Masson und Dogil siegen in Stuttgart
Maximilian Röhrig (Frankfurter GC), Lara Katzy (G&LC Berlin-Wannsee), Siegerin Caroline Masson (GC Hubbelrath), Sieger Tomek Dogil (Stuttgarter GC Solitude), Nina Holleder (G&LC Berlin-Wannsee) und Benedict Staben (Hamburger L&GC Hittfeld).
Caroline Masson vom GC Hubbelrath und Lokalmatador Tomek Dogil vom gastgebenden Stuttgarter Golfclub Solitude haben sich bei den Deutschen Meisterschaften der Damen und Herren vom 10. bis 13. September 2009 durchgesetzt. Bei traumhaftem Wetter erlebten Zuschauer und Aktive einen wunderbaren und bei den Herren auch spannenden Finaltag.
Sowohl Masson als auch Dogil legten einen Start-Ziel-Sieg aufs Grün. Masson sicherte sich den Titel vor Lara Katzy und Titelverteidigerin Nina Holleder (beide G&LC Berlin-Wannsee). Bei den Herren gingen Silber und Bronze an Maximilan Röhrig (Frankfurter GC) und Bendedict Staben (Hamburger L&GC Hittfeld).
In der Damenkonkurrenz lag Caroline Masson von der ersten bis zur letzten Runde an der Spitze des Teilnehmerfeldes. Zählspielrunden von 70, 72, 69 und 74 Schlägen bescherten ihr eine Gesamtergebnis von 285 (-3) und damit souverän ihre zweite Deutsche Meisterschaft nach 2006. „Für die vielen Zuschauer hätte ich mir gewünscht, dass es etwas spannender wird“, sagte sie bei der Siegerehrung lächelnd, „aber ich freue mich natürlich riesig über den Titel.“ Vor mehreren Hundert Zuschauern kündigte die 20-Jährige an, in diesem Herbst ins Profilager zu wechseln und die Qualifying School für die Ladies European Tour spielen.
Silber und Bronze gingen bei den Damen an Lara Katzy und Nina Holleder, beide vom G&LC Berlin-Wannsee. Katzy erlebte einen turbulenten Finaltag mit Höhen und Tiefen. Ihrem dritten Eagle des Turniers an Loch zwei stand ein Triplebogey an Loch 16 gegenüber. Mit einem Gesamtergebnis von 290 (+2) sicherte sie sich mit klarem Vorsprung Platz zwei vor ihrer Clubkameradin Nina Holleder. Die Titelverteidigerin beendete ihre vier Runden mit einem Gesamtergebnis von 297 Schlägen. Dabei gelang ihr ein Kunststück, mit dem sie sogar den Vizepräsidenten des Deutschen Golf Verbandes (DGV) Hans-Joachim Nothelfer beeindruckte. Am dritten Tag schlug sie einen Ball aus großer Entfernung direkt in die Golftasche der vor ihr spielenden Nicola Rössler (Düsseldorfer GC). „Sie müssen mir bei Gelegenheit noch einmal genau erklären, wie Sie das gemacht haben“, sagte Nothelfer bei der Siegerehrung lachend und fügte scherzhaft hinzu: „Vielleicht sollten wir künftig einen Sonderpreis für ein ,Hole-In-Bag’ ausloben.“
Solche Kunststücke gab es in der Herrenkonkurrenz zwar nicht zu bestaunen, doch dafür blieb der Kampf um die Medaillen bis zum letzten Loch spannend. Zur Freude des gastgebenden Stuttgarter Golf-clubs Solitude gingen gleich zwei Spieler aus dem Club mit Titelchancen in die finale 18-Loch-Runde am Sonntag. Der erst 16-jährige Jonas Robert Kugel, der vor zwei Wochen die Deutscher Jugendmeisterschaft gefeiert hatte, ging wie auch der spätere Sieger Tomek Dogil mit einem Zwischenergebnis von 211 (-5) als Führender auf die letzte Runde. Diese Konstellation führte dazu, dass sich eine riesige Zuschauergruppe von mehreren Hundert Zuschauern mit auf die Runde begab, der neben den Lokalmatadoren noch der zu diesem Zeitpunkt Drittplatzierte Maximilian Röhrig (Frankfurter GC) angehörte. Eine DGV-Mitarbeiterin staunte über die große Zuschauerresonanz: „So etwas habe ich in 18 Jahren Golfsport noch nicht erlebt.“
Während Dogil, der sich mit zahlreichen Trainingseinheiten auf die DM im eigenen Club vorbereitet hatte, auch am Finaltag eine Par-Runde spielte und seinen Vorsprung mit einem Gesamtscore von 283 (-5) vor dem stark aufspielenden Röhrig (gesamt 285, 69er Runde zum Abschluss) ins Ziel rettete, konnte der junge Jonas Kugel trotz der großartigen Unterstützung durch Freunde und Familie nicht ganz an seine Leistungen der ersten drei Turniertage anknüpfen. Eine 76er Runde zum Abschluss bedeutete das Abrutschen auf den undankbaren vierten Platz – doch die Anerkennung der Zuschauer war dem 16-Jährigen sicher.
Neben Röhrig, der sich über Silber freute, profitierte davon auch Bendedict Staben. Der Spieler des Hamburger L&GC Hittfeld schob sich dank einer 69er Runde am Finaltag noch an Kugel vorbei auf den dritten Platz und sicherte sich überraschend die Bronzemedaille. „Damit hätte ich heute Morgen nicht mehr gerechnet“, sagte Staben, der die Entscheidung auf der Runde mit wachsender Spannung am Livescoring-Monitor von Vodafone, BlackBerry & Loewe mitverfolgte.
Der neue Deutsche Meister Tomek Dogil bedankte sich bei den vielen Zuschauern aus seinem Heimatclub: „Ich kann es immer noch gar nicht richtig fassen. Es hat so viel Spaß gemacht, mit den Jungs hier zu spielen. Vielen Dank an die ganzen Leute, die hier mitgelaufen sind. Es war ein unbeschreibliches Gefühl!“
Der Preis für die beste Runde des Turniers, ein Gutschein von medicos Auf Schalke, dem offiziellen Gesundheits- und Fitness-Partner des DGV, ging an Sophia Popov (GC St. Leon-Rot), Caroline Masson und Laura-Alexandra Stempfle (GC Hamburg-Holm) für jeweils 69er Runden sowie an Allen John (GC St. Leon-Rot) für seine Runde von 67 Schlägen.
Im Rahmen der Siegerehrung dankte Solitude-Clubpräsident Prof. Dr. K. Peter Mailänder der Wettspielorganisation sowie der Spielleitung. DGV-Vizepräsident Hans-Joachim Nothelfer wiederum dankte den Stuttgartern für ihre „überwältigende Gastfreundschaft“ und stellte Otto Leibfritz, Präsident des Baden-Württembergischen Golfverbandes in Aussicht, in Zukunft gerne wieder eine Deutsche Meisterschaft „im Ländle“ auszurichten.
Videos von den Siegerreden und vom den Deutschen Meisterschaften finden Sie im Videocenter.



