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Entscheidungen zu den Golfregeln 2012-2015
Entscheidungen zu den Golfregeln 2012-2015
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Offizieller Regeltext Erläuterung  
2-5 Zweifel oder Streit über Spielweise; Beanstandungen
Entstehen im Lochspiel zwischen den Spielern Zweifel oder Streit, kann ein Spieler eine Beanstandung erheben. Ist kein befugter Vertreter der Spielleitung binnen angemessener Frist erreichbar, müssen die Spieler das Lochspiel ohne Verzögerung fortsetzen.

Eine Beanstandung wird von der Spielleitung nur berücksichtigt, wenn diese rechtzeitig erhoben wurde und der beanstandende Spieler dabei seinem Gegner mitgeteilt hatte,

(I) dass er eine Beanstandung erhebt oder dass er eine Regelentscheidung verlangt, und

(II) auf welche Tatsachen sich die Beanstandung oder Regelentscheidung stützt.
Da ein Lochspiel ein unmittelbarer Vergleich von nur zwei Spielern oder Parteien ist und nach Regel 6-1 jeder Spieler selbst dafür verantwortlich ist, die Regeln zu kennen, darf ein Spieler über den Regelverstoß seines Gegners hinwegsehen.

Merke: Im Zählspiel ist der Zähler verpflichtet, jeden Regelverstoß beim Aufschreiben der Ergebnisse und vor dem Einreichen der Zählkarte bei der Spielleitung zu berücksichtigen.
Die Beanstandung gilt als rechtzeitig erhoben, wenn nach Feststellen von Umständen, die Anlass für eine Beanstandung sind, der Spieler seine Beanstandung erhebt,

(I) bevor irgendein an dem Lochspiel beteiligter Spieler am nächsten Abschlag abschlägt, oder,

(II) sofern es sich um das letzte Loch des Lochspiels handelt, bevor alle an dem Lochspiel beteiligten Spieler das Grün verlassen, oder

(III) die Umstände, die Anlass für die Beanstandung sind, festgestellt wurden, nachdem alle Spieler des Lochspiels das Grün des letzten Loches verlassen haben und bevor das Ergebnis des Lochspiels offiziell bekanntgegeben wurde.

Eine Beanstandung, die sich auf ein bereits gespieltes Loch des Lochspiels bezieht, darf von der Spielleitung nur berücksichtigt werden, wenn sie auf Tatsachen beruht, die dem beanstandenden Spieler zuvor unbekannt waren, und ihm von einem Gegner eine falsche Auskunft (Regeln 6-2a oder 9) erteilt wurde. Eine solche Beanstandung muss rechtzeitig erfolgen.

Nach offizieller Bekanntgabe des Ergebnisses darf eine Beanstandung durch die Spielleitung nicht berücksichtigt werden, es
sein denn, sie ist davon überzeugt, dass

(I) die Beanstandung auf Tatsachen beruht, die dem beanstandenden Spieler bis zum Zeitpunkt der offiziellen Bekanntgabe des Ergebnisses nicht bekannt waren,

(II) dem beanstandenden Spieler von einem Gegner falsche Auskunft gegeben wurde, und

(III) der Gegner wusste, dass er falsche Auskunft gab.

Eine solche Beanstandung muss ohne zeitliche Einschränkung berücksichtigt werden.

Anmerkung 1: Ein Spieler darf über einen Regelverstoß seines Gegners hinwegsehen, sofern es keine Übereinkunft der Parteien gibt, eine Regel nicht anzuwenden (Regel 1-3).

Anmerkung 2: Im Lochspiel darf ein Spieler, der im Zweifel ist, welches seine Rechte sind oder wie er zu verfahren hat, das Loch nicht mit zwei Bällen beenden.
Man kann nun keine Reklamationen „sammeln", sondern muss eine Beanstandung erheben, bevor am nächsten Loch abgeschlagen wird. Dies soll dazu führen, dass jeder Spieler sich jederzeit über den Stand des Lochspiels im Klaren ist.
Ist eine strittige Situation nicht zu klären, so muss der Spieler verfahren, wie er es für richtig hält und den Fall anschließend von der Spielleitung entscheiden lassen. Es kann dann z. B. sein, dass einer der Spieler meint, der Stand des Lochspiel sei „square", während der andere unter dem Gedanken spielt, er läge „1 auf".