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Caledonia Golf & Fisch Club

gegründet 1998

 
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Löcher: 18
Par 72
Platz H: 6.842 Yards

Designer: Mike Strantz

Greenfeepreise
18-Loch-Greenfee: 90 bis 165 Dollar
18-Loch Sa./So./Feiertage: 90 bis 165 Dollar

Ausstattung:
Leihschläger, Golfcarts, Driving Range, Proshop, Golfschule, Restaurant

Golf.de-User Rainer Rathgeber hat den Caledonia Golf & Fish Club auf Pawleys Island getestet und erklärt, warum der Kurs in South Carolina zu den besten 100 Plätzen Amerikas zählt.

Wann immer ich den Begriff "Südstaaten" höre, denke ich automatisch an Alleen, deren Bäume mit spanischem Moos behangen sind, an Plantagen-Herrenhäuser, an eine üppige Landschaft – halt an die typischen klischeehaften Dinge.

Und die Anreise zum Caledonia Golf & Fish Club bietet all diese Eindrücke – angefangen bei der prachtvollen Allee, die direkt zum weißen Herrenhaus führt – welches heute das Clubgebäude beherbergt. Der Pro-Shop und auch das Restaurant werden von eben diesem historischen Ambiente geprägt.

Nach dem Check-In geht es raus zum Übungsgelände, welches von der Vielzahl und Qualität der angebotenen Trainingsmöglichkeiten seinesgleichen sucht und einen ersten Eindruck über die Gesamtanlage vermittelt. Am Starterhaus – und gleichzeitig Halfway-Station – wartet die nächste Überraschung, die wunderbar in das Gesamtbild passt: in einem Dreibein-Kochtopf über offener Flamme köchelt eine Chowder (dickflüssige Fischsuppe) und lädt zur Stärkung vor oder während der Runde ein.

Der Par-70-Kurs ist sehr anspruchsvoll und verlangt präzise Schläge mit einer guten Grundlänge. Die Front Nine werden als der einfachere Teil der Runde bezeichnet – aber nach den ersten 9 Löchern fällt es einem schwer, dies zu glauben. Aber (leider) ist es die Realität – lange Par 4- und Par 5-Bahnen mit zum Teil ausgeprägten Doglegs wechseln sich mit überaus anspruchsvollen Par 3-Löchern ab.

Persönliches Highlight ist die abschließende 18. Bahn – ein auf den ersten Blick lösbares Par 4 mit bis zu 383 Yards. Rechter Hand befindet sich ein durchgängiges Wasserhindernis – ein Andenken an die alten Zeiten, als an dieser Stelle noch eine Reisplantage zu finden war. Und trotz dieses drohendes Unheils sollte der Abschlag zur rechten Seite des Fairways platziert werden – denn der zweite Schlag muss über einen breiten und nicht umspielbaren Ausläufer dieses Gewässers erfolgen, an den sich direkt und ohne Sicherheitszone das Grün anschließt.

Hinter dem Grün liegt das Clubhaus – und die auf der Terrasse sitzenden Spieler verfolgen jede Annäherung, was den mentalen Druck erhöht. Nach der Runde gesellt man sich gerne ebenfalls auf diese Terrasse und genießt, in einem hölzernen Schaukelstuhl sitzend und das verdiente Getränk in Händen, den fantastischen Ausblick auf den Kurs.

Wehmutsvolle Blicke zurück bei der Abreise hinterlassen die Gewissheit: dies ist mit Fug und Recht einer der Top 100-Kurse der USA – und eine zweite Runde wert.

Text & Bild: Rainer Rathgeber




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