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Offizieller Regeltext Erläuterung  
8.1 a.
Unerlaubte Handlungen
 

Mit Ausnahme der eingeschränkten Möglichkeiten, wie nach den Regeln 8.1b, c und d erlaubt, darf der Spieler keine der folgenden Handlungen vornehmen, sofern sie die Bedingungen, die den Schlag beeinflussen, verbessern:

(1) Bewegen, Biegen oder Brechen eines

·         wachsenden oder befestigten natürlichen Gegenstands oder

·         unbeweglichen Hemmnisses, Bestandteils des Platzes, einer Ausmarkierung oder

·         einer Abschlagmarkierung für den Abschlag, wenn ein Ball von diesem Abschlag gespielt wird.

(2) Bewegen eines losen hinderlichen Naturstoffs oder eines beweglichen Hemmnisses an eine bestimmte Stelle (zum Beispiel, um einen Stand zu bauen oder die Spiellinie zu verbessern).

(3) Verändern der Bodenoberfläche, einschließlich durch

·         Zurücklegen von Divots in ein Divotloch,

·         Entfernen oder Niederdrücken von Divots, die bereits zurückgelegt wurden oder anderer bereits verlegter Rasensoden oder

·         indem Löcher, Vertiefungen oder Bodenunebenheiten geschaffen oder beseitigt werden.

(4) Entfernen oder Niederdrücken von Sand oder losem Erdreich.

(5) Entfernen von Tau, Reif oder Wasser.

Strafe für Verstoß gegen Regel 8.1a: Grundstrafe.

8.1a/1 – Beispiele von Handlungen, die wahrscheinlich einen möglichen Vorteil verschaffen
Beispiele von Handlungen, die wahrscheinlich Bedingungen verbessern, die den Schlag beeinflussen (d.h., dem Spieler wahrscheinlich einen möglichen Vorteil verschaffen) schließen ein:

• Ein Spieler bessert ein Balleinschlagloch im Gelände aus oder legt ein Divot in ein Divotloch auf seiner Spiellinie einige Meter vor seinem Ball zurück, bevor er einen Schlag macht, der von dem Balleinschlagloch oder dem Divotloch betroffen sein könnte (zum Beispiel ein Putt oder ein niedriger Chip).

• Der Ball eines Spielers liegt in einem Bunker am Grün und der Spieler ebnet Fußspuren vor seinem Ball auf der Spiellinie ein, bevor er einen kurzen Schlag macht, mit der Absicht, über den eingeebneten Bereich zu spielen (siehe Regel 12.2b(2) – Wann Sand berühren straflos ist).

8.1a/2 – Beispiele von Handlungen, die wahrscheinlich keinen möglichen Vorteil verschaffen
Beispiele von Handlungen, die wahrscheinlich nicht die Bedingungen verbessern, die den Schlag beeinflussen (d.h., die dem Spieler wahrscheinlich keinen möglichen Vorteil verschaffen) schließen ein:

• Vor einem Annäherungsschlag von 135 m aus dem Gelände bessert ein Spieler einige Meter vor seinem Ball auf seiner Spiellinie ein kleines Balleinschlagloch aus, ebnet eine Fußspur in einem Bunker ein oder legt ein Divot in ein Divotloch zurück.

• Der Ball eines Spielers liegt mitten in einem langen flachen Fairwaybunker und der Spieler ebnet Fußspuren einige Meter vor seinem Ball auf seiner Spiellinie ein, bevor er einen langen Schlag über den eingeebneten Bereich spielt (siehe Regel 12.2b(2) – Wann Sand berühren straflos ist).

8.1a/7 – Spieler darf die Nähe des Balls untersuchen, um festzustellen, ob Baumwurzeln, Steine oder Hemmnisse unter der Bodenoberfläche vorkommen, ohne jedoch dabei die Bedingungen zu verbessern
Regel 8.1a verbietet es einem Spieler nicht, den Boden in einem Bereich zu berühren, in dem Bedingungen vorkommen, die den Schlag beeinflussen, solange diese Bedingungen nicht verbessert werden.

Beispiel: Ohne die Bedingungen zu verbessern, die den Schlag beeinflussen, darf ein Spieler überall auf dem Platz den Bereich um den Ball herum mit einem Tee oder anderen Gegenstand untersuchen, um festzustellen, ob sein Schläger beim Schlag eine Wurzel, einen Stein oder ein Hemmnis unterhalb der Bodenoberfläche treffen könnte.

Siehe jedoch Regel 12.2b/2, falls der Spieler Sand in einem Bunker untersucht um die Beschaffenheit des Sandes zu prüfen.