Rules4you
Rules4you Regeln
Rules4you Etikette
Rules4you Handicap
Rules4you Spielformen
Rules4you Amateurstatut
Rules4you Für Kids
Entscheidungen zu den Golfregeln 2016-2017
Entscheidungen zu den Golfregeln 2016-2017
< vorheriger Regelabschnitt nächster Regelabschnitt >
Offizieller Regeltext Erläuterung  
20 AUFNEHMEN, FALLENLASSEN UND HINLEGEN; SPIELEN VON FALSCHEM ORT
20-1 Aufnehmen und Kennzeichnen
Ein Ball, der nach den Regeln aufzunehmen ist, darf vom Spieler, seinem Partner oder einer vom Spieler ermächtigten anderen Person aufgenommen werden. Für irgendeinen Regelverstoß ist dabei in jedem dieser Fälle der Spieler verantwortlich.



Merke: Entgegen einer weit verbreiteten irrigen Meinung ist es also nicht nur der Spieler, der seinen Ball aufnehmen darf, jedoch trägt dieser immer die Verantwortung für regelkonformes Vorgehen dabei (Lage kennzeichnen, Spiellinie nicht verbessern usw.).

Dieser Satz gibt gleichzeitig die Antwort darauf, ob beim „Besserlegen" die Lage des Balls gekennzeichnet werden muss: Nein, es sei denn, die Platzregel würde es verlangen. Beim Besserlegen wird der Ball nicht zurückgelegt (an die alte Stelle) sondern an eine andere Stelle hingelegt.
Ist der aufzunehmende Ball anschließend nach einer Regel zurückzulegen, muss seine Lage vorher gekennzeichnet werden. Wurde sie nicht gekennzeichnet, zieht sich der Spieler eine Strafe von einem Schlag zu, und der Ball muss zurückgelegt werden. Wird er nicht zurückgelegt, zieht sich der Spieler die Grundstrafe für Verstoß gegen diese Regel, jedoch keine zusätzliche Strafe nach Regel 20-1 zu.

Wird ein Ball oder ein Ballmarker beim Aufnehmen des Balls nach einer Regel oder beim Kennzeichnen seiner Lage versehentlich bewegt, muss der Ball bzw. der Ballmarker zurückgelegt werden. Dies ist straflos, sofern das Bewegen von Ball oder Ballmarker unmittelbar auf die eigentliche Handlung von Kennzeichnen der Lage oder Aufnehmen des Balls zurückzuführen ist. Anderenfalls zieht sich der Spieler einen Strafschlag nach dieser Regel oder Regel 18-2 zu.
Der Ballmarker hat hier den gleichen Status wie der Ball und ist deshalb mit der gleichen Vorsicht zu behandeln. Das Kennzeichnen der Lage des Balls ist jedoch eine Handlung, bei der der Spieler unmittelbar mit dem Ball bzw. Ballmarker zu tun hat, was es wahrscheinlich macht, dass er auch einmal den Ball dabei berührt oder bewegt. Um das Kennzeichnen der Lage nicht unnötig zu erschweren, ist das Bewegen des Balls oder des Ballmarkers dabei straflos.

Merke: Die „eigentliche Handlung" im Sinne des Regeltextes ist das unmittelbare Hinlegen des Markers oder des Balls. Fällt dagegen einem Spieler vor oder nach dieser eigentlichen Handlung der Putter oder der Ballmarker aus der Hand und trifft dabei den Ball, der sich daraufhin bewegt, so fällt dieser „Unfall" nicht unter die straflose Ausnahme.
 
Ausnahme: Zieht sich ein Spieler Strafe zu, weil er nicht in Übereinstimmung mit Regel 5-3 oder 12-2 verfahren ist, kommt keine weitere Strafe nach Regel 20-1 hinzu.

Anmerkung: Die Lage eines aufzunehmenden Balls sollte dadurch gekennzeichnet werden, dass ein Ballmarker, eine kleine Münze oder ein ähnlicher Gegenstand unmittelbar hinter den Ball gelegt wird. Behindert der Ballmarker Spiel, Standposition oder Schlag eines anderen Spielers, sollte er um eine oder mehrere Schlägerkopflängen nach einer Seite verlegt werden.
Hebt ein Spieler also seinen Ball zum Identifizieren auf, ohne vorher die Lage gekennzeichnet zu haben, so fällt nur ein Strafschlag für den Verstoß gegen Regel 12 (Ball suchen und identifizieren) an und kein weiterer, obwohl seine Handlung auch in Regel 20-1 mit einer Strafe belegt wird.

zu Anmerkung: Ein Tee sollte auf dem Grün nicht zur Kennzeichnung der Lage des Balls verwendet werden, wenn das Tee dabei in der Puttlinie des Mitbewerbers oder Gegners steckt. Unabhängig davon ist es kein Verstoß, die Lage des Balls mit einem Tee zu kennzeichnen, oder das Tee dabei in das Grün zu stecken.