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Offizieller Regeltext Erläuterung  
23.8 a.
Andere Strafen als die Disqualifikation
 

(1)       Eine Strafe gilt normalerweise nur für den Spieler und nicht für den Partner. Zieht sich ein Spieler eine andere als die Strafe der Disqualifikation zu, gilt diese Strafe normalerweise nur für den Spieler und nicht auch für seinen Partner, ausgenommen in den unter (2) genannten Fällen.

·         Alle Strafschläge werden nur dem Ergebnis des Spielers hinzugerechnet, nicht dem Ergebnis des Partners.

 

·         Zieht sich ein Spieler im Lochspiel die Grundstrafe zu (Lochverlust), hat er kein für die Partei zählendes Ergebnis auf diesem Loch. Aber: Diese Strafe wirkt sich nicht auf den Partner aus, der weiterhin für die Partei auf diesem Loch spielen darf.

(2)       Drei Fälle, in denen die Strafe für den Spieler auch für den Partner gilt.

·         Bei Verstoß des Spielers gegen Regel 4.1b (Höchstzahl von 14 Schlägern; Schläger gemeinsam benutzt, hinzugefügt oder ersetzt). Im Lochspiel gilt die Strafe für die Partei (Anpassung des Stands des Lochspiels) und im Zählspiel zieht sich der Partner die gleiche Strafe zu wie der Spieler.

 

·         Der Regelverstoß des Spielers unterstützt das Spiel des Partners. Sowohl im Lochspiel wie auch im Zählspiel zieht sich der Partner die gleiche Strafe wie der Spieler zu.

 

·         Im Lochspiel benachteiligt der Regelverstoß des Spielers das Spiel des Gegners. Der Partner des Spielers zieht sich die gleiche Strafe wie der Spieler zu.

Ausnahme – Das Spielen eines falschen Balls durch den Spieler gilt nicht als Unterstützung des Partners oder Benachteiligung des Gegners:

·   Nur der Spieler (nicht der Partner) zieht sich die Grundstrafe für Verstoß gegen Regel 6.3c zu.

 

·   Dies gilt sowohl für den Fall, dass der als falscher Ball gespielte Ball dem Partner, einem Gegner oder jemand anderem gehört.

23.8a(2)/1 – Beispiele, wann der Regelverstoß eines Spielers dem Spiel des Partners hilft
Sowohl im Vierball-Lochspiel wie im Vierball -Zählspiel zieht sich der Partner dieselbe Strafe zu, wenn der Regelverstoß eines Spielers seinem Partner hilft.

Beispiele, wann beide Partner der Partei A-B sich dieselbe Strafe zuziehen:

• Die Partei A-B spielt gegen die Partei C-D. Der Ball des Spielers B ist in der Nähe des Lochs und in einer Lage, Spieler A beim Ausrichten für seinen Putt zu unterstützen. Spieler C fordert Spieler B auf, den Ball zu markieren und den Ball dann aufzunehmen. Spieler B weigert sich, den Ball aufzunehmen und Spieler A puttet, wobei ihn der Ball von Spieler B beim Ausrichten für seinen Putt unterstützt.
Spieler B zieht sich die Grundstrafe nach Regel 15.3a (Ball auf dem Grün unterstützt das Spiel) zu, da er es versäumte, den Ball aufzunehmen und dies Spieler A behilflich war, zieht sich Spieler A ebenfalls die Grundstrafe zu.

• Spieler B nimmt den Stand für einen Putt ein und macht den Schlag, während Spieler A aus irgendeinem Grund absichtlich auf oder nahe der Verlängerung der Spiellinie hinter dem Ball steht. Spieler B verstößt gegen Regel 10.2b(4) (Stehen hinter dem Spieler) und zieht sich die Grundstrafe zu für das Einnehmen des Stands, während Spieler A an dieser Stelle steht.
Wenn der Putt von Spieler A auf der gleichen Linie ist wie der von Spieler B, und Spieler B einen Schlag macht, während Spieler A auf der Verlängerung der Spiellinie von Spieler B steht, unterstützt der Regelverstoß von Spieler B den Spieler A.
Deshalb zieht sich Spieler A dieselbe Strafe zu wie Spieler B.

• Der Ball von Spieler A ist im Aus und Spieler A entscheidet sich, das Loch nicht zu beenden. Der Ball von Spieler B ist ungefähr gleich weit vom Loch entfernt. Spieler A droppt einen Ball in der Nähe des Balls von Spieler B, spielt zum Grün und unterstützt durch diese Handlung Spieler B.

Da das Loch noch nicht beendet ist und das Ergebnis noch festgestellt werden muss, wird das Weiterspielen von Spieler A als Üben unter Verstoß gegen Regel 5.5a (Übungsschläge während des Spielens eines Lochs) bewertet. Da das Üben von Spieler A den Spieler B unterstützt, zieht sich Spieler B ebenfalls die Grundstrafe zu.

23.8a(2)/2 – Beispiel, wann der Regelverstoß eines Spielers das Spiel des Gegners beeinflusst

Stört in einem Vierball-Lochspiel der Regelverstoß eines Spielers das Spiel eines Gegners, zieht sich der Partner des Spielers ebenfalls die anfallende Strafe zu.

Beispiel: Die Partei A-B spielt gegen die Partei C-D in einem Vierball-Lochspiel. Spieler A nennt die falsche Schlagzahl, die er bislang benötigte, entweder gegenüber Spieler C oder Spieler D, während noch keiner der vier Spieler dieses Loch beendet hat. Die Partei C-D entscheidet aufgrund dieser Information die Strategie für dieses Loch und einer von ihnen macht einen Schlag.

Spieler A zieht sich die Grundstrafe zu nach Regel 3.2d(1) (Gegner die Anzahl der gemachten Schläge mitteilen), da er nicht die richtige Anzahl bisher gemachter Schläge nannte. Spieler B zieht sich dieselbe Strafe zu, da der Regelverstoß das Spiel des Gegners beeinflusste. Die Partei A-B verliert deshalb das Loch.