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Offizieller Regeltext Erläuterung  
8.1 b.
Erlaubte Handlungen
 

Bei der Vorbereitung oder beim Ausführen eines Schlags ist es dem Spieler erlaubt, jede der folgenden Handlungen vorzunehmen und es ist straflos, auch wenn dadurch die Bedingungen, die den Schlag beeinflussen, verbessert werden:

(1) Redlich mit angemessenen Handlungen nach dem Ball suchen, um ihn zu finden und zu identifizieren (siehe Regel 7.1a).

(2) Angemessene Handlungen zum Entfernen loser hinderlicher Naturstoffe (siehe Regel 15.1) und beweglicher Hemmnisse (siehe Regel 15.2) vornehmen.

(3) Angemessene Handlungen zum Markieren der Lage eines Balls und zum Aufnehmen und Zurücklegen des Balls nach den Regeln 14.1 und 14.2 vornehmen.

(4) Leichtes Aufsetzen des Schlägers direkt vor oder hinter dem Ball.

Aber dies berechtigt nicht,

·         den Schläger auf den Boden zu drücken oder

·         bei einem Ball in einem Bunker, den Sand direkt vor oder hinter dem Ball zu berühren (siehe Regel 12.2b(1)).

(5) Festes Aufsetzen der Füße, wenn der Stand eingenommen wird. Dies gilt auch, wenn die Füße in angemessenem Ausmaß in Sand oder losem Boden eingegraben werden.

(6) Redlich Standposition beziehen, um durch angemessenes Vorgehen zum Ball zu gelangen und den Stand einzunehmen.

Aber: Bei diesem Vorgehen

·         hat der Spieler keinen Anspruch auf einen üblichen Stand oder Schwung und

·         muss der Spieler möglichst schonend handeln, um sich in der besonderen Situation regelgerecht zu verhalten.

(7) Schlag ausführen oder den Rückschwung für einen Schlag, der anschließend gemacht wird.

Aber: Liegt der Ball in einem Bunker, ist es nach Regel 12.2b(1) nicht erlaubt, den Sand im Rückschwung zu berühren.

(8) Innerhalb des Abschlags

·         ein Tee in den Boden zu stecken oder auf den Boden zu legen (siehe Regel 6.2b(2)),

·         einen wachsenden oder befestigten natürlichen Gegenstand zu bewegen, biegen oder brechen (siehe Regel 6.2b(3)) und

·         die Oberfläche des Bodens zu verändern, Sand oder Boden zu entfernen oder niederzudrücken oder Tau, Reif oder Wasser zu entfernen (siehe Regel 6.2b(3)).

(9) In einem Bunker zur Pflege des Platzes Sand einzuebnen, nachdem ein Ball aus dem Bunker gespielt wurde und außerhalb des Bunkers liegt (siehe Regel 12.2b(3)).

(10) Auf dem Grün Sand und loses Erdreich zu entfernen und Schäden auszubessern (siehe Regel 13.1c).

(11) Einen natürlichen Gegenstand zu bewegen, um zu prüfen, ob er lose ist.

Aber: Wird festgestellt, dass dieser Gegenstand wächst oder befestigt ist, muss er befestigt bleiben und soweit wie möglich in seine ursprüngliche Lage zurückgebracht werden.

8.1b/1 – Bedeutung von „Schläger leicht aufsetzen“
Nach Regel 8.1b darf ein Spieler seinen Schläger leicht vor oder hinter dem Ball aufsetzen, auch wenn dies die Lage oder den Raum des beabsichtigten Schwungs verbessert.

„Schläger leicht aufsetzen“ bedeutet, dass das Gewicht des Schlägers durch Gras, Boden, Sand oder anderes Material über der Bodenoberfläche getragen wird.

Der Spieler zieht sich aber Strafe nach Regel 8.1a zu, wenn er die Lage oder den Raum des beabsichtigten Schwungs durch mehr als nur leichtes Niederdrücken des Schlägers verbessert.

Siehe Regel 12.2b(1) (Wann es Strafe nach sich zieht, den Sand zu berühren) für den Fall, wenn sich ein Spieler eine Strafe für das Berühren von Sand in einem Bunker zuzieht.

8.1b/2 – Spieler darf sich beim Einnehmen des Stands mehr als einmal mit seinen Füßen fest eingraben
Regel 8.1b erlaubt es einem Spieler, seine Füße zum Einnehmen des Stands fest aufzusetzen, und dies darf bei der Vorbereitung zu einem Schlag mehr als einmal geschehen.

Beispiel: Ein Spieler darf einen Bunker ohne einen Schläger betreten und durch Eingraben seiner Füße einen Stand einnehmen, um das Spielen des Balls zu simulieren. Er darf den Bunker verlassen, um einen Schläger zu holen, und sich erneut mit seinen Füßen
eingraben und den Schlag machen.

8.1b/4 – Beispiele für kein „Redliches Beziehen des Stands“
Beispiele von Handlungen, die nicht als redliches Beziehen des Stands angesehen werden und zu einer Strafe nach Regel 8.1a führen, wenn sie die Bedingungen verbessern, die den Schlag beeinflussen, schließen ein:

• Absichtlich mit der Hand, einem Bein oder dem Körper Äste bewegen, biegen oder brechen, um sie für den Rückschwung des Schlags aus dem Weg zu schaffen.

• Auf eine Weise auf hohem Gras oder Pflanzen stehen, dass diese zur Seite niedergedrückt werden, sodass sie für den beabsichtigten Stand oder Schwung nicht mehr im Weg sind, falls der Stand auch ohne diese Handlung hätte eingenommen werden können.

• Äste verhaken oder Pflanzen zusammenflechten, damit sie den Stand oder Schwung nicht stören.

• Mit der Hand einen Ast biegen, der nach der Einnahme des Stands die Sicht auf den Ball stört.

• Einen störenden Ast bei der Einnahme des Stands verbiegen, obwohl der Stand ohne diese Handlung hätte eingenommen werden können.