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3. Regeln - Regeln kompakt
Kurz und kompakt finden Sie hier die für die meisten Plätze und Spielsituationen wichtigsten Golfregeln:

Spiele den Ball, wie er liegt.
Spiele den Platz, wie Du ihn vorfindest.
Wenn Du keines von beiden tun kannst, verhalte Dich fair.
Aber um Dich fair zu verhalten, musst Du die Golfregeln kennen.


Nur wer nach den Regeln spielt, spielt Golf. (vgl. Regel 1-1)
Alle Regeln sind wichtig und Sie sollten alle Regeln kennen. Den Einstieg in das Regelwissen bekommen Sie hier mit den an häufigsten benötigten Regeln:


Bringen Sie Ihren Ball vom Abschlag aus ins Spiel. Der Abschlag wird vorn durch die vorderen äußeren Ecken von zwei Abschlagsmarkierungen begrenzt und erstreckt sich zwei Schlägerlängen nach hinten. In dem Bereich dürfen Sie Ihren Ball aufteen oder direkt vom Boden spielen. Der Ball muss dabei innerhalb der Abschlagsfläche gespielt werden. Sie selber dürfen für den Schlag jedoch auch außerhalb stehen. Falls Sie Ihren Ball vor dem Schlag versehentlich vom Tee stoßen, ist das straflos und Sie dürfen den Ball wieder auf das Tee legen.

Vor Ihrem ersten Schlag dürfen Sie die Abschlagsmarkierungen nicht bewegen. Nach Ihrem ersten Schlag (auch ein „Luftschlag“ zählt dazu!) ist der Ball im Spiel und Sie dürfen ihn nicht mehr berühren. Falls die Abschlagsmarkierungen nach einem verunglückten Schlag im Weg sein sollten, gelten sie jetzt, da der Ball schon im Spiel ist, als bewegliches Hemmnis. Ihren Ball dürfen Sie jetzt zwar nicht mehr berühren, aber Sie dürfen für Ihren nächsten Schlag die störende Abschlagsmarkierung entfernen (nach dem Schlag bitte wieder an dieselbe Position stecken!).


Ball identifizieren (vgl. Regel 12)
Jeder Spieler ist selber dafür verantwortlich, seinen eigenen Ball zu spielen. Er sollte daher individuell gekennzeichnet sein. Falls es zur Identifizierung des Balls notwendig ist, darf der Ball vorsichtig aufgenommen werden. Zuvor müssen Sie die Lage des Balls markieren und Ihre Mitspieler über Ihre Absicht informieren. Sollte der Ball stark verschmutzt sein, darf er nur soweit gereinigt werden, wie es unbedingt notwendig ist, um ihn identifizieren zu können. Danach muss der Ball in dieselbe Position zurückgelegt werden


Ball spielen wie er liegt (vgl. Regel 13)
Spielen Sie den Ball wie er liegt, d.h. unternehmen Sie nichts, um die Lage des Balls, Ihre Standposition, den Raum für den Schwung oder die Spiellinie zu verbessern. Es ist daher nicht erlaubt, den Schläger hinter dem Ball fest aufzudrücken bzw. das Entfernen oder Niederdrücken von Erdreich oder Rasenstücken oder irgendetwas Angewachsenes oder Befestigtes abzubrechen, umzubiegen oder sonst wie zu bewegen. Es ist außerdem nicht erlaubt Bodenunebenheiten zu schaffen oder einzuebnen oder Tau, Reif oder Wasser zu entfernen. Sie dürfen jedoch den Schläger zum Ansprechen leicht (mit dem Eigengewicht) hinter dem Ball aufsetzen (nur im Wasserhindernis und Bunker ist das nicht erlaubt). Wenn etwas Angewachsenes dadurch verbogen wird, dass Sie ehrlich bemüht sind, Ihren Stand mit so wenig Veränderungen des Schwungraums wie möglich zu beziehen, dann ist das straflos. Anders ist das, wenn beim Standbeziehen absichtlich etwas Angewachsenes zur Seite gedrückt wird, oder wenn der Stand auf eine Art und Weise bezogen wird, die mehr Äste o.ä. bewegt, als es nötig ist. Dann würden Sie sich zwei Strafschläge zuziehen.

Um Standposition zu beziehen, dürfen Sie die Füße fest aufsetzen. Den Sand, Boden oder das Gras zu dem Zweck absichtlich platt zu treten oder sich im Extremfall sogar auf ein Handtuch o.ä. zu stellen, heißt nach den Golfregeln „Standposition herstellen“ und ist nicht erlaubt.


Der Schlag nach dem Ball (vgl. Regel 14)
Der Ball muss ehrlich mit dem Schlägerkopf geschlagen und darf nicht gestoßen, gekratzt oder gelöffelt werden.


Falscher Ball (vgl. Regel 15)
Der Spieler muss genau den Ball einlochen, den er vom Abschlag ins Spiel gebracht hat. Ausnahmen gelten nur, wenn der Ersatz des Balls durch die Regeln gestattet wird.


Das Grün (vgl. Regel 16)
Auf dem Grün dürfen Sie lose hinderliche Naturstoffe aus Ihrer Puttlinie entfernen und zu dem Zweck auch die Puttlinie berühren. Balleinschlaglöcher in Ihrer Puttlinie und andere auf dem Grün dürfen Sie vor dem Putten ausbessern, alle anderen Beschädigungen wie z. B. Spikeabdrücke dürfen jedoch erst nach dem Einlochen repariert werden.

Auf dem Grün dürfen Sie die Lage Ihres Balls jederzeit markieren und den Ball aufnehmen und reinigen. Es ist jedoch nicht erlaubt, die Oberfläche durch Rollen, Aufrauen oder Kratzen des Grüns zu prüfen.


Vergewissern Sie sich vor Ihrem Putt, dass der Flaggenstock entfernt wurde oder bedient wird. Berührt Ihr auf dem Grün gespielter Ball den Flaggenstock, ziehen Sie sich zwei Strafschläge zu. Wenn der Ball vom Vorgrün oder von außerhalb des Grüns gespielt worden ist, bleibt das Berühren des nicht bedienten oder nicht entfernten Flaggenstocks straflos.


Ball in Ruhe bewegt (vgl. Regel 18)
Wenn Sie versehentlich verursachen, dass sich Ihr Ball bewegt oder ihn aufnehmen, ohne dass dies nach einer Regel erlaubt ist, so ziehen Sie sich einen Strafschlag zu. Der Ball muss in die ursprüngliche Lage zurückgelegt werden. Ist Ihr zur Ruhe gekommener Ball durch irgendjemand anderes oder durch einen anderen Ball bewegt worden, so legen Sie ihn an seine ursprüngliche Stelle zurück. Für Sie ist das straflos.


Ball in Bewegung abgelenkt oder aufgehalten (vgl. Regel 19)
Wenn Sie Ihren eigenen Ball in Bewegung ablenken oder aufhalten, z. B. wenn Sie sich nach dem Schlag selbst mit dem Ball treffen, ziehen Sie sich einen Strafschlag zu (im Lochspiel Lochverlust) und der Ball muss gespielt werden wie er liegt. Wird Ihr Ball durch irgendjemand anderes abgelenkt oder aufgehalten, so spielen Sie ihn straflos weiter, wie er liegt. Zu dieser Regel gibt es nur zwei Ausnahmen: 1. Falls Ihr Gegner im Lochspiel Ihren Ball abgelenkt oder aufgehalten hat, haben Sie die Wahl, den Schlag zu wiederholen. 2. Falls Ihr auf dem Grün geputteter Ball im Zählspiel abgelenkt wird, muss der Ball erneut von der ursprünglichen Stelle gespielt werden.

Wird ein von Ihnen geschlagener Ball durch einen anderen in Ruhe befindlichen Ball abgelenkt oder aufgehalten, so ist dies straflos und der Ball muss gespielt werden wie er liegt, ausgenommen Ihr Ball ist in einem Zählspiel auf dem Grün gespielt worden und hat einen dort liegenden Ball getroffen, dann ziehen Sie sich als Spieler zwei Strafschläge zu.


Aufnehmen, Fallenlassen und Hinlegen des Balls (vgl. Regel 20)
Aufnehmen Wenn Sie Ihren Ball aufnehmen wollen (z. B. auf dem Grün), müssen Sie zunächst die Lage kennzeichnen um den Ball an dieselbe Stelle zurücklegen zu können. Soll der Ball an einer anderen Stelle fallen gelassen werden, z. B. innerhalb von zwei Schlägerlängen, so ist es zwar nicht zwingend erforderlich, die Lage zuvor zu markieren, ist jedoch trotzdem empfehlenswert, um anschließende Diskussionen zu vermeiden.

Fallenlassen (Droppen) Zum Droppen des Balls müssen Sie aufrecht stehen und den Ball in Schulterhöhe mit ausgestrecktem Arm fallen lassen. Es ist nicht erlaubt, dem Ball beim Fallenlassen einen Drall in eine bestimmte Richtung zu geben. Sie dürfen jedoch durchaus genau hinsehen, wo Sie den Ball droppen wollen und auch versuchen, eine günstige Lage zu erreichen. Aber beachten Sie, dass der Ball nicht geworfen sondern wirklich nur fallen gelassen werden darf.

Erneut fallen lassen Trifft der fallen gelassene Ball Sie selbst, Ihren Partner oder Ihre Ausrüstung, müssen Sie den Ball straflos erneut droppen. Ein erneutes Droppen ist auch nötig, wenn der Ball wie folgt rollt:
  • in ein Hindernis hinein,
  • aus einem Hindernis heraus,
  • auf ein Grün,
  • ins Aus
  • in eine Lage, in der erneut Behinderung durch den selben Umstand gegeben ist, von dem gerade straflose Erleichterung in Anspruch genommen worden ist (z. B. von einem unbeweglichen Hemmnis),
  • weiter als zwei Schlägerlängen von der Stelle, an der er fallengelassen wurde
  • näher zum Loch als ursprüngliche Lage oder nächstgelegenem Punkt der Erleichterung oder der Kreuzungsstelle des Balls mit der Grenze zum Wasserhindernis,

Hinlegen Rollt der erneut fallen gelassene Ball wieder in eine der o.g. Lagen, so wird der Ball in diesem Fall nicht noch einmal gedroppt, sondern er muss an die Stelle gelegt werden, an der er beim erneuten Fallenlassen den Boden zuerst berührt hat.


Ball unterstützt oder behindert Spiel (vgl. Regel 22)
Sie dürfen Ihren Ball jederzeit markieren und aufnehmen, wenn Sie der Ansicht sind, er könnte einen anderen Spieler unterstützen. Der Ball darf dabei jedoch nicht gereinigt werden. Sie können auch verlangen, dass der Ball eines Mitbewerbers aufgenommen wird, von dem Sie glauben, dass er das Spiel eines weiteren Mitbewerbers unterstützt. Sind Sie der Ansicht, ein anderer Ball behindert Ihr Spiel, dürfen Sie diesen jederzeit aufnehmen lassen.


Sie dürfen einen losen hinderlichen Naturstoff bewegen, sofern sich Ihr Ball und der lose hinderliche Naturstoff nicht in einem Hindernis befinden. Bewegt sich der Ball weil Sie einen losen hinderlichen Naturstoff berühren, so ziehen Sie sich einen Strafschlag zu (ausgenommen Ihr Ball war auf dem Grün) und der Ball muss an die ursprüngliche Stelle zurückgelegt werden.


Bewegliche Hemmnisse Bewegliche Hemmnisse, z. B. Harken, Blechdosen etc. dürfen überall auf dem Platz straflos bewegt werden. Wenn Ihr Ball dabei bewegt wird, so ist das straflos und der Ball muss an die ursprüngliche Stelle zurückgelegt werden.

Unbewegliche Hemmnisse Lesen Sie die Platzregeln zu den unbeweglichen Hemmnissen auf dem Platz um Besonderheiten in der Definition zu erfahren. Straflose Erleichterung erhalten Sie in der Regel, wenn außerhalb von einem Wasserhindernis ein unbewegliches Hemmnis (z. B. eine Schutzhütte oder ein befestigter Weg) Ihren Stand, Schwung oder die Lage des Balls behindert. Dann dürfen Sie straflos innerhalb von einer Schlägerlänge vom nächstgelegenen Punkt der Erleichterung und nicht näher zum Loch als dieser Punkt Ihren Ball fallen lassen. Keine Erleichterung bekommen Sie, wenn das unbewegliche Hemmnis lediglich die Flugbahn (Spiellinie) Ihres Balls behindert.


Ist Ihr Ball in einer Lage, in der Behinderung durch einen ungewöhnlich beschaffenen Boden (zeitweiliges Wasser, Boden in Ausbesserung oder Loch, Aufgeworfenes oder Laufweg eines Erdgänge grabenden Tiers usw.) besteht, so dürfen Sie innerhalb einer Schlägerlänge vom nächstgelegenen Punkt der Erleichterung, aber nicht näher zum Loch als dieser Punkt, einen Ball fallen lassen. Erleichterung von einer Behinderung durch einen ungewöhnlich beschaffenen Boden auf der Spiellinie gibt es nicht, ausgenommen auf dem Grün (also in der Puttlinie), wenn sich sowohl Ball als auch ungewöhnlich beschaffener Boden auf dem Grün befinden.


Lesen Sie die Platzregeln um festzustellen, ob die Grenzen der Wasserhindernisse anders gekennzeichnet werden als durch gelbe bzw. rote Pfähle oder Linien, wie z. B. durch Mauern. Teilweise sind z. B. begrenzende Mauern Teil des Wasserhindernisses.

Wenn der Ball im Wasserhindernis liegt, haben Sie folgende Möglichkeiten:
  • Entweder 1. Spielen Sie den Ball wie er liegt. Beachten Sie dabei, dass Sie beim Ansprechen des Balls im Wasserhindernis mit dem Schläger weder den Boden noch das Wasser berühren dürfen. Setzen Sie den Schläger daher nicht auf.
  • Oder 2. Spielen Sie den Ball erneut von der Stelle, von der Sie Ihren Ball ins Wasserhindernis geschlagen haben. (26-1 a)
  • Oder 3. Droppen Sie den Ball mit einem Strafschlag irgendwo auf der verlängerten Linie „Loch – Kreuzungspunkt des Balls mit dem Wasserhindernis“, nicht näher zum Loch (26-1b).

Im seitlichen Wasserhindernis (rot gekennzeichnet) können Sie zusätzlich zu den oben genannten Möglichkeiten und ebenfalls mit einem Strafschlag einen Ball innerhalb von zwei Schlägerlängen entweder vom Kreuzungspunkt, an dem der Ball zuletzt die Wasserhindernisgrenze überquert hat, oder von einem Punkt auf der gegenüberliegenden Seite gleichweit vom Loch entfernt fallen lassen.


Wenn Ihr Ball außerhalb eines Wasserhindernisses verloren ging oder im Aus ist, müssen Sie einen anderen Ball mit einem Strafschlag von derjenigen Stelle spielen, von der Sie den letzten Schlag gespielt hatten. Sie dürfen fünf Minuten nach einem Ball suchen. Wird er in der Zeit nicht gefunden und identifiziert, so gilt er als verloren.


Wenn Sie nach einem Schlag glauben, dass Ihr Ball außerhalb eines Wasserhindernisses verloren oder im Aus ist, sollten Sie einen provisorischen Ball spielen. Diesen müssen Sie vorher Ihren Mitspielern gegenüber ankündigen und Sie müssen ihn spielen, bevor Sie nach Ihrem ursprünglichen Ball suchen. Falls der ursprüngliche Ball wirklich verloren oder im Aus ist, müssen Sie das Spiel mit dem provisorischen Ball fortsetzen und sich dafür einen Strafschlag hinzurechnen. Sollten Sie Ihren ursprünglichen Ball jedoch zuvor wieder finden, so bleibt er Ihr Ball im Spiel und Sie müssen den provisorischen Ball aufgeben (und dürfen ihn aufheben).


Ball unspielbar (vgl. Regel 28)
Sie sind jederzeit und überall außer im Wasserhindernis berechtigt, Ihren Ball für unspielbar zu erklären. Die Entscheidung, ob Ihr Ball unspielbar ist, liegt dabei nur bei Ihnen selbst. Sie haben dann das Recht, mit einem Strafschlag von folgenden Stellen weiterzuspielen:
  • Entweder
    a) so nah wie möglich von der Stelle, von der der ursprüngliche Ball zuletzt gespielt worden war
  • Oder
    b) einen Ball droppen, an einer beliebigen Stelle auf der Verlängerung der Linie „Loch-Ball“, hinter der Stelle an der der Ball gelegen hat
  • Oder
    c) einen Ball nicht näher zum Loch innerhalb zweier Schlägerlängen von der Stelle, an der er lag droppen