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Offizieller Regeltext Erläuterung  
8.1 d.
Wiederherstellen von Bedingungen, die verschlechtert wurden, nachdem der Ball zur Ruhe kam
 

Werden Bedingungen, die den Schlag beeinflussen, verschlechtert, nachdem der Ball eines Spielers zur Ruhe kam:

(1)       Wann das Wiederherstellen der verschlechterten Bedingungen erlaubt ist. Wurden die Bedingungen, die den Schlag beeinflussen, von jemand anderem als dem Spieler oder durch ein Tier oder einen künstlichen Gegenstand verschlechtert, darf der Spieler straflos nach Regel 8.1a

·         die ursprünglichen Bedingungen so gut wie möglich wiederherstellen,

·         den Ball markieren, aufnehmen, reinigen und ihn an die ursprüngliche Stelle (siehe Regel 14.1 und 14.2) zurücklegen, wenn es vernünftig ist, die ursprünglichen Bedingungen wiederherzustellen oder auch, wenn Fremdstoff auf den Ball gelangte, als die Bedingungen verschlechtert wurden,

·         wenn die veränderten Bedingungen nur schwer in den ursprünglichen Zustand zurückversetzt werden können, den Ball aufnehmen und an die nächstgelegene Stelle (nicht näher zum Loch) zurücklegen, die (1) möglichst ähnliche Bedingungen, die den Schlag beeinflussen, aufweist, (2) innerhalb einer Schlägerlänge zur ursprünglichen Stelle entfernt ist und (3) sich im gleichen Bereich des Platzes wie die ursprüngliche Stelle befindet.

Ausnahme – Lage des Balls verschlechtert, während oder nachdem ein Ball aufgenommen oder bewegt wurde und bevor er zurückgelegt wird: Dies wird von Regel 14.2d erfasst, es sei denn, die Lage hat sich verschlechtert, während das Spiel unterbrochen und der Ball aufgenommen war. In diesem Fall gilt diese Regel.

(2)       Wann das Wiederherstellen der verschlechterten Bedingungen nicht erlaubt ist. Wurden die Bedingungen, die den Schlag beeinflussen, durch den Spieler, durch einen äußeren Einfluss oder durch Naturkräfte wie Wind oder Wasser verschlechtert, darf der Spieler die verschlechterten Bedingungen nicht unter Verstoß gegen Regel 8.1a verbessern (ausgenommen wie in den Regeln 8.1c(1), 8.1c(2) und Regel 13.1c erlaubt).

Strafe für das Spielen eines fälschlich neu eingesetzten Balls oder für Spielen eines Balls vom falschen Ort unter Verstoß gegen Regel 8.1d: Grundstrafe nach Regel 6.3b oder 14.7a.

Ergeben sich mehrfache Regelverstöße durch eine einzelne Handlung oder zusammenhängende Handlungen, siehe Regel 1.3c(4).

Siehe Regel 22.2 (In Vierern darf jeder Partner für die Partei handeln und eine Handlung des Partners wird als Handlung des Spielers behandelt.); 23.5 (Im Vierball darf jeder Partner für die Partei handeln und eine Handlung des Partners, die den Ball oder die Ausrüstung des Spielers betrifft, wird als Handlung des Spielers behandelt.).

8.1d(1)/1 – Beispiele, wann ein Spieler Bedingungen wiederherstellen darf, die durch Handlungen anderer Personen oder eines äußeren Einflusses verändert wurden
Beispiele: Eine Wiederherstellung ist zulässig, wenn:

• Die Spiellinie des Spielers durch eine Pitchmarke im Gelände verschlechtert wurde, die von dem Ball einer anderen Person verursacht wurde, nachdem der Ball des Spielers zur Ruhe kam.

• Die Lage oder der Raum des beabsichtigten Stands oder beabsichtigten Schwungs des Spielers verschlechtert wird, wenn der Schlag eines anderen Spielers ein Divot herausschlägt oder Sand, Boden, Gras oder anderes Material auf oder um seinen Ball ablagert.

• Der Ball des Spielers im Bunker nahe dem Ball eines anderen Spielers im Bunker liegt und der Stand oder Schwung des anderen Spielers im Verlauf des Schlags für den Spieler eine oder mehrere Bedingungen, die den Schlag beeinflussen, verschlechtert.

In allen diesen Fällen darf der Spieler die Bedingungen straflos wiederherstellen, aber er ist nicht dazu verpflichtet.

8.1d(1)/2 – Spieler hat einen Anspruch darauf, lose hinderliche Naturstoffe oder bewegliche Hemmnisse dort liegen zu lassen, wo sie gelegen haben, als der Ball zur Ruhe kam
Im Allgemeinen hat ein Spieler einen Anspruch auf die Bedingungen, die den Schlag beeinflussen, die existierten, als der Ball zur Ruhe kam. Jeder Spieler darf lose hinderliche Naturstoffe oder bewegliche Hemmnisse (Regeln 15.1 und 15.2) entfernen, aber wenn dies
für einen anderen Spieler die Bedingungen verschlechtert, die den Schlag beeinflussen, darf dieser Spieler die Bedingungen wiederherstellen, indem er die Gegenstände nach Regel 8.1d
zurücklegt.

Beispiel: Ein Spieler hat einen Putt bergab und entfernt lose hinderliche Naturstoffe zwischen seinem Ball und dem Loch, lässt aber absichtlich einige hinter dem Loch liegen. Ein anderer Spieler entfernt die losen hinderlichen Naturstoffe hinter dem Loch, die den Ball des Spielers hätten aufhalten können.

Da für den Spieler die Bedingungen, die den Schlag beeinflussen, verschlechtert wurden, darf er die losen hinderlichen Naturstoffe zurücklegen.

8.1d(2)/3 – Falls ein Spieler einen Bunker auf der Spiellinie betritt, darf er die verschlechterten Bedingungen nicht wiederherstellen
Spieler sollten vorsichtig sein, wenn sie Handlungen vornehmen, die die Bedingungen betreffen, die den Schlag beeinflussen, da eine Verschlechterung dieser Bereiche bedeutet, dass der Spieler die verschlechterten Bedingungen hinnehmen muss.

Beispiel: Ein Spieler nimmt Erleichterung von ungewöhnlichen Platzverhältnissen hinter einem Bunker in Anspruch und der gedroppte Ball rollt in den Bunker. Verursacht der Spieler Fußspuren, während er in den Bunker geht um seinen Ball zurückzuholen und
erneut zu droppen, darf er den Bunker nicht nach Regel 8 in seinen vorherigen Zustand versetzen, da der Spieler für die Verschlechterung seiner Bedingungen verantwortlich war.

In einem solchen Fall darf der Spieler einen anderen Ball für den zweiten Drop verwenden (Regel 14.3a) oder er sollte beim Zurückholen des ursprünglichen Balls besonders vorsichtig sein, um ein Verschlechtern der Bedingungen, die den Schlag beeinflussen, zu vermeiden.