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Offizieller Regeltext Erläuterung  
4.1 a.
Für den Schlag zugelassene Schläger
 

4.1a  Für den Schlag zugelassene Schläger

(1) Zugelassene Schläger. Zur Ausführung eines Schlags muss der Spieler einen Schläger verwenden, der den Bestimmungen der Ausrüstungsregeln entspricht:

·         Das gilt sowohl für neue Schläger, als auch für Schläger, die absichtlich oder versehentlich in irgendeiner Weise verändert worden sind.

·         Aber: Verändern sich die Spieleigenschaften eines zugelassenen Schlägers durch den normalen Spielgebrauch, bleibt der Schläger weiterhin regelkonform.

„Spieleigenschaften“ bezieht sich auf alle Teile des Schlägers, die beeinflussen, wie der Schläger sich beim Schlag verhält, wie Griff, Schaft, Schlägerkopf, Veränderung der Neigung des Schlägerkopfs (Lie) oder Neigung der Schlagfläche (Loft), einschließlich Lie oder Loft eines verstellbaren Schlägers.

(2)       Benutzung oder Instandsetzung eines während der Runde beschädigten Schlägers. Wird ein zugelassener Schläger auf der Runde oder während einer Spielunterbrechung nach Regel 5.7a beschädigt, darf der Spieler diesen normalerweise nicht durch einen anderen Schläger ersetzen. (Ausnahme für den Fall, dass der Spieler die Beschädigung nicht verursacht hat, siehe Regel 4.1b(3)).

Aber: Unabhängig von der Art oder Ursache seiner Beschädigung gilt der Schläger für die verbleibende Runde weiterhin als regelkonform (Aber: Dies gilt nicht während eines Stechens im Zählspiel, da dies eine neue Runde ist).

Der Spieler darf für den Rest der Runde

·         weiterhin mit dem beschädigten Schläger spielen oder

·         den Schläger instand setzen lassen, indem er ihn soweit wie möglich in den Zustand zurückversetzt, den der Schläger vor der Beschädigung auf der Runde oder während der Unterbrechung des Spiels hatte. Für die Instandsetzung müssen der ursprüngliche Griff, Schaft und Schlägerkopf verwendet werden. Aber: Der Spieler darf dabei nicht

Ø       das Spiel unangemessen verzögern (siehe Regel 5.6a) oder

Ø       eine Beschädigung beheben, die schon vor der Runde vorhanden war.

„Beschädigung während der Runde“ bedeutet, dass die Spieleigenschaft eines Schlägers aufgrund eines Vorgangs während der Runde verändert wurde (einschließlich während einer Spielunterbrechung nach Regel 5.7a), sei es durch

·         den Spieler (indem er einen Schlag oder Übungsschwung mit dem Schläger macht, den Schläger aus einem Golfbag herausnimmt oder hineinsteckt, den Schläger fallenlässt, sich auf ihn stützt, wirft oder missbräuchlich verwendet) oder

·         durch eine andere Person, äußeren Einfluss oder Naturkräfte.

Aber: Ein Schläger gilt nicht als „während der Runde beschädigt“, wenn seine Spieleigenschaften vom Spieler absichtlich verändert werden (während der Runde, gemäß Regel 4.1a(3)).

(3) Absichtliche Veränderungen der Spieleigenschaften eines Schlägers während der Runde. Ein Spieler darf keinen Schlag mit einem Schläger ausführen, dessen Spieleigenschaften während der Runde von ihm absichtlich verändert wurden (einschließlich während einer Spielunterbrechung nach Regel 5.7a)

·         indem er eine verstellbare Funktion verwendet oder den Schläger technisch verändert (außer es ist zur Instandsetzung von Beschädigungen nach Regel 4.1a(2) erlaubt) oder

·         indem er Fremdstoff auf den Schlägerkopf aufbringt (außer zu Reinigungszwecken), um das Verhalten des Schlägers beim Schlag zu beeinflussen.

Ausnahme – Verstellbarer Schläger in den ursprünglichen Zustand zurückverstellt: Werden die Spieleigenschaften eines Schlägers durch Verwendung eines verstellbaren Teils verändert und vor dem nächsten Schlag mit diesem Schläger wieder bestmöglich in seinen ursprünglichen Zustand versetzt, indem das verstellbare Teil zurückgestellt wird, fällt keine Strafe an und der Schläger darf für einen Schlag verwendet werden.

Strafe für Schlag unter Verstoß gegen Regel 4.1a: Disqualifikation.

·   Es ist nach dieser Regel straflos, einen unzulässigen Schläger oder einen Schläger, dessen Spieleigenschaften während der Runde absichtlich verändert wurden, lediglich zu besitzen (ohne einen Schlag damit auszuführen).

·   Aber: Solch ein Schläger zählt zu der Höchstzahl von 14 Schlägern in Regel 4.1b(1).

4.1a(1)/1 – Abnutzung durch normalen Spielgebrauch hat keinen Einfluss auf die Zulässigkeit
Der normale Spielgebrauch schließt Schläge, Übungsschläge und Übungsschwünge ein, ebenso Handlungen wie zum Beispiel das Herausnehmen und Zurückstecken des Schlägers in das Golfbag. Geschieht Abnutzung durch normalen Spielgebrauch, wird der
Schläger des Spielers als zulässig erachtet und er darf ihn weiterhin verwenden.

Beispiele für A bnutzung durch normalen Spielgebrauch schließen ein:

• Material im Inneren des Schlägerkopfs löst sich und kann während des Schlags oder beim Schütteln klappern.

• Eine abgenutzte Stelle hat sich an der Stelle auf dem Schlägergriff gebildet, an der die Daumen liegen.

• Durch wiederholte Verwendung hat sich auf der Schlagfläche eine Vertiefung geformt.

• Die Rillen auf der Schlagfläche sind abgenutzt.


4.1a(2)/1 – Bedeutung von „Instandsetzen“
Beispiele von Instandsetzung schließen ein:

• Ersetzen von Bleiband, das sich während eines Schlags gelöst hatte. Bleibt das Bleiband nicht an derselben Stelle des Schlägers haften, darf ein neues Band verwendet werden.

• Befestigen von Schlägern mit verstellbarem Mechanismus, der sich während der Runde gelockert hat, die Einstellung des Schlägers darf dabei aber nicht verändert werden.