Kreuzfahrt

An Bord der MS Columbus

 
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Auf Tour zwischen Frankreich, Spanien und Portugal: Eine Kreuzfahrt mit dem 144 Meter langen Passagierschiff, das unter der Flagge der Bahamas über die Weltmeere fährt. Golf gespielt wird dabei übrigens auch.

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Von Nizza nach Hamburg verläuft die 14-tägige Kreuzfahrt normalerweise. Der ausgewählte Trupp an Journalisten bleibt allerdings nur bis Lissabon an Bord, schließlich handelt es sich nicht um den Jahresurlaub, sondern eine Pressereise, auf der möglichst viele Eindrücke gesammelt werden sollen.

Und diese gibt es zuhauf. Los geht's im Hafen von Nizza, hier ist der offizielle Start der Kreuzfahrt. Zwar sind schon einige Passagiere von vorangegangenen Reisen an Bord, doch der Großteil geht hier an Deck des maximal 420 Gäste fassenden Passagierdampfers. Bekanntschaften werden schnell geknüpft, denn der erste gemeinsame Auftritt aller neuen Gäste ist die verpflichtende Rettungsübung, bei der die circa 250 Neuankömmlinge mit einer Schwimmweste um den Hals im Restaurant zusammentreffen. Ein lustiger Anblick ist das allemal.

Erster Stopp am nächsten Tag ist das französische Hafenstädtchen Séte. Die malerische Altstadt ist von der Pier keine fünf Gehminuten entfernt. Wer möchte, kann auch eine der aufpreispflichtigen Busrundfahrten nach Montpellier oder Aigues Mortes buchen.

An diesem Tag erleben wir auch Olaf Schäfer, den mitreisenden Teaching-Pro in Aktion: Auf dem Helikopter-Deck des Schiffes schlagen wir nacheinander in ein aufgebautes Netz und werden einer Video-Analyse unterzogen. Es ist die vierte Kreuzfahrt für Olaf Schäfer auf der MS Columbus, drei weitere sind in diesem Jahr geplant. Und bislang macht der Leverkusener einen exzellenten Job, denn er gibt seinen neuen Schülern nur kleine Änderungen mit auf den Weg, wodurch der Spaß am Spiel erhalten bleibt. Ein nicht zu unterschätzendes Kriterium, denn wer möchte schon mit einer Schwungumstellung auf einem unbekannten Platz seine Urlaubsrunden drehen.

MS Columbus - Von Nizza nach Hamburg

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Von Frankreich nach Spanien
Mittlerweile kennen wir uns auf den sechs Decks des "3-Sterne-Plus-Schiffs" bestens aus und warten ungeduldig auf die erste Golf-Runde. An Bord sind leider keine Simulatoren wie beispielsweise auf der größeren MS Europa, und auch das Schwingen auf dem Helikopter-Deck (das Netz muss immer erst aufgebaut werden) ist nur bei relativ ruhigem Seegang und unter Aufsicht des PGA-Trainers möglich. In Málaga, der zweitgrößten Stadt Andalusiens, ist es dann soweit: Um halb acht in der Früh gehen wir von Bord und werden per Bus zu den beiden 18-Löcher Plätzen von Mijas Golf gekarrt. Die Organisation klappt bestens, pünktlich um 8.50 Uhr geht der erste von fünf Flights an den Abschlag. Und wie war der Platz? Das können Sie hier nachlesen.

Von da an geht es Schlag auf Schlag. Über Nacht macht die MS Columbus, die unter der Flagge der Bahamas fährt und dessen Crew hauptsächlich aus Filipinos besteht, mit rund 18 Knoten Strecke gut, am Morgen legt das Schiff im Hafen an und die Passagiere genießen ihre Ausflüge, erkunden mit den bereitgestellten Fahrrädern die Stadt oder gehen, wie in unserem Fall, Golf spielen. In Cádiz besteigen die rund 20 Golfer erneut den bereitstehenden Reisebus und lauschen auf der rund 45 Minuten langen Fahrt zum Montenmedio G&CC einem Guide, der uns wirklich Interessantes über die Region und deren Bewohner erzählt.

Während der Runde nervt der ständige Nieselregen zwar etwas, aber der guten Stimmung tut das keinen Abbruch. Der Club ist wunderbar ruhig und landschaftlich herausragend. Mehr über den Platz lesen Sie hier.

Zurück auf der MS Columbus: Bei gesetztem Abendessen, diesmal ein Gala-Menü von Gastkoch Rainer Mitze, wird schon langsam der Abschied vorbereitet. Während einer der Langzeit-Gäste – übrigens auch ein Golfer – bereits seit rund fünf Monaten auf See ist, werden wir am nächsten Morgen in Lissabon von Bord gehen. Zuvor steht aber noch ein Termin an: Gegen Mitternacht wird das Schiff die Straße von Gibraltar passieren, die Verbindung von Mittelmeer zu Atlantik.

Und was machen die Gäste der Golf-Gruppe? Sie spielen noch einen Platz in Frankreich, ehe es über die Themse in London bis zum Zielhafen nach Hamburg geht. Ein Sieger wird dann auch gekürt: Über vier Runden spielen alle Golfer eine so genannte Eklektik-Wertung aus. Drei Runden zählen zur Gesamtwertung, jeweils die sechs besten Löcher werden eingebracht. Das Auswählen und Übertragen der Scores sieht dann ein bisschen wie bei "Bingo mit Sandra" aus – immer freitags um 17 Uhr auf dem Oberdeck.

Reisepreis: ab 2.540 Euro p.P. in einer Zweibett-Kabine inkl. Vollpension. Die Busrundfahrten und alkoholische Getränke an Bord werden extra berechnet. Basispaket mit vier Plätzen kostet 660 Euro p.P. (inkl. Transfers, Trolley, Halfway-Verpflegung).

tsz





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