendrunden der US Open 2006 und bei der Open Championship 2009 gescheitert.

Ebenfalls Koffer packen hieß es für den amtierenden PGA Champion. Mit Scores von 72 und 73 (+5) verpasste Martin Kaymer um einen Schlag den Sprung ins Wochenende. Mehr über die Runde von Martin Kaymer lesen Sie hier.

Ebenfalls nicht mehr dabei sind Dustin Johnson, Ernie Els, Alvaro Quiros, Retief Goosen (Aufgabe wegen Erkrankung) und Geoff Ogilvy. Auch die beiden Open Champions Darren Clarke und Louis Oosthuizen sowie Lucas Glover und Graeme McDowell, die Gewinner der US Open 2009 und 2010, blieben hinter den Erwartungen zurück. Katastrophal war die Vorstellung gar für Japans Riesentalent Ryo Ishikawa, der in der Auftaktrunde eine 85 kassierte, sich mit einer 72 aber zumindest halbwegs versöhnlich verabschiedete.

tsz





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