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Entscheidungen zu den Golfregeln 2012-2015
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Offizieller Regeltext Erläuterung  
5-3 Ball spielunbrauchbar
Ein Ball ist spielunbrauchbar, wenn er sichtbar eingekerbt, zerschlagen oder verformt ist. Ein Ball ist nicht lediglich deswegen spielunbrauchbar, weil Schmutz oder andere Stoffe daran haften, weil er verschrammt oder zerkratzt oder weil die Farbe beschädigt oder fleckig ist.

Hat ein Spieler Grund zu der Annahme, dass sein Ball beim Spielen des zu spielenden Lochs spielunbrauchbar wurde, darf er ihn straflos aufnehmen, um entscheiden zu können, ob er spielunbrauchbar ist.

Vor dem Aufnehmen des Balls muss der Spieler die Absicht dazu seinem Gegner im Lochspiel bzw. seinem Zähler oder einem Mitbewerber im Zählspiel ankündigen und die Lage des Balls kennzeichnen. Sodann darf er den Ball aufnehmen und überprüfen, vorausgesetzt, er gibt dem Gegner, Zähler oder Mitbewerber Gelegenheit, den Ball zu prüfen sowie das Aufnehmen und Zurücklegen
zu beobachten. Der Ball darf nicht gereinigt werden, wenn er nach Regel 5-3 aufgenommen wurde.
Golfbälle sind so haltbar, dass es selten zu Schäden kommt, die sie „spielunbrauchbar" im Sinne der Regeln machen. Kerben oder Risse sind bei höherwertigen Bällen und normalen Temperaturen fast ausgeschlossen.
Kommt ein Ball an eine scharfe Kante, kann es zu Abschürfungen kommen, bei denen Material der äußeren Schale absteht. Das kann dann mehr als ein Kratzer sein und den Ball in Einzelfällen als „spielunbrauchbar" gelten lassen. Auch eine Mähmaschine, die über den Ball fährt, kann diesen spielunbrauchbar machen.

Merke: Die Feststellung, ob ein Ball spielunbrauchbar ist, erfolgt durch den Spieler. Sollte der Zähler dieser Feststellung nicht zustimmen wollen, hat der Spieler die Wahl, entweder das Loch mit dem Ball zu beenden oder den Ball auszutauschen und den angeblich unbrauchbaren Ball nach der Runde der Spielleitung zur Entscheidung vorzulegen. Ist die Spielleitung nicht der gleichen Ansicht wie der Spieler, so zieht sich dieser zwei Strafschläge zu.
Der Spieler könnte den neuen Ball nach Regel 3-3 als Regelball spielen, um diesen möglichen Verstoß zu vermeiden.
Versäumt der Spieler, dieses Verfahren ganz oder teilweise einzuhalten, oder nimmt er den Ball in der unbegründeten Annahme
auf, dass er während des Spiels an dem gespielten Loch spielunbrauchbar geworden sei, zieht er sich einen Strafschlag zu.

Ist entschieden, dass der Ball beim Spielen des zu spielenden Lochs spielunbrauchbar wurde, darf der Spieler einen Ball neu einsetzen und ihn an der Stelle hinlegen, an der der ursprüngliche Ball gelegen hatte. Anderenfalls muss der ursprüngliche Ball zurückgelegt werden. Setzt ein Spieler unzulässig einen Ball neu ein und macht einen Schlag nach dem nicht regelgerecht neu eingesetzten Ball, zieht er sich die Grundstrafe für einen Verstoß gegen Regel 5-3 zu, jedoch keine weitere Strafe nach dieser Regel oder Regel 15-2.

Springt ein Ball als Folge eines Schlags in Stücke, ist der Schlag
zu annullieren, und der Spieler muss straflos einen Ball so nahe
wie möglich der Stelle spielen, an der der ursprüngliche Ball gespielt
worden war (siehe Regel 20-5).

*STRAFE FÜR VERSTOSS GEGEN REGEL 5-3:
Lochspiel – Lochverlust; Zählspiel – Zwei Schläge.

* Zieht sich ein Spieler die Grundstrafe für Verstoß gegen Regel 5-3 zu, so kommt keine zusätzliche Strafe nach dieser Regel hinzu.
 
Anmerkung 1: Will der Gegner, Zähleroder Mitbewerber einen Anspruch auf spielunbrauchbaren Ball bestreiten, so muss das geschehen, bevor der Spieler einen anderen Ball spielt.

Anmerkung 2: Wurde die ursprüngliche Lage eines Balls, der hingelegt oder zurückgelegt werden soll, verändert, siehe Regel 20-3b.

(Reinigen eines vom Grün oder nach einer anderen Regel aufgenommenen Balls – siehe Regel 21.)