Metropolen-Check: Hamburg
Landungsbrücken, Reeperbahn und der Michel - dazu rund 50 Golfplätze, die aus der Stadt gut zu erreichen sind. Die Hansestadt im Norden Deutschlands bietet im nahen Umland und zudem in Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern für Golfer jeder Leistungsstärke sehr gute Möglichkeiten.
Hamburg bezeichnet sich gerne als das Tor zur Welt - und zweifellos weht durch die Hafenstadt neben der gewohnt steifen Brise immer auch der weltstädtische Hauch einer großen Metropole. Mit ausschlaggebend dafür ist der Seehafen, der größte seiner Art in Deutschland, der die Welt nach Hamburg bringt und in die andere Richtung das Tor zur Welt ganz weit offen hält. Doch auch für Golfer ist Hamburg ein idealer Startpunkt für eine lange Reise in die Welt des angelsächsischen Sports.
Wahrzeichen: Neben dem Hamburger Hafen gibt es unzählige weitere Anziehungspunkte, die die vielen Millionen Besucher im Jahr in die Hansestadt locken. Der "Michel" (St. Michaelis Kirche), die Binnenalster, unweit die Speicherstadt und der Elbstrand gehören zu den größten Besuchermagneten. Doch auch die Reeperbahn oder die große Vielfalt der rund 60 Museen mit den Vorzeigeausstellungen in den Deichtorhallen, dem Bucerius Kunst Forum und der Kunsthalle geben der Handelsstadt ein kulturelles Gewicht. Darüber hinaus beheimatet Hamburg etwa 60 Theater, darunter die Hamburgische Staatsoper, das Thalia Theater und das Deutsche Schauspielhaus. In den vergangenen Jahren schwang sich die zweitgrößte Stadt Deutschlands zudem als Musical-Hauptstadt auf. Zwischen Oper, Theater, Ballett sowie Musical und unglaublich vielen Rockkonzerten (die Beatles-Vergangenheit wirkt noch nach) ist die Spannbreite ebenso groß wie auch das Golfangebot im Umkreis der Stadt.
Golf: Der Hamburger Golfverband beheimatet 22 Clubs, im Umkreis von gut 20 Kilometern gibt es 24 Golfziele - den 1,8 Millionen Einwohnern Hamburgs stehen jedoch noch viel mehr Möglichkeiten offen, das Golfspielen zu lernen oder weiterzuentwickeln. In unter einer Stunde Fahrzeit erreicht man unzählige kleinere und größere Anlagen in Schleswig-Holstein, Niedersachsen und sogar in Mecklenburg-Vorpommern.
Rabatt: Mit der Hamburg Golf-Card (35 Euro pro Jahr) erhalten Sie in Clubs rund um Hamburg Ermäßigungen auf das Greenfee - und das nicht zu knapp. 30 Prozent sparen Sie bei 18 der 20 teilnehmenden Anlagen an jedem Tag der Woche, egal ob Anfänger oder Scratch-Golfer. Zudem bietet die play golf*-card Schleswig-Holstein für Anfänger und Einmal-im-Jahr-Golfer eine sehr attraktive Alternative zur Clubmitgliedschaft. Mit DGV-Platzerlaubnis und 29 Euro für die Karte sind Golfer jeder Leistungsklasse in 30 Clubs des Landes willkommen, darunter auch Anlagen im direkten Hamburger Umland. Hier finden Sie weitere Informationen.
Mit der Hanse-Golf-Card können Sie auf sechs Anlagen in Hamburg (darunter Brunstorf und Gut Kaden) zudem viermal Golf spielen zum Angebotspreis von 145 Euro. Hier finden Sie weitere Informationen.
Die wichtigsten Hamburg-Fakten:
![]() |
Durchschnitts-Handicap: | -30,26 (Durchschnitt D: -33,46) | |
| Günstigstes Greenfee: | ab 30 Euro (18 Löcher, wochentags) | ||
| Teuerstes Greenfee: | 80 Euro (Falkenstein) | ||
| Ältester Platz: | Wentorf-Reinbeker Golf Club, 1901 | ||
| Günstiger Golf-Shop: | Golf House |
Der bekannteste Platz Hamburgs: Gut Kaden
Vor ein paar Jahren schon mal von der internationalen Presse kritisiert, hat sich die 27-Löcher-Anlage seit Mitte der Neunziger langsam zu dem Platz entwickelt, der den guten - mindestens landesweiten - Ruf in jedem Fall verdient. Besonders B- und C-Kurs beeindrucken in der Kombination mit viel Wasser und anspruchsvollen Schlusslöchern, die man von Turnierübertragungen aus dem Fernsehen kennt. Der A-Kurs begeistert Amateure, er ist kürzer, aber hat mehr Bäume. In diesem Jahr wird die Schüco Open (A+B) einige Stars in den Hamburger Norden lotsen (rund 30 Minuten vom Zentrum). Unter der Woche liegt das Greenfee für 18 Löcher bei 60 Euro. Hier geht's zur mygolf-Bewertung
Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis: GC Lutzhorn
Keine 45 Minuten von der Innenstadt entfernt gibt es ein kleines Schmankerl zu entdecken. Der GC Lutzhorn ist ein etwas anderer Club, dort führt der Weg auch schon mal quer über andere Fairways, doch für wenig Geld (18 Löcher ab 20 Euro am Wochentag) spielt man hier einen durchaus schönen und abwechslungsreichen Kurs. Drei Löcher (10 bis 12) umspannen einen kleinen See und bilden in Panorama und sportlicher Herausforderung einen Höhepunkt der Runde. Darren Clarke spielte hier übrigens zur Eröffnung. Ein Dank an einen befreundeten Pro. Weiterer Pluspunkt: Hier kann man auch ohne Platzreife abschlagen. Hier geht's zur mygolf-Bewertung
Der prestigeträchtigste Club: Hamburger Golf Club in Falkenstein
Eine der exklusivsten aber auch schönsten Golf-Anlaufstellen in Deutschland - und gleichzeitig einer der ältesten Clubs. Erhabene, wohl ebenso historische Bäume säumen einen Kurs, der auch aufgrund des Auf und Abs (ja, sogar in Hamburg), delikat platzierten Heidegrasflächen und trotz fehlenden Wassers eine große Herausforderung stellt. Auch nach mehreren Anläufen beeindruckt der Kurs immer wieder aufs Neue. Hier geht's zur mygolf-Bewertung
Hier geht es richtig sportlich zu: G&CC Brunstorf
In Hamburg kann man hören: Wer in Brunstorf einen Fehler macht, kassiert gleich zwei Ohrfeigen. Er wird also doppelt bestraft. Der Championship Course besitzt einen Slope-Wert von 139 und ist von weiß immerhin gute 6100 Meter lang. Nur zwei Par 4 verpassen die 400-Meter-Marke deutlich, ansonsten bieten jede Menge Geäst und Wasser ein potentielles Ziel für vermasselte Schläge. Das Greenfee ist mit 55 bis 65 Euro dafür sehr moderat. So wird man an schlechten Tagen zwar doppelt bestraft - dafür hat man keineswegs doppelt bezahlt. Hier geht's zur mygolf-Bewertung
Die extremste Herausforderung: Green Eagle
Für den Nord-Platz reichen ein paar Stichworte: Gut 7200 Metern von den weißen Abschlägen (Top Ten weltweit nach Eigenaussage), Par 73, Löcher von bis zu 645 Metern Länge, heftig ondulierte, teilweise riesige Grüns. Hier kommt man sich vor wie geschrumpft. Am Spaß ändert das wenig, sicherlich aber am Bruttoergebnis. Die Greenfee-Preise: 65 bis 95 Euro, Jugendliche und Studenten bekommen 50 Prozent Ermäßigung. Hier geht's zur mygolf-Bewertung.
Hier sind Anfänger willkommen: GC Ahrensburg/Siek
Leichter 9-Löcher-Kurzplatz (drei Par 4, sechs Par 3) mit wenig Wasser und leichten Bunkern, wenig "Out-of-bounds". Die längeren Neun sind schön abwechslungsreich mit recht schmalen Fairways und auch insgesamt anspruchsvollerem Design. Somit können Beginner gut ins Spiel finden und dieses auch in der Folge schulen. Das alles zu sehr fairen Preisen (Platzreife ab 169 Euro). Hier geht's zur mygolf-Bewertung.
Der Geheimtipp: GC St. Dionys
Seit Jahren einer der Top-Plätze, aber das geht gerne im hohen Gras der Lüneburger Heide und zwischen den vielen wunderschönen alten Bäumen des beeindruckenden Kurses, der sich nach Veränderungen im Winter ein wenig anspruchsvoller präsentiert, unter. Die Preise sind fair, der frühe Golfer kann schon für 35 Euro am Wochenende auf die 18-Löcher-Runde - und das aufgrund des trockenen Heidegrases zwölf Monate im Jahr. Hier geht's zur mygolf-Bewertung.
Hotel-Empfehlungen
An der Alster sehr zentral liegen die insgesamt vier Gebäude des Wedina, das dennoch mit Ruhe im Trubel der Großstadt punkten kann. DZ gibt es ab 118 Euro. Namhafte Autoren finden sich hier immer wieder zu Lesungen ein. Das Gastwerk sieht sich als erstes Design-Hotel Hamburgs und besticht tatsächlich durch großen Komfort, auch für die Augen. Der Preis ist ähnlich wie im Wedina, die Lage nahe der Autobahnausfahrt Bahrenfeld weniger zentral, dafür näher an diversen Golf-Angeboten.
Hier geht's zur Übersicht der Metropolenchecks


