Spanien

Vier Perlen der Costa Brava

 
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Die Costa Brava hat neben dem PGA Catalunya viele weitere authentische Golfplätze zu bieten. Golf.de hat sich von Barcelona auf den Weg nach Norden gemacht und vier Plätze näher betrachtet.

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Im Jahr 2000 wurde die Costa Brava zur schnellstwachsenden Golf-Destination Europas gewählt. Girona ist sowohl national als auch international durch RyanAir gut zu erreichen, der Flughafen Barcelona auch nicht allzu weit entfernt. Golftechnisch ist das Aushängeschild der Region ohne Zweifel der PGA Golf Catalunya mit seinen zwei Top-Plätzen. Aber nicht nur das High-End-Resort glänzt, auch die vielen kleineren, aber sehr authentischen Golfanlagen in der Region versprühen ihren Charme. Golf.de hat sich von Barcelona aus auf den Weg gemacht und einige Plätze genauer betrachtet.

PGA Catalunya
Die Nummer eins in Spanien und die Nummer drei in Kontinentaleuropa, so schätzt die renommierte Website top100courses.co.uk das Resort nördlich von Barcelona ein. Die zwei 18-Löcher-Plätze wurden 1999 und 2005 eröffnet, als Designer waren Spaniens Golflegende Àngel Gallardo und Neil Coles, ein ehemaliger Ryder-Cup-Spieler, am Werk. Was dabei herauskam, ist mehr als eindrucksvoll. Auf dem Stadium Course findet alljährlich die Final Stage der Q-School statt und es fallen die mitunter ungewöhnlich hohen Scores der European-Tour-Aspiranten ins Auge. Der Platz ist wahrlich nicht einfach, vor allem wenn der Wind bläst. Zahlreiche clever platzierte Wasserhindernisse und das Gestrüpp unweit der Fairways lassen den Ballvorrat an schlechten Tagen schnell schrumpfen. Spaß macht der Platz natürlich trotzdem, es ist eben ein wahrer Championship-Platz. Darauf muss man sich einlassen. Angenehmer für Amateure, weil einfacher zu spielen, ist der Tour Course, der durch die vielen weitreichenden Ausblicke auf das malerische Umland besticht.

Perfekt geeignet ist die Anlage zum Training. Die Driving Range ist sehr großzügig und in absolutem Top-Zustand. Einzigartig ist der Kurzspiel-Bereich. Hier hat man die Auswahl, sein Bunkerspiel entweder in einem Pottbunker Marke "St.Andrews" zu verbessern oder gleich daneben in den mit schneeweißem Sand gefüllten "Masters-Bunker" zu steigen.

Fazit: Ein Championship-Course, ein immer noch anspruchsvoller, aber freundlicherer zweiter Platz, ein Weltklasse-Übungsareal sowie ein luxuriöses Clubhaus bieten High-End-Golf-Vergnügen. Alleine die Grüns wirken ob der hohen Spielfrequenz ein wenig angeschlagen. Pakete mit Übernachtung gibt es ab 105 Euro mit Frühstück und Greenfee für den Tour Course, der Stadium Course ist etwas teurer.

Golf Girona
Vier Kilometer nach Girona, weniger als eine Stunde nach Barcelona und eine halbe Stunde bis zur Küste und in die Pyrenäen. Golf Girona liegt mitten in der Region. Der Kurs wurde von Hawtree Limited entworfen und 1992 eröffnet. "Einer meiner besten Plätze", sagt F.G. Hawtree über sein Werk. Seine 18 Löcher überzeugen tatsächlich in vielen Hinsichten. Die Hauptschwierigkeit des Platzes wird schon bei der Einfahrt klar: Pinien. Die Platz zwischen den Baumreihen, die zumeist die Fairways umranden, ist schmal und das Geräusch "Ball trifft Baum" omnipräsent. Qualitativ ist der Platz in einem Top-Zustand. Die Grüns sind schnell und spurttreu, die Fairways gleichmäßig und ohne Makel.

Die 18 Löcher in Golf Girona genügen höchsten Ansprüchen. Eindrucksvoll ist Bahn 18, ein knapp 450 Meter langes Par 5. Longhitter können mit einem gut getroffenen Abschlag einen steilen Abhang auf dem Fairway erreichen, der dem Ball zusätzliche Länge schenkt und den Angriff auf das Grün ermöglicht. Andererseits kann ein unpräziser Drive schnell das Aus bedeuten. Nach der Runde lädt die Dachterrasse auf dem zwar nicht gerade edlen aber durchweg authentischen Clubhaus zu einem Drink ein. Wer gerne gut isst, kann sich nach der Golfrunde einen Abendessen im weltbekannten Restaurant El Celler de Can Roca (drei Michelin-Sterne) in Girona gönnen.

Fazit: Qualitativ ist der Platz 1A, das Layout ist nicht einfach, bereitet aber dennoch große Freude. Angebote ab 86 Euro für Bed&Breakfast in Girona plus Greenfee und Mittagessen auf der Anlage sind sehr preiswert. Nachteil: Auf der Driving Range gibt es kaum Rasenabschläge und nur unzureichend Kurzspielmöglichkeiten. 

Costa Brava - Impressionen

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Torremirona Golf Club
Ein kleines Stück weiter nördlich liegt der Platz des Torremirona Golf Clubs. Gerade für mittlere Handicaps ist Torremirona eine attraktive Anlaufstation, vor allem die zweite Hälfte der Runde ist fair. Dennoch muss man nicht auf spektakuläre Momente verzichten. Extreme Höhenunterschiede, ein Inselgrün-Par-3 sowie Ausblicke auf die Pyrenäen und die Küste bereiten Freude. Positiv: Die Grüns haben die beste Qualität aller bespielten Plätze. Nur die Bunker sind sehr hart und daher schwer zu spielen. Ein weiterer Vorteil: Das Resort liegt nahe der Stadt Figueres, wo das weltbekannte Museum des Künstlers Salvador Dali zu einem Besuch einlädt.

Fazit: Gerade für weniger spielstarke Golfer ist das Resort ein passendes Ziel. Der Golfplatz ist eines der leichteren Layouts in der Region. Die Qualität, vor allem der Grüns ist aber dennoch auf ganz hohem Niveau. Das Hotel ist zwar nicht spektakulär, aber familiär und daher zu empfehlen. Ebenso das Essen und der Wein. Pakete mit Golf unlimited sowie Bed&Breakfast gibt es ab 100 Euro im Doppelzimmer.

Platja de Pals
Gut eine Autostunde weiter südöstlich in Richtung Küste liegt die kleine Stadt Pals, mit dem ältesten Golfplatz der Region: Platja de Pals, der in den 60er Jahren auf einem auf Dünen bepflanzten Pinienhain gebaut wurde. Hier ist Präzision gefragt, auf den Driver kann man weitestgehend verzichten. Nur auf wenigen Bahnen kommt Wasser ins Spiel, besonders in Erinnerung bleibt die neunte Bahn, ein mittlellanges Par 3, bei dem man einen großen See überwinden musst. Das Grün wird zudem von einer handvoll Bunkern verteidigt. Kein einfacher Schlag. Schwierig sind insbesondere die Grüns der Anlage, die von teilweise extrem tiefen Bunkern verteidigt werden und größtenteils erhöht sind, was die Annäherungen erschwert.

Fazit: Der Platz macht Spaß, auch wenn man ihn vielleicht zwei bis drei Mal spielen muss, um adäquat zu scoren. Er zwingt zum Nachdenken. Außerdem sollte man sein kurzes Spiel im Griff haben. Es gibt einen direkten Zugang zum La Costa Golf & Beach Resort. Ein Tag Unlimited-Golf gibt es für 90 Euro in der Hochsaison.

Infos & Empfehlungen
Hotels:
Das Torremirona Hotel Relais (vier Sterne) liegt direkt im Gelände des gleichnamigen Golplatzes und ist zu empfehlen. Im eigenen Restaurant mit typisch-katalanischer Küche isst man sehr gut und das regionale Weinangebot überzeugt. In Girona liegt das Hotel Carlemany (vier Sterne) nur 600 Meter von der historischen Altstadt entfernt, und auch hier gibt es im Gebäude ein exquisites Restaurant mit mediterraner Küche. Direkt im PGA Catalunya liegt das moderne und attraktive Hotel Meliá Golf Vichy Catalán mit preiswerten Stay-and-Play-Paketen.

Reisezeit: Eine Reise an die Costa Brava bietet sich eigentlich zu jeder Jahreszeit an. Golfen ist zumeist an allen 365 Tagen des Jahres möglich. Selbst im Januar beträgt die Durchschnittstemperatur noch knapp 14 Grad Celsius. Die optimale Badezeit fällt in die heißen Monate im Juli und August.

Flugverbindungen: Der Billigflieger Ryanair steuert den Girona Airport von Frankfurt-Hahn, Düsseldorf, Karlsruhe, Magdeburg und Köln an. Alternativ bietet sich der internationale Flughafen von Barcelona an.

tfi




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