Gesundheit

Gute Augen für den scharfen Blick zum Green

 
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Die Aufgabe ist klar: Ein winziger Ball solle ein mehr oder weniger weit entferntes Ziel erreichen – ganz präzise! Keine Frage, dass wir dafür buchstäblich Adleraugen bräuchten. Doch mit ein paar guten Tipps genügt auch das menschliche Sehorgan.

Höchstleistung für den Sehapparat


Unsere Augen sind ohne Zweifel unser größtes und wichtigstes "Fenster“ zur Welt. Denn etwa 80 Prozent aller Sinneseindrücke nehmen wir über die Augen auf. Dabei arbeiten diese Organe nicht isoliert. Vielmehr sind sie mit anderen Sinnen und mit der Verarbeitungszentrale im Gehirn eng verbunden. Das heißt aber, dass sich ein "Fehlverhalten“ der Augen insgesamt unangenehm auswirken kann. Gerade auf dem Golfplatz macht sich dies bemerkbar, wo ein kleiner Ball möglichst präzise und mit wenigen Schlägen in ein weit entferntes kleines Loch gebracht werden muss. Das erfordert nicht nur ein optimales Zusammenspiel von mehr als 150 Muskeln. Zu allererst müssen Augen und Wahrnehmung höchste Leitungen vollbringen.

Einen dreidimensionalen Aufbau des Auges finden Sie hier.

Gut sehen – was das heißt
Damit wir ein realistisches Bild unserer Umgebung bekommen, müssen unsere Augen scharfe Bilder mit klaren Farben liefern – immer. Das bedeutet, sie müssen sich jederzeit und sehr schnell auf unterschiedliche Bedingungen einstellen können. Das Bild muss scharf sein, wenn etwas weit weg ist und wenn es ganz nah ist. An hell und dunkel, Sonne und Wolken, blendendes oder dumpfes Licht müssen sich unsere Augen anpassen können. Um alles zu sehen, ist es auch wichtig, dass die Augen frei und entspannt in alle Richtungen beweglich sind. Schließlich müssen beide auch so zusammen arbeiten, dass wir Räume wahrnehmen und Entfernungen abschätzen können, dabei aber keine Doppelbilder sehen. Gerade diese Fähigkeit spielt auf dem Golfplatz eine besonders wichtige Rolle.

Die besten Hilfen bei Sehfehlern
Fest steht: Wer Kurz- oder Weitsichtig ist oder andere Augenprobleme hat, sollte zum Augenarzt, ehe er/sie sich ans Golfspielen macht. Zur Korrektur einer Fehlsichtigkeit verordnet der Arzt in der Regel eine Brille oder rät zu Kontaktlinsen.

Brille: Kurzsichtigkeit und Weitsichtigkeit sind die häufigsten Sehfehler. Sie lassen sich problemlos mit einer Brille korrigieren. Moderne, sehr leichte Kunststoffgläser und hübsche, modische Fassungen machen eine Brille heute zum Schmuckstück.
Vorteil: Eine Brille kann immer und überall getragen werden. Sie beeinträchtig die Augen nicht, weil sie nicht direkt mit ihnen in Berührung kommt. Nachteil: Die Brille kann auch mal stören und sie kann das Gesichtsfeld einschränken. Gerade beim Sport nicht sehr angenehm.
Für Menschen, die sich bereits mit der Altersweitsichtigkeit herumschlagen, ist meist eine Gleitsichtbrille eine komfortable Lösung. Da sind verschiedene, in einander übergehende Stärken eingearbeitet. Es gibt kein lästiges "Fernbrille ab, Lesebrille auf“ mehr, eine einzige Brille korrigiert alle Fehler. Nach kurzer Eingewöhnungszeit kann man mit einer solchen Brille auch prima Golf spielen oder anderen Sport betreiben.

Kontaktlinsen sind vor allem bei starker Fehlsichtigkeit oft eine effektivere Sehhilfe als eine Brille. Sie befinden sich direkt auf der Hornhaut – es gibt weiche und harte, solche, die oft und solche, die seltener erneuert werden müssen. Für fast alle Bedürfnisse ist ein Produkt auf dem Markt.
Sorgfältiger Umgang und regelmäßige Pflege und Reinigung sind bei Kontaktlinsen besonders wichtig. Entsprechende Lösungen und Behälter gibt es beim Optiker und in der Apotheke. Ebenso wichtig: Bevor man eine Kontaktlinse berührt, sollte man immer die Hände gründlich mit Seife waschen und gut abspülen oder, falls man unterwegs ist, zumindest mit einem Desinfektionstuch abreiben.
Ideal sind Pflegemittel ohne Konservierungsstoffe. Allerdings muss man die Anleitung genau beachten, darf die Linsen nicht zu lange in einer Lösung liegen lassen.
Vorteil: Mit Kontaktlinsen läßt sich auch starke Fehlsichtigkeit sehr gut ausgleichen. Ist man daran gewöhnt, stören sie nicht, von außen ist nichts zu sehen. Nachteil: Das Material direkt im Auge ist nicht Jedermanns Sache. Die Hornhaut wird ein wenig schlechter mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt, das kann zu Beschwerden führen.

Laserbehandlungen sind kleine operative Eingriffe, bei denen die Fehlsichtigkeit korrigiert wird. In aller Regel wird die oberste Hornhautschicht abgetrennt und weg geklappt, danach mit einem Laser die darunter liegende Schicht "ausgedünnt“, bis die Brechkraft wieder stimmt. Am Ende wird das dünne oberste Scheibchen wieder aufgelegt. Es saugt sich fest, das Auge heilt von allein.
Vorteil: Das Verfahren ist akzeptiert und gilt als weitgehend sicher. Im Idealfall benötigt man danach weder Brille noch Kontaktlinse und kann wieder gut sehen. Nachteil: Wie bei jeder Operation gibt es auch hier typische Risiken: Entzündungen, vorübergehende Trübung der Hornhaut, nicht der gewünschte Seh-Effekt. Schwere Komplikationen sind allerdings selten. Dennoch sollte man sich vor einem solchen Eingriff gründlich informieren, Nutzen und Risiken sorgfältig gegeneinander abwägen.

Nährstoffe brauchen auch die Augen, und zwar ganz bestimmte. So ist etwa das Carotinoid Lutein in der Makula, dem Punkt des schärfsten Sehens in der Netzhaut, hoch konzentriert. Lutein findet sich in Tomaten, Paprika, Mais, Orangen, Melonen, Spinat, Brokkoli und Erbsen. Auch das Carotinoid Zeaxanthin ist in diesen Lebensmitteln enthalten. Es kommt ebenfalls in der Makula vor und schützt die Netzhaut vor schädlichen Einflüssen, z.B. der Sonnenstrahlen.
Auch das Spurenelement Selen ist für gutes Sehen von Bedeutung. Es schützt die Zellen vor schädlichen Einflüssen. Sonnenblumenkerne, Getreide, Sojabohnen, Hülsenfrüchte und Leinsamen sind Selenlieferanten in der Nahrung.
Vitamin A, ein fettlösliches Vitamin, kommt in Rinderleber, Butter, Milch, Käse und Eiern vor. Es regelt die normale Zellteilung und ist seit langem als wichtig für die Augen bekannt, spielt z. B. beim Dämmerungssehen eine wichtige Rolle. Das gleiche gilt für das Spurenelement Zink. Es ist in Weizenkleie, Hefe, Haferflocken, Innereien und Käse enthalten.
Augenfreundliche Nährstoffe gibt es auch als Nahrungsergänzungsmittel in der Apotheke oder im Drogeriemarkt.

Besonderer Schutz auf dem Golfplatz

Golfen findet im Freien statt – das heißt, Golfer bekommen reichlich UV-Strahlen von der Sonne ab. Das passiert nicht nur bei strahlend blauem Himmel und direktem Sonnenschein. Auch bei bedecktem Wetter und in schattigen Zonen sind noch genügend UV-Strahlen unterwegs. Im Winter muss man wissen, dass Schnee erheblich stärker Licht reflektiert als etwa das Gras im Sommer.
Wichtig für die Augen ist deshalb optimaler Sonnenschutz. Eine ordentliche Sonnenbrille ist also genauso wichtig wie die gute Golfausrüstung.
Am besten kauft man nur eine Sonnenbrille mit Qualitätsgarantie. Dazu gehört: 

  • Die Gläser müssen ultraviolettes Licht vollständig absorbieren. Zu viel UV-Licht kann die Hornhaut schädigen und den Grauen Star (Linsentrübung) begünstigen.
  • Der blaue Anteil des sichtbaren Lichts soll von der Sonnenbrille zu ca. 90 Prozent herausgefiltert werden. Das blaue Licht belastet die Netzhaut, kann langfristig zu ihrer Erkrankung führen.
  • Die Brille muss zum Kopf passen. An den Seiten soll möglichst wenig Licht eindringen können. Natürlich dürfen auch modische Aspekte berücksichtig werden, wenn die gesundheitlichen alle stimmen.
Augenschutz Hut: Die beliebte Golfkappe mit einem breiten Schirm schützt die Augen ebenfalls vor unerwünschter Sonneneinstrahlung. Ebenso tut dies ein Hut mit breiter Krempe. Rund die Hälfte der UV-Strahlung lässt sich damit vermeiden. Ideal wird der Schutz, wenn man Kappe/Hut und Sonnenbrille kombiniert. Dann bleibt auch das Sehvermögen optimal erhalten.

Mit diesen Übungen, verhelfen Sie belasteten Augen ein wenig Entspannung.





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