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Koolau Golf Clubgegründet 1992
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Löcher: 18
Par 72
Platz H: Bis zu 7.310 Yards
Designer: Dick Nugent
| Greenfeepreise | |
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| 18-Loch-Greenfee: | ab 80 Dollar inkl. Range-Bälle und Cart |
Ausstattung:
Golfcarts, Trolleys, Driving Range, Proshop, Restaurant
Golf.de-Leserin Janina Maroschik hat auf der hawaiianischen Insel Oahu abgeschlagen und den Ko’olau GC auf Herz und Nieren getestet. Ihr Fazit? Begeisterung pur – für vergleichsweise kleines Geld.
Auf der hawaiianischen Insel Oahu existieren fast 40 Golfplätze. Die in Waikiki beeindrucken aber lediglich durch Überfüllung, denn die ersten Flights starten schon um 6 Uhr morgens. Man kann sie jedoch wunderbar als Trainingsanlagen nutzen. Denn nur ein paar Kilometer von Honolulu entfernt findet man die schönsten und sogar die schwierigsten Golfplätze der Welt.
Schon nach 20 Minuten Autofahrt auf der Pali-Autobahn aus Waikiki Richtung Norden überquert man die vulkanischen Berge, hinter denen das Klima und die Landschaft sich diametral ändern. Es lohnt sich kurz auf dem Pali-Pass anzuhalten und das Inselpanorama zu bewundern. Achtung allerdings auf Mützen, Kappen, Perücken und Toupets – es ist sehr windig dort. Fährt man den Pali Highway weiter, erreicht man gleich mehrere Golfplätze, von denen der Pali Golf Course, der Luana Hills Country Club und der Ko’olau Golf Club besonders interessant sind.
Alle drei besitzen eine exotische, sogar ein wenig dramatische Szenerie, die an den Film "Jurassic Park" erinnert. Kein Wunder - hier wurden auch manche Sequenzen gedreht. Ein dichter tropischer Regenwald klettert die steilen Berge hoch. Es ist heiß und schwül. Die Sonne versteckt sich immer wieder hinter den Wolken, von denen ab und zu ein leichter nasser Schauer fällt.
Der Pali Golf Course und der Luana Hills Country Club sind bekannt für ihre atemberaubende Kulisse. Der Ko’olau Golf Club bietet noch ein bisschen mehr. Hier erlebt man nicht nur visuelle Begeisterung, es ist auch einer der "brutalsten" Golfplätzen der Welt, wenn es um den Schwierigkeitsgrad geht. Das Slope-Rating von Ko'olau beträgt 152. Das Lachen über die Warnungen lieber viele, ja gar sehr viele Bälle auf eine Runde mitzunehmen, ist uns schon nach den ersten ein paar Löcher vergangen. Zum ersten Mal hatte ich Angst, dass ich das Spiel wegen fehlender Bälle würde abbrechen müssen. Es gibt einen Witz, dass der Platzrekord 62 beträgt - 62 verlorene Bälle! Zum Glück, schluckt und spuckt die Dschungel die Bälle wieder aus. Man findet zwar den eigenen nicht, dafür aber zwei andere.
Der Golfplatz ist so angelegt, dass nicht nur die eins, sondern auch die Neun am großen Clubhaus beginnt. In dem großen Gebäude mit grünem Patio befindet sich eine Baptisten-Kirche. Bei Selbstzweifeln kann man also vor dem Spiel noch kurz beten.
Bunker, Schluchten, Rough: viele Details überzeugen
Charakteristisch für diesen Golfplatz ist, dass jedes Loch, jede Bahn, jedes Detail so raffiniert geplant wurde, dass das Spiel nur noch schwieriger und komplizierter wurde. Die ersten neun Bahnen sind fast zum Aufwärmen, obwohl ausgerechnet hier die Wasserhindernisse eingebaut sind. In der zweiten Hälfte, also von den Löchern zehn bis 18, spielt man über beinahe hundert Meter langen Schluchten, Abgründe und Tiefen, die dicht mit Dschungel bewachsen sind. Das Rough ist kniehoch und sehr schlecht zugänglich. Die Fairways sind perfekt geschnitten und modelliert. Überhaupt die Fairways: Sie sind alle gedreht, gewellt, bespickt mit tausenden tiefen Sandbunkern und Hindernissen. Die Grüns sind dafür groß und wirken einladend, was aber täuscht, da sie richtig schnell sind.
Jeder Ornithologe würde hier glücklich werden. Unmengen von Vögeln verstecken sich im Wald zwitschernd, pfeifend und lärmend. Ein wunderschöner Roter Kardinal begleitete uns fast das ganze Spiel, sprang auf die Bags und Schläger. Schon auf den ersten Bahnen sahen wir vom Bauernhof bekannte Vogelarten. Es wunderte uns geradezu wie schnell sie die Fairways überquerten.
Ko’olau garantiert die größten Gefühle für jeden Golfspieler, dazu noch zu einem sehr guten Preis (ab 80 Dollar inkl. Range-Bälle und Cart). Die erreichte Punktezahl sollte man sich allerdings nicht zu sehr zu Herzen nehmen. Ein Erfolg besteht bereits darin, das Spiel in einer vernünftigen Zeit zu beenden. Der Klub besitzt auch eine gute Driving Range sowie Chipping- und Putting-Grüns.
Text & Bild: Janina Maroschik
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