Der finale Schauplatz
Herausfordernde Perspektiven vom Tee, strategisch platzierte Bunker und viel Wasser kennzeichnen den Platz, auf dem das Finale der European Tour ausgetragen wird. Die vier Schlusslöcher sind von Norman als "Golden Mile of Golf" benannt worden, denn sie sollen noch einmal alles möglich machen.
Die tiefgrünen Fairways des Earth Course sind mit schneeweißen Bunkern gespickt, deren Sand extra aus North Carolina importiert wurde, umrandet sind sie mit einer für Dubaier Verhältnisse sehr üppigen Vegetation. Ganz offensichtlich hat sich Greg Norman ungeachtet der Wüste, bei der Gestaltung von europäischen und nordamerikanischen Parkland-Courses beeinflussen lassen.
"Ich denke, dass der gesamte Platz eine großartige Balance bietet, aber was wirklich hervorsticht, ist das Finish." So erklärt Greg Norman seinen Platz, der extra für die Dubai World Championship geplant wurde. "Ich hoffe, dass man das Finish als äußerst anspruchsvolle und aufregende Golf-Meile sehen wird". Die letzten vier Löcher des Earth Course messen 1.702 Yards – und sind somit fast eine Meile (1.760 Yards) lang. "Auf den letzten vier Spielbahnen kann viel passieren, es bieten sich Chancen und Risiken. Der Schlussspurt besteht aus einem kurzen und einem langen Par 4, einem großartigen Par 3 und einem mittellangen Par 5."
Starkes Finish
Die Spielbahnen sind abwechslungsreich gestaltet, am interessantesten sind wahrscheinlich die letzten vier. Loch 15, ein Par 4 mit rund 340 Metern, geht leicht bergauf. Der Schlag aufs Grün muss gut platziert sein, da es stark abfällt und der Ball dann gerne in die umliegenden Bunker rollt. Die 16 ist mit 485 Yards (ca. 443 Meter) deutlich länger als das vorherige Par 4, zudem lauert auf der rechten Seite des Fairways ein Wasserhindernis, das bis hinters Grün reicht.
Die 17. Spielbahn, ein Par 3 mit knapp 180 Metern von hinten, ist eindeutig das "Signature Hole" des Earth Courses. Greg Norman hat hier seine eigene Version des gefürchteten Inselgrüns vom TPC Sawgrass in Florida geschaffen. Die Fahne muss präzise angepeilt werden, die Wahl des richtigen Eisens ist entscheidend. Auch der Wind spielt mit. Wer hier dann dennoch einen der vier Bunker trifft, kann sich glücklich schätzen, nicht im Wasser gelandet zu sein.
Auch beim Abschlussloch, einem langen Par 5, das 651 Yards, stolze 595 Meter, misst, muss der Ball übers Wasser – zumindest beim Herrenabschlag. Zudem durchkreuzt ein Wasserlauf in regelrechter Schlangenlinie die rechte Seite des Fairways. Sicherer ist es den Ball links zu halten, doch dort warten wiederum gefährliche Bunker. Alles in allem ein Loch für ein spannendes Finale.

