Rules4you
Rules4you Regeln
Rules4you Etikette
Rules4you Handicap
Rules4you Spielformen
Rules4you Amateurstatut
Rules4you Für Kids
Entscheidungen zu den Golfregeln 2016-2017
< vorheriger Regelabschnitt nächster Regelabschnitt >
Offizieller Regeltext Erläuterung  
7-2 Während der Runde
Ein Spieler darf beim Spielen eines Lochs keinen Übungsschlag machen.

Zwischen dem Spielen von zwei Löchern darf ein Spieler keinen Übungsschlag machen, außer er übt Putten oder Chippen auf oder nahe

(a) dem Grün des zuletzt gespielten Lochs,
(b) jedem Übungsgrün oder
(c) dem Abschlag des nächsten in der Runde zu spielenden Lochs,

sofern ein Übungsschlag nicht aus einem Hindernis gemacht wird und das Spiel nicht unangemessen verzögert wird (Regel 6-7).

Schläge zur Fortsetzung des Spiels an einem Loch, dessen Ergebnis bereits entschieden ist, sind keine Übungsschläge.

Diese Regel dient der Spielbeschleunigung und soll verhindern, dass andere Spieler aufgehalten werden. Sind also bereits nachfolgende Spieler in Reichweite, so kann auch ein wiederholtes oder intensives „Nachputten" als Spielverzögerung angesehen werden, denn die nachfolgenden Spieler werden aufgehalten, obwohl das Ergebnis schon feststeht.

Ausnahme: Wurde das Spiel von der Spielleitung ausgesetzt, darf der Spieler vor Wiederaufnahme des Spiels üben

(a) wie in dieser Regel vorgesehen,
(b) überall außerhalb des Wettspielplatzes und
(c) anderweitig je nach Genehmigung der Spielleitung.

STRAFE FÜR VERSTOSS GEGEN REGEL 7-2:
Lochspiel – Lochverlust;
Zählspiel – Zwei Schläge
Wird der Verstoß zwischen dem Spielen von zwei Löchern begangen, gilt die Strafe für das nächste Loch.
   
Anmerkung 1: Ein Übungsschwung ist kein Übungsschlag und darf überall ausgeführt werden, sofern der Spieler dadurch keine Regel verletzt.






Anm.1: Daraus ergibt sich, dass auch im Bunker oder im Wasserhindernis Übungsschwünge (umgangssprachlich fälschlich „Probeschlag") zulässig sind, wenn dabei der Boden und / oder das Wasser nicht berührt wird. Eine umgangssprachliche Verkürzung dieses Sachverhalts hat leider zu der verbreiteten falschen Meinung geführt „im Hindernis darf man keinen Übungsschwung machen", ohne dabei die Voraussetzungen hierfür zu hinterfragen.
Unabhängig von der Zulässigkeit eines Übungsschwungs gilt natürlich die Golfetikette, die aufruft, jegliche Beschädigung des Platzes durch Übungsschwünge zu vermeiden.

Anmerkung 2: Die Spielleitung darf in den Wettspielbedingungen
(Regel 33-1)

a) das Üben auf oder nahe dem Grün des zuletzt gespielten Lochs und

b) das Rollen eines Balls auf dem Grün des zuletzt gespielten Lochs

untersagen.
Anm.2: Diese Regelung ist in Verbandswettspielen des DGV in Kraft und auch in vielen Golfclubs verbreitet. Sie vermeidet die Diskussion darüber, ob ein erlaubtes Üben nach Regel 7-2 ggf. eine Spielverzögerung darstellt.