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Mickelson marschiert

 
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Augusta, Georgia: Phil Mickelson und der Schwede Peter Hanson sorgen mit spektakulären Ergebnissen für die Schlagzeilen am Moving Day. Tiger Woods, Luke Donald und Martin Kaymer bleiben hingegen hinter den Erwartungen zurück. 

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Drei Masters-Titel hat er schon! Wenn Phil Mickelson noch einmal so spielt, wie er die letzten Neun am Moving Day absolvierte, wird ihm der Titelverteidiger Charl Schwartzel am Sonntag wohl ins vierte grüne Jackett helfen.



Doch noch ist die 76. Auflage des Masters nicht entschieden. Mickelson lieferte mit 66 Schlägen zwar eine wahre Show ab, doch ein Spieler war sogar noch besser und geht mit einem Schlag Vorsprung auf den Amerikaner in den Schlusstag: Peter Hanson, der ruhige Schwede mit Wohnsitz in Trelleborg, unterzeichnete eine ganz starke 65 und setzte sich in seiner erst zweiten Masters-Teilnahme an die Spitze des Leaderboards.

Die spektakulärsten Schläge des dritten Tages zeigte jedoch eindeutig "Lefty". Mit 36 Zählern war der 41-Jährige auf die Back Nine gegangen - und ab diesem Zeitpunkt spielte er in der Form, für die man ihm den Spitznamen "Phil the Thrill" gegeben hat. Mickelson attackierte die Fahnen und lochte in seiner unnachahmlichen Art die hängenden Putts. Bis zur 13 war er bei -2 angekommen, der Höhepunkt sollte folgen: Nach einem perfekten Drive in das Dogleg hatte er mit einem Eisen das Grün angegriffen. Keine sechs Meter blieben zum Eagle, er verwandelte die Bogenlampe mit starkem Links-rechts-Break und zeigte den Patrons die Faust. Da war er wieder, der alte Phil Mickelson! "Ich habe den Putt schon so oft gespielt, daher wusste ich genau, wie er läuft", erklärte er anschließend im Clubhaus von Augusta National.

Doch die Show war noch nicht vorbei. Auf der 15, dem zweiten Par 5 der Back Nine, feuerte er den zweiten Schlag leicht hinter das Grün. Was machte Mickelson? Klar, er packte seinen patentierten Flo-Shot aus, einen vollen Schwung aus 15 Metern mit einem 64-Grad-Wedge. "Das ist ein schwieriger Schlag, doch die Lage war sehr gut", freute er sich über den gekonnten Lob, der zum nächsten Birdie führte. Auf der 18, einem der schwersten Löcher des Platzes, verwandelte er schließlich zum dritten Mal in dieser Woche zur 3. Ein würdiger Abschluss für eine sensationelle zweite Halbrunde. "Mein Putten ist zur Zeit so gut wie noch nie zuvor", sagte er im Interview. Die Konkurrenz wird es vernommen haben. 

Hanson überragend
Beeindrucken ließ sich Hanson dennoch nicht. "Ich hörte, als Mickelson das Eagle auf der 13 gelang und die Zuschauer applaudierten", hatte der schwedische Ryder-Cup-Spieler angemerkt. Bei rund 20 Grad und kaum Wind war der 34-Jährige mit einem Bogey in den Moving Day gestartet. Doch dann gab es kein Halten mehr. Acht Birdies und neun Pars folgten, Hanson spielte traumwandlerisch sicher, machte keine Fehler und puttete bestechend. In dieser Form kann er jedes Turnier gewinnen. Allerdings hat er im Vergleich zu einem Mickelson nicht die Erfahrung: Zehn Siege stehen in seiner Vita, doch nur vier kamen auf der European Tour zustande. Fünf Mal war er auf unterklassigen Touren in Skandinavien erfolgreich, dazu kommt ein Challenge-Tour-Sieg. Major-Titel oder US-PGA-Erfolge? Fehlanzeige. "Das Einschlafen wird heute nicht ganz einfach", meinte er dann auch auf die Fragen der Journalisten, wie er mit der Führung umgehe. "Ich werde den Abend jedoch mit der Familie genießen."

Masters Tournament 2012 - Runde drei in Augusta

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Zumal auch einige andere Hochkaräter in Lauerstellung liegen. Der ehemalige Open-Champion Louis Oosthuizen steht bei -7 auf Rang drei (68+72+69). Dicht dahinter folgt Bubba Watson (69+71+70) bei -6 vor Matt Kuchar mit -5 (71+70+70). Siegchancen haben mit vier unter Par auch noch Lee Westwood (67+73+72) sowie der dreifache Major-Champion Padraig Harington (71+72+68), Hunter Mahan (72+72+68) und Henrik Stenson (71+71+70).

Rory McIlroy, der bereits im vergangenen Jahr in Augusta scheiterte, kassierte mit zwei frühen Doppel-Bogeys eine bittere 77, die den so talentierten Noriren auf Rang 27 zurückwarf. Mit eins über Par sind die Chancen auf den Sieg dahin. Auch Altmeister Fred Couples kam am dritten Tag nicht richtig in Spiel: mit 75 Schlägen fiel der 52-Jährige von der Spitzenposition auf Rang elf zurück.

Woods ohne Siegchancen
Woods schaffte es mit einer 72er Par-Runde erneut nicht, einen Score unter Par abzuliefern und geht von Position 38 (+3) in den Schlusstag  Der 36-Jährige war zwar nicht unzufrieden mit seinem Spiel, haderte jedoch mit seiner Chancenverwertung. "Das war dicht dran, eine richtig gute Golf-Runde zu sein. Ich konnte nur die Möglichkeiten nicht nutzen, die sich mir boten." Woods sprach dabei sein Spiel auf den Par-5-Löchern an: Wie am Vortag konnte er nicht ein Birdie auf den langen Bahnen scoren.

Kaymer erneut mit 75er Runde
Wie am Vortag unterschrieb Martin Kaymer auch am Moving Day ein Ergebnis von drei über Par und rutschte auf dem Leaderboard weiter nach unten. Drei Birdies und sechs Pars standen am Ende auf der Karte des 27-Jährigen: "Es war ein harter Tag da draußen. Es war windig und insgesamt etwas tricky. Für mich ist einfach nichts zusammengelaufen", sagte der PGA Champion von 2010 gegenüber Golf.de. "Ich habe mich zwar insgesamt deutlich besser gefühlt, aber die Schläge haben einfach nicht zusammengepasst. Wenn ich den Drive nicht getroffen habe, dann ist er auch noch an einem richtig schlechten Platz gelandet", klagte der Deutsche, der bei seinem fünften Start in Augusta zum ersten Mal den Cut überstand. Auch mit dem Putter haderte Kaymer erneut: "Wenn ich gute Schläge vom Fairway gemacht habe, waren die Putts nicht gut." Mit +6 geht es von Rang 48 in den Sonntag.

Ebenso ist die Lage für den Weltranglistenersten Luke Donald. Mit einer 75 verschlechterte sich der Engländer auf +7 und hat wie Woods und Kaymer keine Hoffnungen mehr, das Masters noch zu gewinnen. "Ich fühle mich ziemlich leer. Ich hatte hohe Erwartungen in diese Woche, aber es hat nicht seien sollen." Auf der Drei hatte er zwar vom Fairway aus zum Eagle eingelocht, doch der Putter war eiskalt - eigentlich eine ganz große Stärke des Matchplay-Champions von 2011. 

tsz




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