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Entscheidungen zu den Golfregeln 2016-2017
Entscheidungen zu den Golfregeln 2016-2017
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Offizieller Regeltext Erläuterung  
19 BALL IN BEWEGUNG ABGELENKT ODER AUFGEHALTEN
19-1 Durch Nicht zum Spiel Gehöriges
Wird eines Spielers Ball in Bewegung zufällig durch etwas Nicht zum Spiel Gehöriges abgelenkt oder aufgehalten, gilt dies als Spielzufall, ist straflos, und der Ball muss gespielt werden, wie er liegt, ausgenommen:

Im Gegensatz zur Regel 18 (Ball in Ruhe bewegt) handelt es sich hier um einen Ball, der sich noch bewegt (rollt oder fliegt), während er abgelenkt wird (z. B. ein Ball, der bei einem Schlag aus dem Wald die Golftasche eines Mitspielers trifft). Es ist also gar nicht möglich, ihn an eine bestimmte Stelle zurückzulegen, da er noch gar nicht zur Ruhe gekommen war.

 
a) Kommt eines Spielers Ball in Bewegung nach einem anderswo als auf dem Grün gespielten Schlag in oder auf Nicht zum Spiel Gehörigem zur Ruhe, das sich bewegt oder lebt, muss der Ball so nahe wie möglich dem Punkt unmittelbar unterhalb der Stelle, an der er in oder auf dem Nicht zum Spiel Gehörigen zur Ruhe kam, jedoch nicht näher zum Loch, im Gelände oder in einem Hindernis fallen gelassen, auf dem Grün hingelegt werden. a) Beispiele: Der Ball kommt in einem fremden Golfcart oder Platzfahrzeug zur Ruhe, das sich in Fahrt befindet. Dies sollte bei Einhaltung der Etikette kaum jemals vorkommen. Ein Zuschauer nimmt einen am Fairwayrand ausrollenden Ball auf und läuft mit ihm weg. Der Bezugspunkt zur Spielfortsetzung ist hier die Stelle des Platzes unter dem Eintrittspunkt des Balls in das Nicht zum Spiel Gehörige (das Rough unter dem Boden des Golfcarts, der Waldrand, an dem der Zuschauer den Ball aufgehalten hatte).  
b) Wird eines Spielers Ball in Bewegung nach einem auf dem Grün gespielten Schlag durch Nicht zum Spiel Gehöriges abgelenkt oder aufgehalten, das sich bewegt oder lebt, ausgenommen ein Wurm, Insekt oder Ähnliches, oder kommt darin oder darauf zur Ruhe, ist der Schlag annulliert. Der Ball muss zurückgelegt und erneut gespielt werden. Ist der Ball nicht sogleich wiederzuerlangen, darf er durch einen
anderen Ball ersetzt werden.

Ausnahme: Trifft der Ball die Person, die den Flaggenstock bedient oder hochhält, oder irgendetwas, was von ihr getragen wird – siehe Regel 17-3b.

Ausnahme: Trifft der Ball die Person, die den Flaggenstock bedient oder hochhält oder irgendetwas, was von ihr getragen wird – siehe Regel 17-3b.
b) Dies wird nur durch einen sehr schlechten Schlag oder einen unwahrscheinlich dummen Zufall geschehen (Beispiel: Ein Mitspieler läuft unachtsam durch die Puttlinie des Spielers und wird von dem rollenden Ball getroffen).
Würmer oder Insekten z. B. können in so großer Anzahl auf Grüns vorkommen, dass sie von dieser Regel ausgenommen sind. Es wäre zu bestimmten Jahreszeiten oder Witterungsbedingungen sonst nahezu jeder Putt davon betroffen.


 
Anmerkung: Wurde ein Ball eines Spielers in Bewegung absichtlich durch Nicht zum Spiel Gehöriges abgelenkt oder aufgehalten:

a) nach einem anderswo als auf dem Grün gespielten Schlag, muss die Stelle geschätzt werden, an der der Ball zur Ruhe gekommen wäre. Ist diese Stelle:

(I) im Gelände oder in einem Hindernis, muss der Ball so nahe wie möglich dieser Stelle fallen gelassen werden;

(II) im Aus, muss der Spieler nach Regel 27-1 verfahren; oder

(III) auf dem Grün, muss der Ball auf diese Stelle hingelegt werden.

b) nach einem Schlag auf dem Grün, ist der Schlag annulliert. Der Ball muss zurückgelegt und erneut gespielt werden.

Ist das Nicht zum Spiel Gehörige ein Mitbewerber oder dessen Caddie, gilt Regel 1-2 für den Mitbewerber.

(Ball des Spielers durch anderen Ball abgelenkt oder aufgehalten – siehe Regel 19-5.)

Hier ist zu beachten: Es gibt hier evtl. zwei Regelfälle, einen in Bezug auf den Spieler, dessen Ball betroffen ist und der nach Regel 19-1, 19-3 oder 19-4 entschieden wird, und einen weiteren, wenn die Person, die den Ball (vorsätzlich oder versehentlich?) ablenkt hat, ein Mitbewerber, Gegner oder ein Caddie von diesen ist.
Regel 33-7 (Strafen der Disqualifikation, Ermessen der Spielleitung) kann dann im Extremfall bei einer böswilligen Einflussnahme auf den Ball eines Mitbewerbers oder Gegners angewandt werden.