Rules4you
Rules4you Regeln
Rules4you Etikette
Rules4you Handicap
Rules4you Spielformen
Rules4you Amateurstatut
Rules4you Für Kids
Entscheidungen zu den Golfregeln 2016-2017
Entscheidungen zu den Golfregeln 2016-2017
< vorheriger Regelabschnitt nächster Regelabschnitt >
Offizieller Regeltext Erläuterung  
15-3 Falscher Ball
a) Lochspiel
Macht ein Spieler einen Schlag nach einem falschen Ball, verliert er das Loch.

Gehört der falsche Ball einem anderen Spieler, muss sein Besitzer einen Ball an der Stelle hinlegen, von der der falsche Ball zum
ersten Mal gespielt worden war.

Verwechseln der Spieler und der Gegner Bälle beim Spielen eines Lochs, erleidet Lochverlust, wer zuerst einen Schlag nach einem falschen Ball gemacht hat; ist dies nicht aufzuklären, muss das Loch mit den verwechselten Bällen zu Ende gespielt werden.

Ausnahme: Es ist straflos, wenn ein Spieler einen Schlag nach einem falschen Ball macht, der sich im Wasser in einem Wasserhindernis bewegt. Alle Schläge, die nach einem sich im Wasser in einem Wasserhindernis bewegenden falschen Ball gemacht werden, zählen nicht zur Schlagzahl des Spielers.

Der Spieler muss seinen Fehler beheben, indem er den richtigen Ball spielt oder nach den Regeln verfährt.

(Hinlegen und Zurücklegen – siehe Regel 20-3)

Ein neu eingesetzter Ball (Regel 15-2) ist ein Ball, den der Spieler selbst aktiv ins Spiel bringt, meist, indem er ihn an die Stelle legt, an der eigentlich der ursprüngliche Ball hingelegt werden sollte.
Ein falscher Ball (Regel 15-3) ist ein Ball, der ohne Bezug zum Spiel des Spielers auf dem Platz liegt und nur versehentlich für den eigenen Ball gehalten wird.

b) Zählspiel
Macht ein Bewerber einen Schlag oder Schläge nach einem falschen Ball, zieht er sich die Strafe von zwei Schlägen zu.

Der Bewerber muss seinen Fehler durch Spielen des richtigen Balls beheben oder nach den Regeln verfahren. Behebt er seinen Fehler nicht, bevor er einen Schlag auf dem nächsten Abschlag macht, bzw. versäumt er, sofern es sich um das letzte Loch der Runde handelt, die Absicht zur Behebung seines Fehlers anzukündigen, bevor er das Grün verlässt, ist er disqualifiziert.

Schläge eines Bewerbers mit einem falschen Ball werden nicht zu seiner Schlagzahl hinzugerechnet. Gehört der falsche Ball einem anderen Bewerber, muss sein Besitzer einen Ball an der Stelle hinlegen, an der der falsche Ball zum ersten Mal gespielt worden war.
Da hier der Vorteil für den Spieler nicht messbar (aber ggf. groß) ist, sind nicht nur zwei Strafschläge die Folge, sondern auch die Forderung, anschließend den richtigen Ball zu spielen. Erfolgt dies nicht, ist der Spieler disqualifiziert. Dies kann einerseits aus der Strafe nach Regel 15-3 begründet werden, es passt aber von der Logik her auch zu Regel 3-2 (nicht eingelocht), die verlangt dass der Ball eingelocht wird (also gerade „der Ball" und nicht „irgendein Ball").



 
Ausnahme: Es ist straflos, wenn ein Bewerber einen Schlag nach einem falschen Ball macht, der sich im Wasser in einem Wasserhindernis bewegt. Alle Schläge, die nach einem sich im Wasser in einem Wasserhindernis bewegenden falschen Ball gemacht werden, zählen nicht zur Schlagzahl des Bewerbers.

(Hinlegen und Zurücklegen – siehe Regel 20-3)
Auch im Hindernis ist das Spielen eines in Ruhe befindlichen falschen Balls mit Strafe belegt. Man darf aber im Wasser eines Wasserhindernisses auch einen sich bewegenden Ball spielen.
Da er nicht zur Ruhe gekommen ist, darf er nicht zum Identifizieren aufgenommen werden. Deshalb ist es logisch, wenn in diesem Sonderfall straflos ein falscher Ball gespielt werden darf.