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Offizieller Regeltext Erläuterung  
6.1 b.
Ball muss von innerhalb des Abschlags gespielt werden
 

6.1b  Ball muss von innerhalb des Abschlags gespielt werden

Ein Spieler muss jedes Loch beginnen, indem er einen Ball nach Regel 6.2b innerhalb des Abschlags spielt.

Wenn ein Spieler, der ein Loch beginnt, einen Ball von außerhalb des Abschlags spielt (einschließlich von den falschen Abschlagmarkierungen desselben Lochs oder eines anderen Lochs):

(1)       Lochspiel. Dies ist straflos, aber der Gegner darf den Schlag für ungültig erklären:

·         Dies muss unverzüglich erfolgen, bevor einer der Spieler einen weiteren Schlag macht. Erklärt der Gegner den Schlag für ungültig, kann er dies nicht widerrufen.

·         Erklärt der Gegner den Schlag für ungültig, muss der Spieler einen anderen Ball von innerhalb des Abschlags spielen, wobei er immer noch an der Reihe ist,  zu spielen.

·         Erklärt der Gegner den Schlag nicht für ungültig, zählt der Schlag. Der Ball ist im Spiel und muss gespielt werden, wie er liegt.

(2)       Zählspiel. Der Spieler zieht sich die Grundstrafe (zwei Strafschläge) zu und muss den Fehler berichtigen, indem er einen Ball von innerhalb des Abschlags spielt:

·         Der von außerhalb des Abschlags gespielte Ball ist nicht im Spiel.

·         Dieser Schlag und alle weiteren Schläge vor Berichtigung des Fehlers (gespielte Schläge einschließlich Strafschläge, die beim Spielen dieses Balls angefallen sind) zählen nicht.

·         Berichtigt der Spieler seinen Fehler nicht, bevor er einen Schlag macht, um das nächste Loch zu beginnen oder beim letzten Loch der Runde, bevor er seine Scorekarte einreicht, ist er disqualifiziert.

6.1b(1)/1 – Ball im Lochspiel von außerhalb des Abschlags gespielt und Schlag durch den Gegner nicht annulliert
Wenn zu Beginn des Spiels eines Lochs im Lochspiel ein Schlag von außerhalb des Abschlags nicht annulliert wird, sieht Regel 6.1b(1) vor, dass der Spieler den Ball spielt, wie er liegt. Allerdings ist es dem Spieler nicht immer erlaubt, den Ball zu spielen, wie er liegt.

Beispiel: Zu Beginn des Spiels eines Lochs schlägt ein Spieler einen Ball von außerhalb des Abschlags (zum Beispiel von den falschen Abschlagmarkierungen) ins Aus und der Gegner annulliert den Schlag nicht.

Da der Schlag des Spielers nicht annulliert wurde und der Ball im Aus ist, muss er Erleichterung mit Schlag und Distanzverlust in Anspruch nehmen, indem er einen Ball von der Stelle des vorherigen Schlags spielt.

Da der Schlag nicht von innerhalb des Abschlags gespielt wurde, muss der Ball gedroppt und nicht aufgeteet werden (siehe Regel 14.6b – Vorheriger Schlag im Gelände, Penalty Area oder Bunker)


6.1/1 – Was zu tun ist, wenn eine oder beide Abschlagmarkierungen fehlen
Stellt ein Spieler fest, dass eine oder beide Abschlagmarkierungen fehlen, sollte er die Spielleitung um Rat fragen.

Ist diese Hilfe jedoch nicht in angemessener Zeit verfügbar, sollte der Spieler mit einer vernünftigen Beurteilung (Regel 1.3b(2)) die Lage des Abschlags schätzen. Da eine solche Beurteilung umgehend zu treffen ist und nicht exakt sein kann, wird die angemessene Einschätzung des Spielers der Lage des Abschlags akzeptiert, auch wenn sie sich später als falsch herausstellt (Regel 1.3b(2)).