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Entscheidungen zu den Golfregeln 2012-2015
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Offizieller Regeltext Erläuterung  
12-2 Ball zum Identifizieren aufnehmen
Der Spieler ist dafür verantwortlich, dass er den richtigen Ball spielt. Jeder Spieler sollte seinen Ball kennzeichnen.

Vermutet ein Spieler, dass ein Ball in Ruhe seiner ist, kann ihn aber nicht identifizieren, darf der Spieler den Ball straflos zum Identifizieren aufnehmen. Das Recht zum Aufnehmen eines Balls zum Identifizieren gilt zusätzlich zu den in Regel 12-1 erlaubten Handlungen.

Vor dem Aufnehmen des Balls muss der Spieler die Absicht dazu seinem Gegner im Lochspiel bzw. seinem Zähler oder einem Mitbewerber im Zählspiel ankündigen und die Lage des Balls kennzeichnen. Sodann darf er den Ball aufnehmen und identifizieren, sofern er Gegner, Zähler oder Mitbewerber Gelegenheit gibt, das Aufnehmen und Zurücklegen zu beobachten. Der Ball darf beim Aufnehmen nach Regel 12-2 nicht mehr als im zur Identifizierung erforderlichen Ausmaß gereinigt werden.

Ist der aufgenommene Ball der Ball des Spielers und versäumt der Spieler, dieses Verfahren ganz oder teilweise einzuhalten, oder nimmt er seinen Ball zum Identifizieren auf, ohne einen triftigen Grund dafür zu haben, zieht er sich einen Strafschlag zu. Ist der aufgenommene Ball der Ball des Spielers, muss er diesen zurücklegen. Versäumt er dies, zieht er sich die Grundstrafe für Verstoß gegen Regel 12-2 zu, aber keine weitere Strafe nach dieser Regel.

Anmerkung: Wurde die ursprüngliche Lage eines Balls, der zurückzulegen ist, verändert, siehe Regel 20-3b.
* STRAFE FÜR VERSTOSS GEGEN REGEL 12-2:
Lochspiel – Lochverlust;
Zählspiel – Zwei Schläge
* Wenn ein Spieler sich die Grundstrafe für Verstoß gegen Regel 12-2 zuzieht, fällt keine weitere Strafe nach dieser Regel an.

Am ersten Abschlag liegen bei gut organisierten Wettspielen üblicherweise wasserfeste Filzstifte aus. Diese dienen dazu, auf dem Golfball eine Markierung als persönliches Kennzeichen anzubringen, mit der der Ball neben der Marke und Nummer einwandfrei identifiziert werden kann.

Wie üblich, muss die Lage eines Balls, der von der gleichen Stelle aus weiter gespielt werden soll, immer vor dem Aufnehmen gekennzeichnet werden. Beim Identifizieren muss der Zähler Gelegenheit haben, dies zu beobachten. Es ist jedoch immer nur der Spieler, der seinen Ball anfasst. Der Zähler ist weder für das Aufheben, Identifizieren, noch für das Zurücklegen zuständig.

Natürlich fällt eine Strafe für einen Verstoß nur an, wenn es sich um den Ball des Spielers handelte, denn bei einem anderen Ball liegt auch kein Verstoß gegen die Regel 12-2 vor.

Wenn ein vermeintlich „netter“ Zähler einen Ball für den Spieler identifiziert und danach in eine andere Lage bringt, z. B. oben auf ein Grasbüschel statt wie vorher tief hinein, zieht sich der Spieler dafür zwei Strafschläge für Spielen vom falschen Ort zu (vergl. Regel 20-7). Verbieten die Regeln dem Spieler eine bestimmte Handlung, so darf er dieses Verbot nicht umgehen, indem er einen Mitbewerber diese Handlung vornehmen lässt.