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Entscheidungen zu den Golfregeln 2016-2017
Entscheidungen zu den Golfregeln 2016-2017
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Offizieller Regeltext Erläuterung  
24-3 Ball im Hemmnis nicht gefunden
Es ist eine Frage der Umstände, ob ein in Richtung auf ein Hemmnis geschlagener, nicht gefundener Ball, tatsächlich in dem Hemmnis ist. Um diese Regel anwenden zu können, muss es bekannt oder so gut wie sicher sein, dass der Ball in dem Hemmnis ist. Fehlt es an dieser Kenntnis oder Gewissheit, muss der Spieler nach Regel 27-1 verfahren.

a) Ball in beweglichem Hemmnis nicht gefunden
Ist es bekannt oder so gut wie sicher, dass ein Ball, der nicht gefunden wurde, in einem beweglichen Hemmnis ist, darf der Spieler einen anderen Ball einsetzen und straflose Erleichterung nach dieser Regel in Anspruch nehmen. Wenn er so verfahren möchte, muss er das Hemmnis entfernen und einen Ball so nahe wie möglich der Stelle unmittelbar unter dem Punkt, an dem der Ball zuletzt die äußerste Begrenzung des beweglichen Hemmnisses gekreuzt hat – jedoch nicht näher zum Loch –, im Gelände oder im Hindernis fallen lassen oder auf dem Grün hinlegen.

Merke: Ob der nicht gefundene Ball tatsächlich in einem Hemmnis ist, muss bekannt oder so gut wie sicher sein, und nicht nur gewünscht oder angenommen. Kann der Ball also auch an anderer Stelle verloren sein, ist die Tatsache, dass der Ball außerhalb nicht gefunden wurde, in den allermeisten Fällen kein Beweis dafür, dass er demnach im Hemmnis liegt.

Der Zustand der Fläche um das Hemmnis herum und ggf. Aussagen von anderen Personen, die sich in der Nähe aufgehalten haben, ist hier ausschlaggebend dafür, ob die Regel 24-3 anwendbar ist.
 
b) Ball in unbeweglichem Hemmnis nicht gefunden
Ist es bekannt oder so gut wie sicher, dass ein Ball, der nicht gefunden wurde, in einem unbeweglichen Hemmnis ist, darf der Spieler Erleichterung nach dieser Regel in Anspruch nehmen. Wenn er so verfahren möchte, muss die Stelle, an der der Ball zuletzt die äußerste Begrenzung des Hemmnisses gekreuzt hat, festgestellt werden, und, um diese Regel anwenden zu können, gilt der Ball als an dieser Stelle liegend. Der Spieler muss dann wie folgt verfahren:

(I) Im Gelände: Hat der Ball zuletzt die äußerste Begrenzung des unbeweglichen Hemmnisses an einer Stelle im Gelände gekreuzt, darf der Spieler straflos einen anderen Ball einsetzen und die in Regel 24-2b (I) vorgeschriebene Erleichterung in Anspruch nehmen.

(II) In einem Bunker: Hat der Ball zuletzt die äußerste Begrenzung des unbeweglichen Hemmnisses an einer Stelle in einem Bunker gekreuzt, darf der Spieler straflos einen anderen Ball einsetzen und die in Regel 24-2b (II) vorgeschriebene Erleichterung in Anspruch nehmen.
Das Erleichterungsverfahren ist ähnlich dem Verfahren in der Regel 24-2 (Unbewegliches Hemmnis), aber als Bezugspunkt kann hier nicht die Lage des Balls gelten (sonst wäre er ja nicht verloren), sondern die nächste andere bekannte Stelle, nämlich der Punkt, an dem der Ball in das Hemmnis hineingeflogen oder -gerollt ist.
(III) In einem Wasserhindernis (einschließlich einem seitlichen Wasserhindernis): Hat der Ball zuletzt die äußerste Begrenzung des unbeweglichen Hemmnisses an einer Stelle in einem Wasserhindernis gekreuzt, darf der Spieler straflose Erleichterung nicht in Anspruch nehmen, er muss nach Regel 26-1 verfahren.
   
(IV) Auf dem Grün: Hat der Ball zuletzt die äußerste Begrenzung des unbeweglichen Hemmnisses an einer Stelle auf dem Grün gekreuzt, darf der Spieler straflos einen anderen Ball einsetzen und die in Regel 24-2b (III) vorgeschriebene Erleichterung in Anspruch nehmen.

STRAFE FÜR REGELVERSTOSS:
Lochspiel – Lochverlust; Zählspiel – Zwei Schläge