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Offizieller Regeltext Erläuterung  
4.3 a.
Zulässige und verbotene Verwendung von Ausrüstung
 

4.3a  Zulässige und verbotene Verwendung von Ausrüstung

Ein Spieler darf Ausrüstung nutzen, die ihm beim Spiel einer Runde behilflich ist, es sei denn, er verschafft sich einen möglichen Vorteil, indem er

·   Ausrüstung (außer einen Schläger oder einen Ball) benutzt, die künstlich die Notwendigkeit einer Fertigkeit oder eines Urteilsvermögens überflüssig macht oder reduziert, der wesentlicher Bestandteil der Herausforderung des Spiels ist oder

·   Ausrüstung (einschließlich eines Schlägers oder eines Balls) bei der Ausführung eines Schlags in regelwidriger Weise benutzt. „Regelwidrig“ ist eine grundlegend zweckentfremdete Nutzung, die nicht üblicherweise als Teil des Spiels angesehen wird.

Diese Regel betrifft nicht die Anwendung einer anderen Regel, die die Handlungen einschränkt, die einem Spieler mit einem Schläger, einem Ball oder mit anderer Ausrüstung gestattet sind (zum Beispiel Hinlegen eines Schlägers oder eines anderen Gegenstands um dem Spieler beim Ausrichten zu helfen, siehe Regel 10.2b(3)).

Gängige Beispiele des Gebrauchs von Ausrüstung, die während der Runde eines Spielers nach dieser Regel zulässig und unzulässig sind: 

(1) Entfernungs- und Richtungsangaben

·         Zulässig: Entfernungs- oder Richtungsangaben (zum Beispiel durch ein Entfernungsmessgerät oder durch einen Kompass) erhalten.

·         Unzulässig:

Ø       Höhenunterschied messen oder

Ø       Auswertung von Entfernungs- oder Richtungsangaben (zum Beispiel Empfehlungen zur Spiellinie oder Schlägerwahl bezogen auf die Lage des Balls des Spielers).

Siehe „Offizielles Handbuch“, Leitlinien für die Spielleitung, Abschnitt 8; Musterplatzregel G-5 (Die Spielleitung darf eine Platzregel erlassen, die die Verwendung von Geräten zur Entfernungsmessung untersagt).

(2)       Angaben zu Wind- und anderen Wetterbedingungen

·         Zulässig:

Ø       Wetterinformationen jeder Art (einschließlich Windgeschwindigkeit) erhalten, die durch Wetterberichte verfügbar sind oder

Ø       Temperatur und Luftfeuchtigkeit auf dem Platz messen.

·         Unzulässig:

Ø       Windgeschwindigkeit auf dem Platz messen oder

Ø       Einsatz eines künstlichen Gegenstands um Informationen über den Wind zu erhalten (zum Beispiel Verwendung von Puder zur Bestimmung der Windrichtung).

(3) Informationen, die vor oder während der Runde erfasst wurden

·         Zulässig:

Ø       Informationen verwenden, die vor Beginn der Runde erstellt wurden (zum Beispiel Spielinformationen aus früheren Runden, Hinweise zum Schwung oder Empfehlungen zur Schlägerwahl) oder

Ø       Erfassen von Informationen über das Spiel oder physiologische Informationen während der gerade gespielten Runde (zum Beispiel Schlagentfernung, Spielstatistiken oder Herzfrequenz), um diese nach der Runde auszuwerten.

·         Unzulässig:

Ø       Verarbeitung oder Auswertung von Spielinformationen der Runde (zum Beispiel Empfehlungen zur Schlägerwahl aufgrund von Schlaglängen auf der Runde) oder

Ø       Verwendung von physiologischen Informationen, die während der Runde erfasst wurden.

(4) Audio- und Videogeräte

·         Zulässig:

Ø       Tonaufzeichnungen anhören oder Videos ansehen, die keinen Bezug zu dem gespielten Turnier haben (zum Beispiel Nachrichten oder Hintergrundmusik).

Aber: Dabei sollte Rücksicht auf andere genommen werden (siehe Regel 1.2).

·         Unzulässig:

Ø       Musik oder andere Tonaufzeichnungen anhören, um Ablenkungen auszuschließen oder Hilfen für das Schwungtempo zu erhalten oder

Ø       Videos ansehen, die das Spiel des Spielers oder anderer Spieler während des Turniers zeigen, die den Spieler bei der Schlägerwahl, beim Schlag oder beim Spiel während der Runde unterstützen können.

Siehe „Offizielles Handbuch“, Leitlinien für die Spielleitung, Abschnitt 8; Musterplatzregel G-8 (Die Spielleitung darf eine Platzregel erlassen, die den Gebrauch von Audio- und Videogeräten während einer Runde verbietet oder einschränkt).

(5) Handschuhe und Griffhilfen

·         Zulässig:

Ø       Nutzung eines gewöhnlichen Handschuhs, der den Ausrüstungsregeln entspricht,

Ø       Nutzung von Harz, Puder und anderen befeuchtenden oder trocknenden Mitteln oder

Ø       wickeln eines Handtuchs oder Taschentuchs um den Griff.

·         Unzulässig:

Ø       Nutzung eines Handschuhs, der nicht den Ausrüstungsregeln entspricht oder

Ø       Nutzung anderer Ausrüstung, die unangemessene Vorteile bei der Griffhaltung oder -festigkeit bietet.

(6) Dehnungsgeräte und Übungs- oder Schwunghilfen

·         Zulässig:

Ø       Verwendung von Ausrüstung, die zum allgemeinen Dehnen entwickelt wurde (nicht für einen Übungsschwung), gleich ob die Ausrüstung zum Dehnen entwickelt wurde, zur Verwendung beim Golf (wie ein über die Schultern gelegter Ausrichtungsstab) oder zu einem Zweck ohne Bezug zum Golf (zum Beispiel Gummischlauch oder Teil eines Rohrs).

·         Unzulässig:

Ø       Jegliche Art von Trainings- oder Schwunghilfe (zum Beispiel Ausrichtungsstäbe oder schwere Schlägerhauben oder „Donut“) oder ein unzulässiger Schläger, um einen Übungsschwung zu machen oder auf jede Weise, die einen möglichen Vorteil verschafft, indem der Spieler Hilfe bei der Vorbereitung auf oder für den Schlag erhält (zum Beispiel Hilfe zur Schwungebene, zum Griff, zur Ausrichtung, Ballposition oder Haltung).

Weitere Hinweise zur Verwendung der oben beschriebenen Ausrüstung und für andere Arten von Ausrüstung (zum Beispiel Bekleidung und Schuhe) finden sich in den Ausrüstungsregeln.

Ist ein Spieler unsicher, ob er einen Ausrüstungsgegenstand auf eine besondere Weise verwenden darf, sollte er die Spielleitung um eine Entscheidung bitten (siehe Regel 20.2b).

Siehe „Offizielles Handbuch“, Leitlinien für die Spielleitung, Abschnitt 8; Musterplatzregel G-6 (Die Spielleitung darf eine Platzregel erlassen, die motorisierte Transportmittel während einer Runde verbietet).

4.3a(1)/1 – Einschränkung der Verwendung von Ausrüstung, Gefälle zu messen
Obwohl ein Spieler seinen Schläger beim Beurteilen oder Schätzen von Gefälle oder Konturen als Lot verwenden darf, gibt es andere Ausrüstung, die ein Spieler nicht beim Beurteilen eines Gefälles oder einer Kontur verwenden darf.

Beispiel: Ein Spieler darf ein Gefälle nicht messen durch:

• Hinlegen einer Getränkeflasche, um sie als Wasserwaage zu benutzen.

• Halten oder Hinlegen einer Wasserwaage.

• Verwendung eines Gewichts an einer Schnur als Lot.

4.3a(2)/1 – Verwendung eines künstlichen Gegenstands zum Erlangen windbezogener Informationen ist unzulässig
Regel 4.3a(2) gibt ein Beispiel eines künstlichen Gegenstands, der nicht zum Erlangen windbezogener Informationen zulässig ist (Puder zum Ermitteln der Windrichtung). Auch andere künstliche Gegenstände dürfen nicht alleine zu dem Zweck verwendet werden, windbezogene Informationen zu erhalten.

Beispiel: Nimmt ein Spieler ein Taschentuch aus der Tasche und hält es nur zu dem Zweck in die Luft, um die Windrichtung zu erkennen, verstößt der Spieler gegen Regel 4.3.

4.3a(4)/1 – Video anschauen, das auf dem Platz gezeigt wird
Es ist kein Verstoß gegen Regel 4.3a(4), wenn ein Spieler ein Video anschaut, das für die Zuschauer während eines Turniers gezeigt wird.

Beispiel: Steht ein Spieler auf einem Abschlag und wartet, bis er schlagen kann und ist er dabei in der Lage, auf einer für die Öffentlichkeit bestimmten Leinwand die Liveübertragung
des Turniers, statistische Informationen, Windgeschwindigkeit oder ähnliche Dinge zu beobachten, liegt kein Verstoß gegen Regel 4.3 vor, wenn der Spieler diese Übertragung oder diese Informationen beobachtet. Dies gilt auch, wenn es dem Spieler bei der Auswahl eines Schlägers, beim Machen des Schlags oder bei der Spieltaktik helfen kann.