Neuer Rekordsieger: St. Leon-Rot zum 7. Mal in Folge Deutscher Herrenmeister

Alexis Szappanos holte den entscheidenden Punkt für Leon-Rot

18.07.2010 – Die Herren des GC St. Leon-Rot haben heute Geschichte geschrieben: sie haben den siebten Meistertitel in Folge als beste deutsche Mannschaft geholt. In einem an Spannung kaum zu überbietenden Finale siegten sie in der Neuauflage des Vorjahresfinales erneut über den GC Hubbelrath im Stechen. Ebenfalls im Stechen setzte sich der Aufsteiger G&LC Berlin-Wannsee gegen den GC Mannheim-Viernheim durch.

Zunächst sah alles nach einem deutlichen Erfolg für St. Leon-Rot aus. In den vier Vierern am Vormittag gaben sie lediglich einen halben Punkt an die Herren vom GC Hubbelrath ab. Drei der acht Einzelpartien am Nachmittag hätten zum Titelgewinn gewonnen werden müssen. Die Rheinländer sahen das aber anders. Zwar verbuchte St. Leon-Rot den ersten Punkt durch Alexander Matlari, danach folgten aber Siegesmeldungen in Folge für Hubbelrath von Maximilian Kieffer (4/3), Maximilan Mehles (2/1), Maximilian Rottluff (6/5) und Thomas Schneiders (2/1) – Gleichstand.

Nun vermeldete Allen John einen erneuten Punkt für den Titelverteidiger, die nachfolgende Partie wurde mit „all Square“ beendet, während Ferdinand Weber wieder für Hubbelrath ein „2auf“ verbuchte. Ein Stechen musste nun entscheiden, wer sich Deutscher Meister nennen darf.

Für Hubbelrath meldete Kapitän Roland Becker Philippo Okan, Maximilian Kieffer und Maximilian Rottluff. St. Leon-Rot stellte Allen John, Rodolfo Junge und Alexis Szappanos auf. John holte den ersten Punkt für den Titelverteidiger, während die folgende Partie ein zweites Extraloch gehen musste. Derweil waren die letzten beiden Kontrahenten ins Stechen gestartet. Alexis Szappanos war dabei der Erfolgreichere und somit der Match-Winner für St. Leon-Rot. Kurios: Szappanos hätte das Match schon vorher zugunsten von St. Leon-Rot beenden können - doch sein 1-Meter-Putt auf der 18 hüpfte über das Loch.

"Eigentlich bin ich unter Druck stark - das habe ich ja vorher und vor allem später beim Stechen bewiesen", sagte Szappanos. Doch in diesem Moment, in dem wir Geschichte schreiben konnten, haben mich die Nerven für einen Moment im Stich gelassen."

Nachdem Szappanos im Stechen eingelocht und den Sieg perfekt gemacht hatte, kannte der Jubel keine Grenzen mehr, und der Roter Kapitän und Trainer Frank Adamowicz wurde vor Freude auch umgehend im Teich neben dem ersten Loch gebadet. Nach der unglaublichen Aufholjagd, die die Spieler vom GC Hubbelrath geleistet hatten, verließen sie sichtlich enttäuscht den Faldo-Platz.

Aber auch das Spiel um den dritten Platz war nicht minder nervenaufreibend. Der GC Mannheim-Viernheim war auf dem besten Wege, seinen Erfolg von 2009 mit der Bronzemedaille zu wiederholen. 3 zu 1 stand es zur Mittagspause. Aber auch hier hatte der Gegner das gleiche Ziel. Die Herren des G&LC Berlin-Wannsee, die gerade erst in die erste Bundesliga aufgestiegen waren, wollten vor heimischem Publikum alles geben.

Zwei geteilte Partien und die Siege von Jonas Golz (1 auf), Timo Konieczka (4/3) und Jakob Ziegler (6/4) ließen Berlin wieder heran kommen. Jeremy Paul punktete dann wieder für Mannheim, die folgenden zwei Matches wurden geteilt. Das bedeutete Gleichstand und auch hier ein Stechen. Fast zeitgleich hatten die Berliner Damen ihren Sieg bejubelt und kamen direkt von Arnold-Palmer-Platz rüber gelaufen, um ihre Clubkollegen zu unterstützen.

Die Mannheimer benannten Paul, Fritschi und Koerner für den „Sudden Death“, für Berlin gingen Jakob Ziegler, Philipp Mejow und Timo Konieczka ins Rennen. Mejow beendete seinen direkten Vergleich erfolgreich am ersten Loch, während Ziegler/Paul ein weiteres Extraloch gehen mussten. Die dritte Partie war auch schon gestartet, als die Jubelrufe aus Richtung Konieczka den Sieg von Berlin verkündeten. Der Aufsteiger hat sich durchgesetzt und die zweite Medaille, nach Gold der Damen, an diesem Tag für den G&LC Berlin-Wannsee beschert.

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