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'Ich habe mich nicht rausgeschossen'

 
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Atlanta, Georgia: Mit einer 72 startet Martin Kaymer beim vierten Major des Jahres nicht überragend, hat aber auch noch nichts verspielt. Der Deutsche spielte die ersten Neun mit 37 Zählern eher mäßig, trumpfte auf den Back Nine aber mit präzisen Golfschlägen und even Par auf.

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Martin Kaymer kam mit einer 72 (+2) ins Clubhaus – und klang nicht unzufrieden. Die letzten vier Löcher, die schwersten des Platzes, überstand der Rheinländer mit eins unter Par. "Ich habe mich nicht rausgeschossen", meinte er zu seinem Spiel. Und er habe "richtig Lust", morgen wieder anzutreten.



Doch der Rheinländer erwischte keinen guten Start in die Titelverteidigung. Die ersten fünf Löcher fand er nicht recht zu seinem Schwungrhythmus. Erst hookte er zwei Mal seinen Abschlag nach links, dann kamen ein paar gepushte Schläge mit dem Eisen hinzu.

Auf dem zweiten Loch schlug der 26-Jährige nach einem verzogenen Drive immerhin ein geniales Eisen aus den Bäumen drei Meter an den Stock und lochte zum Birdie. Doch auf der Vier gab er den Schlaggewinn wieder ab. Das Eisen in das Par 3 drehte rechts weg, der Chip blieb auf den pfeilschnellen Grüns ganze zehn Meter zu kurz. Auf der Sechs zeigte der Major Champion aus Mettmann endlich seine Stärke: Das Holz 3 landete Mitte Fairway, mit dem Eisen traf er das obere Plateau des schmalen Grüns. Nur der Birdie-Putt aus fünf Metern blieb auf der Linie zu kurz.

PGA Championship 2011 - Runde eins

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Doch kaum dachte man, dass sich der Deutsche gefangen hätte, folgten die nächsten Fehler. Sowohl auf der Acht als auch auf der Neun verzog Kaymer seine Drives nach rechts. Zweimal wurde es nur das Bogey. Kaymers Erklärung: "Auf den ersten fünf Löchern waren die Drives einfach nicht gut. Auf der Eins habe ich gleich den Schlag gepullt. Die Drives waren zu Beginn links, die Eisen rechts. Dann habe ich versucht, nicht zu viel am Schwung rumzumachen."

Auf den zweiten Neun fand Kaymer dann aber zu seinem Spiel. Plötzlich landeten seine Abschläge auf den Fairways und die Eisen meistens auf den Grüns. Auf der Zwölf lief ein kurzer Putt zum Birdie am Loch vorbei. Auf der 13 schlug er sein Eisen meilenweit über das Grün und kassierte ein Bogey. Doch als der Highlands Course richtig schwer wurde, drehte Deutschlands bester Golfer auf: Die Löcher 15 bis 18 bezwang der 26-Jährige mit drei Pars und einem starken Birdie auf der 17, nachdem sein Putt aus rund zehn Metern bergab im Loch verschwand.

"Die zweiten Neun habe ich wirklich sehr viele gute Schläge gemacht, aber leider sind viele Putts über die Kante gelaufen", kommentierte Kaymer nach der Runde seinen Score. "An der Zwölf war der Ball 30 Meter hinter dem Grün. Da weiß ich jetzt noch nicht, was da eigentlich passiert ist. Da habe ich eigentlich einen sehr guten Schlag gemacht, aber plötzlich hört der Gegenwind auf und der Ball springt hinten übers Grün. Das sind natürlich so Sachen, die schwer zu akzeptieren sind. Aber für mich war es sehr wichtig, die letzten vier Loch, die extrem schwer sind, gut gespielt zu haben. Die zweiten Neun haben echt Spaß gemacht."

tsz





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