Golfen im Übermorgenland
Höchster Büroturm der Welt. Luxuriösestes Hotel der Welt. Größter Flughafen, größter Goldmarkt, größte Skihalle, und die größte künstliche Marina der Welt. Und selbstverständlich das teuerste Pferderennen und eines der am höchsten dotierten Golfturniere der Welt. Das Golf-Emirat hat längst einen Dauerplatz in den Superlativ-Schlagzeilen.
Aber das ist nicht alles. Dubai lockt inzwischen mit zehn fantastischen Golfplätzen, weitere sind im Bau. Dabei wurde vor noch nicht allzu langer Zeit in Dubai regelrecht "wüstes" Golf gespielt. Im 1971 gegründeten Dubai Country Club wurden die ersten Löcher noch "in den Sand gesetzt". Man spielte auf "browns" statt auf "greens". Um den Abschlag zu erleichtern, war es jedoch erlaubt sein eigenes Stück Fairway mit sich zu führen. Doch diese Zeiten sind längst vorbei. Dank hoch technisierter Wassersysteme blüht die Wüste und zeigt sich besonders im Dubai Creek Yacht & Golf Club als wahrer Garten Eden.
Obwohl nur über 9 Löcher verfügend, gilt der Jebel Ali Golf Course als Meisterschaftsplatz, der entlang eines kleinen Yacht-Hafens und um einen Salzwasser-See verläuft. Stars wie Tiger Woods, Ernie Els, Padraig Harrington und all die anderen Tourspieler, spielten hier jährlich im Vorfeld zur Dubai Desert Classic ein Show-Match.
Das Dubai Desert Classic wird schließlich im Emirates Golf Club ausgetragen, wo 1988 der Majlis Course als erster Grasplatz im Mittleren Osten eröffnete. 1996 wurde als zweiter Platz der Wadi-Course eröffnet, der nach einer Überarbeitung 2006 Faldo-Course heißt. Das Clubhaus in Form von prächtigen Beduinenzelten, ist für die internationale Golfszene ein Wahrzeichen höchster Ansprüche.
Faszinierend im Layout zeigt sich The Montgomerie Golf Club. Nach dem Vorbild eines traditionellen schottischen Links-Kurses erwarten den Spieler 18 super gepflegte Fairways, teilweise mit Blick auf das Burj Al Arab, das bislang als Wahrzeichen Dubais galt.
Wasserreich – mit 11 Seen und kleinen Flussläufen – zeigt sich der Al Badia Golf Club in Dubai Festival City, wogegen The Desert Course at Arabian Ranches ganz auf die Elemente der Wüste setzt, die mit enormen Bunkern ins Spiel kommen.
Noch mehr Wüste gibt es beim The Els Club in Dubai Sport City. Entworfen vom südafrikanischen Superstar selbst, verteilen sich über eine Länge von 7.538 Yards makellose Fairways, ebensolche Grüns und schneeweiße Bunker. Außerhalb der Bahnen befindet sich ebenfalls Sand. Nichts als Sand, weshalb der Platz auch "Desert Links" genannt wird. Die richtigen Schläge für diese ungewöhnliche Spielwiese kann man bei der dem Club angeschlossenen Butch Harmon School of Golf lernen und üben.
Im Jumeirah Golf Estate gibt es vier Golfplätze, deren Layout an die Elemente der Erde erinnern. Eröffnet sind bereits der Fire- und Earth-Course. In Letzterem findet seit 2009 zum Saisonfinale der European Tour die Dubai World Championship statt, das mit 7,5 Millionen Dollar dotiert ist. Es sieht so aus, als würde Dubai von der führenden Golf-Destination im Mittleren Osten bald zu einer der wichtigsten Golf-Destinationen der Welt aufsteigen. Was sollte man auch sonst von einem Emirat der Superlative erwarten.
Text: Angelika Lerche
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