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Entscheidungen zu den Golfregeln 2012-2015
Entscheidungen zu den Golfregeln 2012-2015
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Offizieller Regeltext Erläuterung  
26-2 Ball im Wasserhindernis gespielt
a) Ball kommt in demselben oder einem anderen Wasserhindernis zur Ruhe
Kommt ein innerhalb eines Wasserhindernisses gespielter Ball nach einem Schlag in demselben oder einem anderen Wasserhindernis zur Ruhe, darf der Spieler

(I) mit einem Strafschlag einen Ball so nahe wie möglich von der Stelle spielen, von der der letzte Schlag außerhalb des Wasserhindernisses gespielt wurde (siehe Regel 20-5), oder

(II) nach Regel 26-1a, 26-1b oder, sofern anwendbar, 26-1c verfahren, wobei er sich einen Strafschlag nach dieser Regel zuzieht. Um Regel 26-1b oder 26-1c anwenden zu können, gilt die Stelle als Bezugspunkt, an der der ursprüngliche Ball zuletzt die Grenze des Hindernisses überquert hatte, in dem er liegt.

Anmerkung: Verfährt der Spieler nach Regel 26-1a, indem er einen Ball so nahe wie möglich an der Stelle fallen lässt, an der er den ursprünglichen Ball zuletzt im Hindernis gespielt hat, aber entscheidet sich, den fallen gelassenen Ball nicht zu spielen, dann darf er nach o. g. Ziffer (I), nach Regel 26-1b oder, sofern anwendbar, nach Regel 26-1c vorgehen.
Verfährt er so, zieht er sich insgesamt zwei Strafschläge zu: die Strafe von einem Schlag für das Vorgehen nach Regel 26-1a und eine zusätzliche Strafe von einem Schlag für das weitere Vorgehen nach o. g. Ziffer (I), Regel 26-1b oder Regel 26-1c.
Die Regel teilt sich in zwei Bereiche auf: Der im Wasserhindernis gespielte Ball wird nach dem Schlag (ggf. ersetzt durch einen neuen Ball) entweder

a) im Wasserhindernis fallen gelassen oder
b) außerhalb des Wasserhindernisses fallen gelassen.

In beiden Fällen ist ein Strafschlag damit verbunden. Wird der Ball im Wasserhindernis fallengelassen, so kann der Spieler danach entscheiden, ob er den fallen gelassenen Ball überhaupt dort spielen möchte oder (im Fall einer schlechten Lage nach dem Fallenlassen) mit einem weiteren Strafschlag nun aus dem Wasserhindernis hinausgeht.

Hat der Spieler den im Wasserhindernis gespielten Ball zunächst im Wasserhindernis fallen gelassen, so benötigt er einen weiteren Strafschlag, falls er den Ball dort nicht nochmals spielen möchte. Entscheidet er sich gleich, den im Wasserhindernis gespielten Ball außerhalb fallen zu lassen, so zieht er sich nur einen Strafschlag zu, verzichtet aber auch von vorneherein auf die Option, den Ball nun im Wasserhindernis in einer vielleicht gut spielbaren Lage fallen zu lassen.
   
b) Ball außerhalb des Hindernisses verloren oder unspielbar oder Ball im Aus
Ist ein innerhalb eines Wasserhindernisses gespielter Ball außerhalb des Hindernisses verloren oder wird für unspielbar gehalten oder ist er im Aus, darf der Spieler, nachdem er die Strafe von einem Schlag nach Regel 27-1 oder 28a auf sich genommen hat, einen Ball so nahe wie möglich der Stelle in dem Hindernis spielen, an der der ursprüngliche Ball zuletzt gespielt wurde (siehe Regel 20-5).

Entscheidet sich der Spieler, nicht von dieser Stelle zu spielen, darf er:
(I) einen zusätzlichen Strafschlag (ergibt insgesamt zwei Strafschläge) hinzurechnen und einen Ball so nahe wie möglich von der Stelle spielen, an der der letzte Schlag außerhalb eines Wasserhindernisses gemacht wurde (siehe Regel 20-5); oder

(II) nach Regel 26-1b oder, sofern anwendbar, Regel 26-1c verfahren, wobei er den dort vorgeschriebenen Strafschlag (ergibt insgesamt zwei Strafschläge) hinzurechnen und als Bezugspunkt den Kreuzungspunkt nehmen muss, an dem der ursprüngliche Ball
zuletzt die Grenze des Hindernisses gekreuzt hatte, bevor er im Hindernis zur Ruhe kam.
Hier kann der Spieler wie in Regel 26-2a vorgehen, obwohl der Ball das Wasserhindernis verlassen hat.
Der Spieler hat dann folgende Möglichkeiten:

(I) mit einem Strafschlag einen Ball an der Stelle des letzten Schlags droppen, also im Wasserhindernis.
(II) Mit einem Strafschlag zurück zur Stelle des letzten Schlags (im Wasserhindernis) und dann mit einem weiteren Strafschlag außerhalb des Wasserhindernisses droppen. Bezugspunkt dafür ist der Kreuzungspunkt, über den der vorherige Ball ins Wasserhindernis geschlagen worden war. Der Ball darf dann entsprechend den Regeln 26-1b oder 26-1c (siehe dort) fallen gelassen werden.
(III) Wie bei (II), gedroppt werden darf dann an der Stelle des letzten Schlags außerhalb des Wasserhindernisses. Auch in diesem Fall zieht der Spieler sich insgesamt zwei Strafschläge zu.
Anmerkung 1: Verfährt der Spieler nach Regel 26-2b, ist er nicht verpflichtet, einen Ball nach Regel 27-1 oder 28a fallen zu lassen. Lässt er einen Ball fallen, ist er nicht verpflichtet, diesen zu spielen. Er darf wahlweise nach o. g. Ziffer (I) oder (II) verfahren.
Verfährt er so, zieht er sich insgesamt zwei Strafschläge zu: die Strafe von einem Schlag für die Anwendung von Regel 27-1 oder 28a und eine zusätzliche Strafe von einem Schlag für das weitere Vorgehen nach o. g. Ziffer (I) oder (II).

Anmerkung 2: Wird ein von innerhalb eines Wasserhindernisses gespielter Ball außerhalb des Hindernisses für unspielbar gehalten, hindert Regel 26-2b den Spieler nicht, nach Regel 28b oder c zu verfahren.

STRAFE FÜR REGELVERSTOSS:
Lochspiel – Lochverlust;
Zählspiel – Zwei Schläge
Anm. 1: Dies entspricht der Erleichterung in einem Schritt wie auch in 26-2a(II) oder (III).