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Wettspielvorbereitungen
Wettspiel-Vorbereitung - So klappt’s auch mit dem Wettspiel
- Seien Sie rechtzeitig (meistens reicht eine Stunde) vor Ihrer Startzeit auf dem Golfplatz und melden Sie sich bei der Spielleitung an.
- Kontrollieren Sie Ihre Scorekarte auf den richtigen Namen und das korrekte Handicap, bevor Sie die Karte Ihrem Zähler geben.
- Bereiten Sie sich und Ihr Bag vor. Denken Sie an
  • Bälle
  • Tees
  • Pitch-Gabel
  • Bleistift
  • Rundenverpflegung (ausreichend Getränke!)
  • Je nach Wetter auch Regenkleidung, Handtücher, zusätzliche Handschuhe
üben Sie ein paar Puts, Chips und lange Schläge. Die letzten Übungsschläge sollten Sie mit dem Schläger machen, den Sie für den ersten Abschlag benötigen.
Kontrollieren Sie, ob die auf der Scorekarte für Sie eingetragene Spielvorgabe richtig ist. Obwohl die Spielleitung dafür sorgt, dass Ihre Spielvorgabe auf Ihrer Karte steht, sind Sie als Spieler dafür verantwortlich, dass die Angabe auch richtig ist.

Während des Wettspiels:
- Seien Sie auf Ihren Schlag vorbereitet, sobald Sie an der Reihe sind. D.h. Sie sollten den Golfhandschuh schon angezogen haben und Ball, Tee und Schläger parat haben.
- Spielen Sie zügig und behalten Sie die Vordergruppe immer im Blick. Halten Sie nicht das Teilnehmerfeld durch langsames Spiel auf. Mehr als 4 bis 4,5 Stunden sollten Sie für die Runde nicht benötigen.
- Konzentrieren Sie sich in Ruhe auf jeden Golfschlag, aber gehen Sie zuwischen den Schlägen dafür zügig zu Ihrem Ball. Ein Übungsschwung sollte ausreichen.
- Behalten Sie Ihr Bag bzw. Ihren Trolley bei sich um unnötiges Hin- und Herlaufen zu vermeiden. Das spart Zeit und Kraft. Stellen Sie Bag bzw. Trolley vor dem Putten auf die Seite des Grüns, auf der der nächste Abschlag liegt.
- Vergleichen Sie das Ergebnis für jedes Loch auf dem Weg zum nächsten Abschlag mit Ihrem Zähler. So lassen sich spätere Meinungsverschiedenheiten vermeiden.

Nach dem Wettspiel:
- Vergleichen Sie die Zählkarte mit Ihrem Zähler
- Achten Sie darauf, dass die Schlagzahl von allen Löchern gut leserlich und unverwechselbar ist
- Unterschreiben Sie auf der von Ihnen ausgefüllten Karte als „Zähler“
- Vergessen Sie nicht, auch Ihre eigene Karte als „Spieler“ zu unterschreiben
- Geben Sie die Zählkarten unverzüglich bei der Spielleitung ab. Auch wenn nur ein Spieler der Spielergruppe alle Karten zusammen abgibt, ist doch jeder Spieler selber für seine Karte verantwortlich.
- Und übrigens: Auch wenn Sie nicht gerade Ihren besten Tag gehabt haben, ist es doch grob unsportlich, eine Zählkarte nicht einzureichen. Dies könnte mit Disziplinarmaßnahmen geahndet werden.


ANHANG I
Inhalt:
1. Spezifikation von Schlägern und Bällen
    a) Verzeichnis zugelassener Driver-Köpfe
    b) Verzeichnis zugelassener Golfbälle
    c) Ein-Ball-Regelung
2. Caddie (Anmerkung zu Regel 6-4)
3. Spieltempo (Anmerkung 2 zu Regel 6-7)
4. Aussetzung des Spiels wegen Gefahr (Anmerkung zu Regel 6-8b)
5. Üben
6. Belehrung bei Mannschaftswettspielen (Anmerkung zu Regel 8)
7. Neue Löcher (Anmerkung zu Regel 33-2b)
8. Beförderung
9. Dopingverbot
10. Entscheidung bei gleichen Ergebnissen
    a) Lochspiel
    b) Zählspiel
11. Auslosung bei Lochspielen / Allgemeine numerische Auslosung


TEIL C: WETTSPIELAUSSCHREIBUNG
Regel 33-1 schreibt vor: „Die Spielleitung muss die Bedingungen ausschreiben, unter denen ein Wettspiel gespielt wird.“ Diese Bedingungen sollten solche Regelungen, die nicht ihren Platz in den Golfregeln oder diesem Anhang haben, wie Art und Ort der Meldung, Teilnehmerberechtigung, Zahl der Spielrunden usw., beinhalten. Einzelheiten dieser Bedingungen sind den „Entscheidungen zu den Golfregeln“ zu Regel 33-1 und den DGV-Vorgaben- und Spielbestimmungen zu entnehmen.
Auf eine Anzahl möglicher Regelungen, die in die Bedingungen zu einem Wettspiel aufgenommen werden können, soll die Spielleitung jedoch besonders aufmerksam gemacht werden:


1. Spezifikation von Schlägern und Bällen
Die folgenden Bedingungen werden nur für Wettspiele mit versierten Spielern empfohlen:

a) Verzeichnis zugelassener Driver-Köpfe
Auf seiner Homepage (www.randa.org) veröffentlicht der R&A regelmäßig ein Verzeichnis der zugelassenen Driver-Köpfe, das die Schlägerköpfe von Drivern aufführt, die bewertet und mit den Golfregeln übereinstimmend befunden wurden. Wünscht die Spielleitung, dass Spieler mit Drivern spielen müssen, die einen durch Typ und Neigung der Schlagfläche (Loft) bezeichneten Schlägerkopf besitzen, der auf der Liste steht, so sollte die Liste verfügbar sein und folgende Wettspielbedingung in Kraft gesetzt werden:
"Jeglicher Driver, den ein Spieler mit sich führt, muss einen Schlägerkopf haben, der bezüglich Typ und Neigung der Schlagfläche (Loft) in dem vom R&A herausgegebenen Verzeichnis zugelassener Driver-Köpfe aufgeführt ist.

Ausnahme: Ein Driver, dessen Schlägerkopf vor 1999 hergestellt wurde, ist von dieser Wettspielbedingung befreit.

*STRAFE FÜR DAS MITFÜHREN EINES SCHLÄGERS UNTER VERSTOSS GEGEN DIESE WETTSPIELBEDINGUNG OHNE DIESEN ZU SPIELEN:
Lochspiel — Nach Beendigung des Lochs, an dem der Verstoß festgestellt wurde, ist der Stand des Lochspiels zu berichtigen; dabei wird für jedes Loch, bei dem ein Verstoß vorkam, ein Loch abgezogen, höchstens jedoch zwei Löcher pro Runde.
Zählspiel — Zwei Schläge für jedes Loch, bei dem ein Verstoß vorkam, höchstens jedoch vier Schläge pro Runde.
Zählspiel oder Lochspiel — Bei einem Verstoß zwischen zwei Löchern wirkt sich die Strafe für das nächste Loch aus.
Wettspiele gegen Par — siehe Anmerkung 1 zu Regel 32-1a.
Wettspiele nach Stableford — siehe Anmerkung 1 zu Regel 32-1b.


*) Jeder unter Verstoß gegen diese Wettspielbedingung mitgeführte Schläger muss, nachdem festgestellt wurde, dass ein Verstoß vorlag, unverzüglich vom Spieler gegenüber seinem Gegner im Lochspiel oder seinem Zähler oder einem Mitbewerber im Zählspiel für neutralisiert erklärt werden. Unterlässt der Spieler dies, so ist er disqualifiziert.

STRAFE FÜR DAS SPIELEN EINES SCHLAGS MIT EINEM SCHLÄGER UNTER VERSTOSS GEGEN WETTSPIELBEDINGUNG:
Disqualifikation."

b) Verzeichnis zugelassener Golfbälle
Auf seiner Homepage (www.randa.org) veröffentlicht der R&A regelmäßig ein Verzeichnis zugelassener Golfbälle, das Bälle auflistet, die geprüft und als mit den Golfregeln in Übereinstimmung stehend erklärt wurden. Wünscht die Spielleitung, dass Spieler mit einem Typ eines Golfballs dieser Liste spielen, sollte die Liste verfügbar sein und folgende Wettspielbedingung verwendet werden:
„Der Ball, den ein Spieler spielt, muss im aktuell gültigen Verzeichnis zugelassener Golfbälle des R&A aufgeführt sein.

STRAFE FÜR VERSTOSS GEGEN DIE WETTSPIELBEDINGUNG:
Disqualifikation.“


c) Ein-Ball-Regelung
Wird gefordert, dass Marken und Typen von Golfbällen während einer festgesetzten Runde nicht gewechselt werden dürfen, so wird folgende Bedingung empfohlen:

„Beschränkung des Gebrauchs von Bällen während der Runde: (Anmerkung zu Regel 5-1)
(I) „Ein-Ball-Regelung“
Während einer festgesetzten Runde müssen die Bälle, die ein Spieler spielt, nach Marke und Typ, wie im aktuell gültigen Verzeichnis zugelassener Golfbälle im Einzelnen bezeichnet, gleich sein.

Anmerkung: Wird ein Ball einer anderen Marke und/oder eines anderen Typs fallen gelassen oder hingelegt, so darf er straflos aufgehoben werden und der Spieler muss dann einen richtigen Ball fallen lassen oder hinlegen. (Regel 20-6)

STRAFE FÜR VERSTOSS GEGEN DIE WETTSPIELBEDINGUNG:
Lochspiel — Nach Beendigung des Lochs, an dem der Verstoß festgestellt wurde, muss der Stand des Lochspiels berichtigt werden; dabei wird für jedes Loch, bei dem ein Verstoß vorkam, ein Loch abgezogen, höchstens jedoch zwei Löcher pro Runde.
Zählspiel — Zwei Schläge für jedes Loch, bei dem ein Verstoß vorkam, höchstens jedoch vier Schläge pro Runde.

(II) Verfahren bei Feststellung eines Verstoßes
Stellt ein Spieler fest, dass er einen Ball unter Verstoß gegen diese Bedingung gespielt hat, so muss er diesen Ball vor dem Spielen vom nächsten Abschlag aufgeben und die Runde mit einem richtigen Ball zu Ende spielen; anderenfalls ist der Spieler disqualifiziert. Wird der Verstoß beim Spielen eines Lochs festgestellt und der Spieler entscheidet sich, vor Beendigung des Lochs einen richtigen Ball einzusetzen, so muss er einen richtigen Ball an der Stelle hinlegen, an der der unter Verstoß gegen die Bedingung gespielte Ball gelegen hatte.“


2. Caddie (Anmerkung zu Regel 6-4)
Regel 6-4 erlaubt dem Spieler die Benutzung eines Caddies, vorausgesetzt, er hat nur einen Caddie zu gleicher Zeit. Es mag jedoch Umstände geben, in denen es eine Spielleitung für nötig hält, Caddies nicht zuzulassen oder einen Spieler in seiner Auswahl des Caddies einzuschränken, z. B. Geschwister, Berufsgolfer, Elternteil, einen anderen Wettspielteilnehmer etc. In diesen Fällen wird der folgende Text empfohlen:
Benutzung eines Caddies untersagt:
„Ein Spieler darf während der festgesetzten Runde keinen Caddie haben.“

Einschränkung in der Wahl eines Caddies:
„Ein Spieler darf nicht/keinen ......... während der festgesetzten Runde als Caddie haben.“


STRAFE FÜR VERSTOSS GEGEN DIESE WETTSPIELBEDINGUNG
Lochspiel — Nach Beendigung des Lochs, an dem der Verstoß festgestellt wurde, muss der Stand des Lochspiels berichtigt werden; dabei wird für jedes Loch, bei dem ein Verstoß vorkam, ein Loch abgezogen, höchstens jedoch zwei Löcher pro Runde.
Zählspiel — Zwei Schläge für jedes Loch, bei dem ein Verstoß vorkam, höchstens jedoch vier Schläge pro Runde.
Lochspiel oder Zählspiel — Für den Fall eines Regelverstoßes zwischen dem Spiel von zwei Löchern gilt die Strafe für das nächste Loch.

Ein Spieler, der einen Caddie unter Verstoß gegen diese Wettspielbedingung hat, muss unverzüglich nach Erkennen eines Verstoßes sicherstellen, dass er für den Rest der festgesetzten Runde diese Wettspielbedingung einhält, anderenfalls ist er disqualifiziert.


3. Spieltempo (Anmerkung 2 zu Regel 6-7)
Zur Verhinderung langsamen Spiels darf die Spielleitung für das Spieltempo Richtlinien in Übereinstimmung mit Anmerkung 2 zu Regel 6-7 erlassen.


4. Aussetzung des Spiels wegen Gefahr
Anmerkung zu Regel 6-8 b)
Weil es auf Golfplätzen schon viele Todesfälle und Verletzungen durch Blitzschlag gab, sind alle Clubs und Sponsoren für Golfwettspiele aufgefordert, für den Schutz von Personen gegen Blitzschlag Sorge zu tragen. Die Aufmerksamkeit sei auf die Regeln 6-8 und 33-2d gelenkt. Beabsichtigt die Spielleitung, in Übereinstimmung mit der Anmerkung unter Regel 6-8b zu verfahren, so wird folgender Wortlaut empfohlen:
„Hat die Spielleitung das Spiel wegen Gefahr ausgesetzt, so dürfen Spieler, die sich in einem Lochspiel oder einer Spielergruppe zwischen dem Spielen von zwei Löchern befinden, das Spiel nicht wieder aufnehmen, bevor die Spielleitung eine Wiederaufnahme angeordnet hat. Befinden sie sich beim Spielen eines Lochs, so müssen sie das Spiel unverzüglich unterbrechen und dürfen es nicht wieder aufnehmen, bevor die Spielleitung eine Wiederaufnahme angeordnet hat. Versäumt ein Spieler, das Spiel unverzüglich zu unterbrechen, so ist er disqualifiziert, sofern nicht Umstände die Aufhebung der Strafe nach Regel 33-7 rechtfertigen. Das Signal für Aussetzung des Spiels wegen Gefahr ist ein langer Signalton einer Sirene.“
Die folgenden Signaltöne werden allgemein benutzt und es wird allen Wettspielleitungen empfohlen, sich dieser Praxis anzuschließen:
Unverzügliches Unterbrechen des Spiels:
Ein langer Signalton einer Sirene.
Unterbrechung des Spiels:
Wiederholt drei aufeinander folgende Signaltöne einer Sirene.
Wiederaufnahme des Spiels:
Wiederholt zwei kurze Signaltöne einer Sirene.


5. Üben
a) Allgemeines
Die Spielleitung darf Regelungen für das Üben in Übereinstimmung mit der Anmerkung zu Regel 7-1, Ausnahme (c) zu Regel 7-2, Anmerkung 2 zu Regel 7 und Regel 33-2c treffen.
b) Üben zwischen dem Spielen von Löchern
(Anmerkung 2 zu Regel 7)
Wünscht die Spielleitung, in Übereinstimmung mit Anmerkung 2 zu Regel 7-2 zu verfahren, so wird folgender Wortlaut vorgeschlagen:
„Zwischen dem Spielen von zwei Löchern darf ein Spieler auf oder nahe dem Grün des zuletzt gespielten Lochs keinen Übungsschlag spielen und darf die Oberfläche des Grüns des zuletzt gespielten Lochs nicht durch Rollen eines Balls prüfen.

STRAFE FÜR VERSTOSS GEGEN DIE WETTSPIELBEDINGUNG:
Lochspiel — Lochverlust des nächsten Lochs
Zählspiel — Zwei Schläge am nächsten Loch
Lochspiel oder Zählspiel — Für den Fall eines Verstoßes am letzten Loch der festgesetzten Runde zieht sich der Spieler die Strafe für dieses Loch zu.



6. Belehrung bei Mannschaftswettspielen (Anmerkung zu Regel 8)
Beabsichtigt die Spielleitung in Übereinstimmung mit der Anmerkung zu Regel 8 zu verfahren, so wird folgender Wortlaut empfohlen:

„In Übereinstimmung mit der Anmerkung zu Regel 8 der Golfregeln ist jeder einzelnen Mannschaft gestattet (zusätzlich zu den Personen, die nach dieser Regel um Belehrung gebeten werden dürfen) eine Person einzusetzen, die ihren Mannschaftsteilnehmern Belehrung erteilen darf. Die betreffende Person (ggf. Ausschluss bestimmter Personen einfügen) muss vor dem Erteilen von Belehrung der Spielleitung benannt werden.“


7. Neue Löcher (Anmerkung zu Regel 33-2b)
Die Spielleitung darf in Übereinstimmung mit der Anmerkung zu Regel 33-2b bestimmen, dass Löcher und Abschläge für ein Ein-Runden-Wettspiel, das an mehreren Tagen abgehalten wird, an jedem Tag an anderer Stelle gelegen sein dürfen.


8. Beförderung
Wird gewünscht, dass Spieler während eines Wettspiels zu Fuß gehen müssen, wird folgende Bedingung empfohlen:
„Spieler dürfen während der festgesetzten Runde nicht auf irgendeinem Beförderungsmittel mitfahren, außer es ist von der Spielleitung genehmigt worden.

STRAFE FÜR VERSTOSS GEGEN DIE WETTSPIELBEDINGUNG:
Lochspiel — Nach Beendigung des Lochs, an dem der Verstoß festgestellt wurde, muss der Stand des Lochspiels berichtigt werden; dabei wird für jedes Loch, bei dem ein Verstoß vorkam, ein Loch abgezogen, höchstens jedoch zwei Löcher pro Runde.
Zählspiel — Zwei Schläge für jedes Loch, bei dem ein Verstoß vorkam, höchstens jedoch vier Schläge pro Runde.
Loch- oder Zählspiel — Im Falle des Verstoßes zwischen dem Spielen von zwei Löchern wirkt sich die Strafe auf das nächste Loch aus. Die Benutzung irgendeines nicht erlaubten Beförderungsmittels muss unverzüglich nach Erkennen eines Verstoßes eingestellt werden. Anderen- falls ist der Spieler disqualifiziert.“


9. Dopingverbot
Die Spielleitung kann in der Ausschreibung verlangen, dass die Spieler Anti-Doping-Richtlinien einhalten.


10. Entscheidung bei gleichen Ergebnissen
Sowohl im Lochspiel wie auch im Zählspiel kann ein Gleichstand ein akzeptables Ergebnis sein. Ist es jedoch erwünscht, nur einen Sieger zu haben, so ermächtigt Regel 33-6 die Spielleitung festzulegen, wie und wann bei einem Gleichstand entschieden wird. Die Festlegung sollte vorab bekannt gemacht sein.
Der R&A empfiehlt:

Lochspiel
Endet ein Lochspiel gleich, so sollte es Loch für Loch weitergespielt werden, bis eine Partei ein Loch gewinnt. Das Stechen sollte an dem Loch beginnen, an dem auch das Lochspiel begann. Im Vorgabe-Lochspiel sollten die Vorgabeschläge wie in der festgesetzten Runde angerechnet werden.

Zählspiel
(a) Bei Gleichstand in einem Zählwettspiel ohne Vorgabe wird ein Stechen durch Spielfortsetzung empfohlen. Das Stechen kann, je nach Entscheidung der Wettspielleitung, über 18 oder eine geringer festgelegte Anzahl von Löchern ausgetragen werden. Ist dies nicht durchführbar oder besteht danach weiterhin ein Gleichstand, so wird eine lochweise Verlängerung bis zur Entscheidung mit besserem Ergebnis an einem Loch empfohlen.
(b) Bei Gleichstand in einem Zählwettspiel mit Vorgabe wird ein Stechen durch Spielfortsetzung mit Vorgabe empfohlen. Das Stechen kann, je nach Entscheidung der Spielleitung, über 18 oder eine geringere Anzahl von Löchern ausgetragen werden.

Es wird empfohlen, jedes derartige Stechen über mindestens drei Löcher spielen zu lassen.

In Wettspielen, in denen die Vorgabeverteilung ohne Bedeutung ist, wird, wenn das Stechen über weniger als 18 Löcher ausgetragen wird, der zu spielende Prozentsatz von 18 Löchern auf die Vorgaben der Spieler angewendet, um deren Vorgaben für das Stechen zu bestimmen. Anteilige Vorgaben, deren erste Stelle hinter dem Komma 0,5 oder größer ist, sollten aufgerundet, anderenfalls sollte abgerundet werden.

In Wettspielen, in denen die Vorgabenverteilung berücksichtigt werden muss, wie im Vierball-Zählspiel, oder Wettspielen gegen Par oder nach Stableford, sollten Vorgabenschläge entsprechend der für den Spieler gültigen Vorgabenverteilung, wie sie für das Wettspiel vergeben wurden, gewährt werden. (c) Ist ein Stechen durch Spielfortsetzung nicht durchführbar, so wird ein Vergleich der Zählkarten empfohlen. Die Art und Weise des Vergleichs der Zählkarten sollte im Voraus angekündigt werden und sollte auch vorsehen, was geschieht, wenn dieses Verfahren nicht zur Ermittlung eines Siegers führt. Eine annehmbare Methode des Zählkartenvergleichs ist, den Gewinner auf Grund der niedrigsten Schlagzahl für die letzten neun Löcher zu bestimmen. Haben die Spieler mit Gleichstand auch die gleiche Schlagzahl für die letzten neun Löcher, so sollte der Gewinner auf Grund der letzten sechs Löcher, der letzten drei Löcher und letztendlich des 18. Lochs bestimmt werden. Wird eine solche Methode in einem Wettspiel mit Start von mehreren Abschlägen angewendet, wird empfohlen, dass die „letzten neun Löcher, letzten sechs Löcher, usw.“ die Löcher 10-18, 13-18 usw. bezeichnen.

Werden in Wettspielen wie dem Einzel-Zählspiel, in denen die Vorgabenverteilung ohne Bedeutung ist, die Ergebnisse der letzten neun, letzten sechs, letzten drei Löcher herangezogen, sollte die Hälfte, ein Drittel, ein Sechstel usw. der Vorgaben von dem Ergebnis dieser Löcher abgezogen werden. Bezüglich der Anwendung von Bruchzahlen für solche Abzüge sollte die Spielleitung den Empfehlungen des Deutschen Golf Verbandes folgen (siehe Spiel- und Wettspielhandbuch). In Wettspielen, in denen die Vorgabenverteilung berücksichtigt werden muss, wie im Vierball-Zählspiel, oder Wettspielen gegen Par oder nach Stableford, sollten Vorgabenschläge entsprechend der für den Spieler gültigen Vorgabenverteilung, wie sie für das Wettspiel vergeben wurden, gewährt werden.


11. Auslosung bei Lochspielen
Obwohl die Auslosung bei Lochspielen völlig wahllos sein kann oder bestimmte Spieler in verschiedenen Vierteln oder Achteln eingeteilt sein können, wird doch die allgemeine numerische Auslosung empfohlen, wenn Platzierungen durch eine Qualifikationsrunde ermittelt wurden.


Allgemeine numerische Auslosung
Die Bestimmung des Platzes innerhalb der Aufstellung der Parteien muss im Fall gleicher Ergebnisse in der Qualifikationsrunde, mit Ausnahme des letzten zur Qualifikation berechtigenden Platzes, in der Reihenfolge des Eingangs gleicher Ergebnisse erfolgen, d. h., der Spieler, der sein Ergebnis zuerst einreicht, erhält die jeweils niedrigste verfügbare Nummer usw. Ist es nicht möglich, die Reihenfolge der Einreichung der Ergebnisse zu ermitteln, muss eine Auslosung erfolgen.