Kann ein Spieler sich auch für ein Versehen einen Strafschlag zuziehen?
Ja. Der Ausdruck „Strafschlag“ wird oft falsch verstanden. „Strafschläge“ zieht sich ein Spieler zu, wenn er sich gegenüber anderen Spielern einen Vorteil verschafft hat oder verschafft haben könnte. (Es spielt dabei keine Rolle, ob das bewusst oder unbewusst passiert ist.) Es sind also eher „Ausgleichsschläge“. Schließlich ist das Teilnehmerfeld in Zählspielen für die einzelnen Spieler unübersichtlich. Es kann dabei nie ausgeschlossen werden, dass ein anderer Spieler, der sich völlig regelkonform verhält, einen Nachteil dem Spieler gegenüber erleidet, der sich nicht so genau an die Regeln hält oder unbewusst die Regeln verletzt.
Bei dem Notieren von Strafschlägen darf daher keine großzügige Ausnahme gemacht werden. Auch der Hinweis „das war doch nicht mit Absicht“ erlässt leider nicht die Strafschläge, denn dass es sich um ein Versehen gehandelt hat, wird letztlich bei jedem Regelverstoß vorausgesetzt.
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Ist eine Disqualifikation nicht furchtbar peinlich?
Natürlich möchte niemand disqualifiziert werden, peinlich ist es jedoch nicht. Vom Anfänger bis zum Profi kann das jedem Spieler passieren. In den seltensten Fällen wird ein Spieler wegen einem vorsätzlichen und unentschuldbaren Vergehen disqualifiziert (dann ist es ihm hoffentlich doch peinlich!). Meistens führen harmlose Fehler und Missverständnisse dazu, dass das Ergebnis eines Spielers nicht gewertet werden kann.
So kommt es zum Beispiel immer wieder vor, dass ein Spieler im Zählspiel nicht zu Ende spielt und vor dem Einlochen den Ball aufnimmt. Manchmal vergessen Spieler auch einfach das Unterzeichnen ihrer Zählkarte.
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So kommt es zum Beispiel immer wieder vor, dass ein Spieler im Zählspiel nicht zu Ende spielt und vor dem Einlochen den Ball aufnimmt. Manchmal vergessen Spieler auch einfach das Unterzeichnen ihrer Zählkarte.
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Wer spielt beim Vierer mit Auswahldrive oder beim Chapman-Vierer den provisorischen Ball?
Diese beiden Vierer werden nicht in den Golfregeln beschrieben. Alle offenen Fragen sollten deshalb von der Spielleitung vorab geklärt werden, indem sie in der Ausschreibung genau beschrieben werden.
Folgende Überlegungen sind dabei zu empfehlen: Im Vierer nach Regel 29 wird der provisorische Ball vom Partner gespielt, da immer abwechselnd geschlagen werden muss. Da der Vierer mit Auswahldrive und der Chapman-Vierer Varianten des Vierers sind, sollte diese Spielreihenfolge auch hier gelten. Beim Vierer mit Auswahldrive stellt sich jedoch die Frage, ob überhaupt ein provisorischer Ball gespielt werden darf: Heißt es in der Beschreibung des Spiels „Nach dem ersten Schlag durch jeden Partner wird der bessere Ball ausgewählt“, so ist dies nach den Abschlägen zu tun. Würde jetzt ein provisorischer Ball gespielt, so hätten die Partner die Möglichkeit, diesen provisorischen Ball mit dem ersten Ball des anderen Partners zu vergleichen, der ggf. auch schlecht liegt. Es würde also nicht die Lage nach dem ersten Schlag mit dem einen Ball mit der Lage nach dem ersten Schlag mit dem anderen Ball verglichen, sondern der dritte Schlag mit dem ersten Schlag. Dies widerspricht der o. g. Formulierung, dass nach dem ersten Schlag ausgewählt werden muss.
Ein provisorischer Ball im Auswahldrive bedeutet also, dass die Partner sich auf diesen Ball (oder den ursprünglichen Ball, für den der provisorische Ball gespielt wurde) entschieden haben.
Gleiches gilt im Chapman-Vierer. Hier wird nach dem zweiten Schlag ausgewählt, aber mit dem provisorischen Ball ist bereits der dritte Schlag gemacht worden.
Es mag hierzu mangels einer Regel andere Meinungen geben, aber gerade deshalb sollte die Spielleitung festlegen, wie in einem solchen Spiel zu verfahren ist.
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Folgende Überlegungen sind dabei zu empfehlen: Im Vierer nach Regel 29 wird der provisorische Ball vom Partner gespielt, da immer abwechselnd geschlagen werden muss. Da der Vierer mit Auswahldrive und der Chapman-Vierer Varianten des Vierers sind, sollte diese Spielreihenfolge auch hier gelten. Beim Vierer mit Auswahldrive stellt sich jedoch die Frage, ob überhaupt ein provisorischer Ball gespielt werden darf: Heißt es in der Beschreibung des Spiels „Nach dem ersten Schlag durch jeden Partner wird der bessere Ball ausgewählt“, so ist dies nach den Abschlägen zu tun. Würde jetzt ein provisorischer Ball gespielt, so hätten die Partner die Möglichkeit, diesen provisorischen Ball mit dem ersten Ball des anderen Partners zu vergleichen, der ggf. auch schlecht liegt. Es würde also nicht die Lage nach dem ersten Schlag mit dem einen Ball mit der Lage nach dem ersten Schlag mit dem anderen Ball verglichen, sondern der dritte Schlag mit dem ersten Schlag. Dies widerspricht der o. g. Formulierung, dass nach dem ersten Schlag ausgewählt werden muss.
Ein provisorischer Ball im Auswahldrive bedeutet also, dass die Partner sich auf diesen Ball (oder den ursprünglichen Ball, für den der provisorische Ball gespielt wurde) entschieden haben.
Gleiches gilt im Chapman-Vierer. Hier wird nach dem zweiten Schlag ausgewählt, aber mit dem provisorischen Ball ist bereits der dritte Schlag gemacht worden.
Es mag hierzu mangels einer Regel andere Meinungen geben, aber gerade deshalb sollte die Spielleitung festlegen, wie in einem solchen Spiel zu verfahren ist.
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Wie werden die Bälle im Scramble gespielt?
Ein Scramble ist kein Spiel nach den Golfregeln, deshalb gibt es keine verbindliche Art und Weise, nach der man sich einheitlich richten kann. Folgende Fragen sollten in der Ausschreibung beantwortet werden:
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- Wer spielt zuerst, wenn ein Ball ausgewählt wurde? Muss es der Spieler sein, dessen Ball gewählt wurde?
- Werden die anderen Bälle, die von gleicher Stelle gespielt werden müssen, gelegt oder fallen gelassen. Erfolgt dies so nahe wie möglich der ursprünglichen Stelle oder innerhalb einer Schlägerlänge?
- Gibt es eine Mindestanzahl Abschläge, die jeder Spieler machen muss?
- Muss der Spieler aussetzen, dessen Ball gewählt wurde?
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Wie konserviere ich mein Handicap, wenn ich eine Zeit lang in keinem Golfclub Mitglied bin?
Die Antwort lautet ganz einfach: „Gar nicht“. Die Vorgaben der Spieler werden von den Golflcubs geführt. Ohne eine Mitgliedschaft mit Spielrecht in einem Golfclub hat ein Spieler kein Handicap (s. Ziffer 3.13 DGV Vorgabensystem).
Bei einer Pause von weniger als 12 Monaten ohne Mitgliedschaft wird bei Wiedererlangung einer Mitgliedschaft oder eines Spielrechts die Vorgabe in der alten Höhe reaktiviert. Dauert die Unterbrechung länger, muss ein Spieler drei Ergebnisse erspielen, aus denen der Vorgabenausschuss seines Heimatclubs ihm ein neues Handicap zuerkennt. Das alte Handicap wird hierbei als Gewichtungsfaktor berücksichtigt.
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Bei einer Pause von weniger als 12 Monaten ohne Mitgliedschaft wird bei Wiedererlangung einer Mitgliedschaft oder eines Spielrechts die Vorgabe in der alten Höhe reaktiviert. Dauert die Unterbrechung länger, muss ein Spieler drei Ergebnisse erspielen, aus denen der Vorgabenausschuss seines Heimatclubs ihm ein neues Handicap zuerkennt. Das alte Handicap wird hierbei als Gewichtungsfaktor berücksichtigt.
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Ist es richtig, dass bei Wintergrüns auf Grund der widrigen Platzbedingungen nur die Unterspielungen vorgabenwirksam gewertet werden?
Nein. Beim Spiel auf ein oder mehrere Wintergrüns wird das Course Rating des Platzes verändert. Unter derartigen Bedingungen ist eine Vorgabenwirksamkeit grundsätzlich nicht mehr gegeben, es sei denn, der Platz hätte für das Spiel auf diese Grüns vom DGV ein separates Rating erhalten.
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Wie kann es sein, dass ein Spieler, der in einem vorgabenwirksamen Wettspiel disqualifiziert wurde, dennoch seine Vorgabe verbessern kann?
Hier muss man zwischen Wettspielwertung – der Wettkampf um die Preise – und der Vorgabenfortschreibung unterscheiden.
Ein Golfer, der disqualifiziert wurde kann natürlich keine Preise gewinnen. Dennoch kann es sein, dass er ein ordnungsgemäßes Ergebnis erzielt hatte. Sollte seine Disqualifikation bspw. daraus erfolgen, dass er vergaß seine Zählkarte zu unterschreiben, so hat er dennoch ein sportlich einwandfreies Resultat eingebracht. Vorgaben sollen ein möglichst getreues Abbild der Spielmöglichkeiten eines Golfers geben. Warum also sollte man dieses ordentliche Ergebnis für seine Vorgabenverwaltung nicht anerkennen?
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Ein Golfer, der disqualifiziert wurde kann natürlich keine Preise gewinnen. Dennoch kann es sein, dass er ein ordnungsgemäßes Ergebnis erzielt hatte. Sollte seine Disqualifikation bspw. daraus erfolgen, dass er vergaß seine Zählkarte zu unterschreiben, so hat er dennoch ein sportlich einwandfreies Resultat eingebracht. Vorgaben sollen ein möglichst getreues Abbild der Spielmöglichkeiten eines Golfers geben. Warum also sollte man dieses ordentliche Ergebnis für seine Vorgabenverwaltung nicht anerkennen?
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