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Entscheidungen zu den Golfregeln 2012-2015
Entscheidungen zu den Golfregeln 2012-2015
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Offizieller Regeltext Erläuterung  
33-2 Der Platz
a) Festlegung der Platz- und anderen Grenzen
Die Spielleitung muss genau bezeichnen
(I) den Platz und das Aus;
(II) die Grenzen von Wasserhindernissen und seitlichen Wasserhindernissen;
(III) Boden in Ausbesserung;
(IV) Hemmnisse und Bestandteile des Platzes.

b) Neue Löcher
Neue Löcher sollten an dem Tage, an dem ein Zählwettspiel beginnt, und im Übrigen nach Ermessen der Spielleitung gesetzt werden, wobei sicherzustellen ist, dass alle Bewerber in einer bestimmten Runde alle Löcher an gleicher Stelle spielen.

Ausnahme: Ist es unmöglich, ein beschädigtes Loch so wieder herzustellen, dass es der Erklärung „Loch“ entspricht, so darf die Spielleitung in naher, gleichartiger Lage, ein neues Loch setzen lassen.

Anmerkung: Geht ein und dieselbe Runde über mehr als einen Tag, so darf die Spielleitung in der Ausschreibung (Regel 33-1) bestimmen, dass Löcher und Abschläge an jedem Tag des Wettspiels anders gelegen sein dürfen, sofern sich für alle Bewerber am jeweiligen Tag sämtliche Löcher und Abschläge an gleicher Stelle befinden.

Die Spielleitung eines Wettspiels ist für die ordnungsgemäße Platzkennzeichnung verantwortlich, auch wenn diese Arbeit in den meisten Golfclubs vom Greenkeeper erledigt wird. Einzelheiten dazu finden sich im Spiel- und Wettspielhandbuch in Kapitel 5.

Merke: Entweder über Platzregeln oder insbesondere mit einer klaren und regelgerechten Platzkennzeichnung muss dafür gesorgt werden, dass alle Spieler auf dem Platz in einem identischen Fall z. B. zur gleichen Entscheidung über den Verlauf eines Wasserhindernisses, einer Ausgrenze oder von Boden in Ausbesserung kommen.

Die Regeln definieren nur die Farben der Pfähle in den Erklärungen „Wasserhindernis" und „seitliches Wasserhindernis" (gelb und rot). „Aus" und „Boden in Ausbesserung" wird zwar allgemein mit weißen bzw. blauen Pfählen bezeichnet, aber diese farbliche Kennzeichnung muss ausdrücklich in den Platzregeln aufgeführt werden.

c) Übungsfläche
Wo eine Übungsfläche außerhalb der Fläche eines Wettspielplatzes nicht zur Verfügung steht, sollte die Spielleitung, wenn durchführbar, die Fläche bestimmen, auf der Spieler an jedem Tag eines Wettspiels üben dürfen. Normalerweise sollte die Spielleitung an keinem Tag eines Zählwettspiels das Spielen auf einem bzw. auf ein Grün oder aus einem Hindernis des Wettspielplatzes gestatten.
 
d) Platz unbespielbar
Sind die Spielleitung oder deren Befugte der Auffassung, dass der Platz aus irgendeinem Grund unbespielbar oder nach den Umständen ordnungsgemäßes Spielen unmöglich ist, so darf sie im Lochspiel oder Zählspiel eine zeitlich begrenzte Spielaussetzung anordnen oder im Zählspiel das Spiel für nichtig erklären und die Schlagzahlen der betreffenden Runde annullieren. Wird eine Runde annulliert, so sind auch sämtliche Strafen dieser Runde annulliert.

(Verfahren bei Spielunterbrechung und Wiederaufnahme des Spiels – siehe Regel 6-8.)
Eine Runde sollte erst abgebrochen oder annulliert werden, nachdem feststeht, dass es nicht mehr möglich sein wird, in einem vernünftigen Zeitrahmen das Wettspiel fortzusetzen und zu beenden. Gibt es in einem Wettspiel mehrere Wertungsklassen, so kann natürlich für jede Klasse eine Siegerehrung vorgenommen werden, deren Spieler insgesamt bereits vor dem Abbruch ihre Runde beendet haben.