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London Golf Club (The Heritage)
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Löcher: 18+18
Par 72
Platz H: 7.208 Yards (Blau), 6.771 (Weiß)
Platz D: 5.759 Yards (Rot)
Designer: Jack Nicklaus
| Greenfeepreise | |
|---|---|
| 18-Loch-Greenfee: | Privat - nur Gäste von Mitgliedern |
| 18-Loch Sa./So./Feiertage: | Privat - nur Gäste von Mitgliedern |
Ausstattung:
Leihschläger, Golfcarts, Trolleys, Driving Range, Proshop, Golfschule, Restaurant
Die European Tour war bereits zwei Mal zu Gast – und seit Neuestem ist ein 5-Sterne-Hotel auf der großzügigen Anlage südöstlich von London geplant. Der private Heritage Course von Jack Nicklaus glänzt mit einem perfekten Zustand und einigen spektakulären Wasserlöchern.
Jack Nicklaus war nicht nur einer der ganz Großen auf dem Platz, er ist auch eine Größe bei der Planung oder dem Umbau seiner eigenen Golfanlagen. Im London Golf Club hat er einen Mix aus Parkland und Heatland Course etabliert. Die Löcher entsprechen denen eines Turnierplatzes: Von den hintersten Tee-Boxen ("tips") ist es meist ein richtig langer Weg bis zu den anspruchsvollen Grüns, die die Qualität bieten, sie pfeilschnell zu schneiden.
Hinzu kommen zahlreiche Bunker, die in einem erstklassigen Zustand sind. Die Kanten sind feinsäuberlich gemäht, der Sand wunderbar körnig und gleichmäßig tief. Da kann man selbst bei anspruchsvollen Lagen noch ordentliche Ergebnisse aus dem Bunker abliefern. Gerade beim Pflegezustand, der auch an einem Herbsttag wirklich erstklassig war, sieht man, dass es sich um einen Privat-Club handelt, auf dem nur Mitglieder und ihre Gäste spielen dürfen.
Besonders spektakulär sind die Par-3-Löcher: An zwei der vier Bahnen kommt Wasser ins Spiel, von den hintersten Tees sind es mindestens 187 Yards (circa 170 Meter). Ebenfalls wasserreich geht es auf der Fünf zu: Ein künstlicher See erstreckt sich vor dem langgezogenenen, erhöhten Grün. Zwar ist das Par 5 mit zwei Schlägen erreichbar, doch diese müssen dann auch sitzen. Ein starkes Loch, das die Engländer als "risk and reward hole" bezeichnen. Abseits der Roughs verschwinden die Bälle übrigens schnell im Dünengras. Dennoch bleibt der Platz fair und bietet Chancen auf Unterspielungen - wenn man die gut verteidigten Grüns trifft.
Einziger Kritikpunkt: Die Wege zwischen den Löchern sind teilweise recht lang. Der Grund dafür ist die exzessive Nutzung von Carts, die auf eigenen Wegen gefahren werden. Wer zu Fuß unterwegs ist, wird am Ende der 18 Löcher ziemlich aus der Puste sein.
Wie schwer die Greenkeeper die 18 Löcher des The Heritage wirklich machen können, war besonders deutlich bei den zwei Austragungen der European Open zu erkennen. 2008 gewann Ross Fisher mit 20 unter Par das Event der European Tour. Ein Jahr später holte sich der Franzose Christian Cévaër den Titel - diesmal mit sieben unter Platzstandard!
Bereits in Planung ist ein angeschlossenes 5-Sterne-Hotel mit 130 Zimmern. Wenn es ähnlich luxuriös wie das pompöses Clubhaus wird, sollte man sich die Adresse merken. Zumal es bis in die City nur etwa 20 Meilen sind.
Bespielbar ist der Heritage Course leider nur mit Einladung eines Mitglieds oder an speziellen Corporate Days. Der Nachbarkurs The International ist links-ähnlicher angelegt, aber von ähnlicher Qualität und kostet ab 70 Pfund Greenfee.
tsz
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