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Offizieller Regeltext Erläuterung  
6.2 b.
Regeln für den Abschlag
 

(1)       Wann der Ball innerhalb des Abschlags liegt.

·         Ein Ball liegt innerhalb des Abschlags, wenn irgendein Teil von ihm den Abschlag berührt oder sich oberhalb eines Teils des Abschlags befindet.

·         Der Spieler darf außerhalb des Abschlags stehen, um einen Ball von innerhalb des Abschlags zu spielen.

(2)       Der Ball darf aufgeteet oder vom Boden gespielt werden. Der Ball muss gespielt werden, entweder von

·         einem Tee in oder auf dem Boden oder

·         vom Boden.

Nach dieser Regel schließt „Boden“ Sand oder anderes natürliches Material mit ein, das angehäuft wurde, um entweder das Tee oder den Ball aufzusetzen.

Der Spieler darf keinen
Schlag nach einem Ball von einem unzulässigen Tee ausführen oder nach einem Ball, der in einer nach dieser Regel unzulässigen Weise aufgeteet wurde.

Strafe für Verstoß gegen Regel 6.2b(2):

·         Strafe für ersten Verstoß aus einer einzelnen Handlung oder zusammenhängenden Handlungen: Grundstrafe.

·         Strafe für zweiten Verstoß ohne Bezug zu dem ersten Verstoß: Disqualifikation.

(3)       Bestimmte Bedingungen auf dem Abschlag dürfen verbessert werden. Der Spieler darf, bevor er einen Schlag ausführt, Folgendes unternehmen, um die Bedingungen zu verbessern, die den Schlag beeinflussen (siehe Regel 8.1b (8)):

Die Bodenoberfläche des Abschlags verändern (zum Beispiel, indem er eine Kerbe mit einem Schläger oder Fuß macht),

·         Rasen, Gräser und andere natürliche Gegenstände, die innerhalb des Abschlags befestigt sind oder wachsen, bewegen, biegen oder brechen,

·         Sand und Boden auf dem Abschlag entfernen oder niederdrücken und

·         Tau, Reif oder Wasser innerhalb des Abschlags beseitigen.

Aber: Der Spieler zieht sich die Grundstrafe zu, wenn er unter Verstoß gegen Regel 8.1a andere Handlungen vornimmt, um die Bedingungen für den Schlag zu verbessern.

(4)       Einschränkung des Bewegens von Abschlagmarkierungen, wenn vom Abschlag gespielt wird.

·         Die Stelle der Abschlagmarkierungen wird von der Spielleitung bestimmt, um jeden Abschlag zu definieren und sollte für alle Spieler, die von diesem Abschlag spielen werden, an derselben Stelle bleiben.

·         Der Spieler zieht sich die Grundstrafe nach Regel 8.1a(1) zu, wenn er vor dem Spielen vom Abschlag durch das Bewegen einer dieser Abschlagmarkierungen die Bedingungen für seinen Schlag verbessert.

In allen anderen Fällen werden Abschlagmarkierungen als bewegliche Hemmnisse behandelt, die nach Regel 15.2 entfernt werden dürfen.

(5)       Ball bis zum Schlag nicht im Spiel. Sowohl bei Beginn eines Lochs als auch beim erneuten Spiel vom Abschlag nach einer Regel und gleich, ob der Ball aufgeteet ist oder auf dem Boden liegt,

·         ist der Ball nicht im Spiel, bis der Spieler nach ihm geschlagen hat und

·         darf der Ball vor dem Schlag straflos aufgenommen oder bewegt werden.

Fällt ein Ball vom Tee oder wird er durch den Spieler vom Tee gestoßen, bevor der Spieler nach ihm geschlagen hat, darf der Ball straflos innerhalb des Abschlags erneut aufgeteet werden.

Aber: Wenn der Spieler nach dem Ball schlägt, während er fällt oder nachdem er herabgefallen ist, ist dies straflos; der Schlag zählt und der Ball ist im Spiel.

(6)       Ball im Spiel liegt innerhalb des Abschlags. Liegt des Spielers Ball im Spiel nach einem Schlag innerhalb des Abschlags (zum Beispiel ein aufgeteeter Ball nach einem Schlag, der den Ball verfehlt hat) oder nachdem Erleichterung in Anspruch genommen wurde, darf der Spieler

·         den Ball straflos aufnehmen oder bewegen (siehe Regel 9.4b, Ausnahme 1) und

·         diesen oder einen anderen Ball innerhalb des Abschlags von einem Tee oder dem Boden nach Ziffer (2) spielen oder den Ball spielen wie er liegt.

Strafe für das Spielen eines Balls vom falschen Ort unter Verstoß gegen Regel 6.2b(6): Grundstrafe nach Regel 14.7a.

Ergeben sich mehrfache Regelverstöße durch eine einzelne Handlung oder zusammenhängende Handlungen, siehe Regel 1.3c(4).

6.2b(4)/1 – Vom Spieler bewegte Abschlagmarkierung sollte zurückgesetzt werden
Vor einem Schlag vom Abschlag darf ein Spieler eine Abschlagmarkierung nicht bewegen, um damit die Bedingungen zu verbessern, die den Schlag beeinflussen (Regel 6.2b(4)).

Es ist jedoch straflos, wenn ein Spieler eine Abschlagmarkierung bewegt, wenn er

• darüber stolpert,

• aus Ärger dagegen schlägt (allerdings kann die Spielleitung dies als schwerwiegendes Fehlverhalten ansehen), oder

• sie ohne bestimmten Grund aufnimmt.

Da das Bewegen der Abschlagmarkierungen einen bedeutenden Einfluss auf das Turnier haben kann, sollten sie nicht bewegt werden, und wenn sie bewegt wurden, sollten sie zurückgesetzt werden.

Versetzt ein Spieler jedoch eine Abschlagmarkierung, da er der Ansicht ist, sie sollte an einer anderen Stelle stehen, oder zerstört er absichtlich eine Abschlagmarkierung, darf die Spielleitung den Spieler wegen schwerwiegendem Fehlverhalten gegen den Spirit of the Game (Regel 1.2a) disqualifizieren.

6.2b(6)/1 – Auf dem Abschlag zur Ruhe kommender Ball muss nicht gespielt werden, wie er liegt
Jederzeit wenn der Ball eines Spielers innerhalb des Abschlags liegt, darf der Spieler den Ball zu einer anderen Stelle innerhalb des Abschlags bewegen und ihn straflos von einem Tee spielen.

Beispiel: Ein Spieler macht seinen ersten Schlag vom Abschlag, trifft den Ball aber nicht richtig und der Ball kommt entweder innerhalb des Abschlags auf dem Boden zur Ruhe oder bleibt auf dem Tee liegen.

Da der Ball sich innerhalb des Abschlags befindet, darf der Spieler den Ball spielen, wie er liegt, oder, obwohl der Ball im Spiel ist, den Ball zu einer anderen Stelle innerhalb des Abschlags bewegen und von dort straflos spielen. Der Spieler darf den Ball auch auf ein Tee legen oder die Höhe des Tees verändern, auf dem der Ball liegt.