Rules4you
Rules4you Regeln
Rules4you Etikette
Rules4you Handicap
Rules4you Spielformen
Rules4you Amateurstatut
Rules4you Für Kids
< vorheriger Regelabschnitt nächster Regelabschnitt >
Offizieller Regeltext Erläuterung  
3.2 d.
Verantwortlichkeiten von Spieler und Gegner
 

(1)       Dem Gegner Schlagzahl mitteilen. Der Gegner darf den Spieler zu jeder Zeit während des Spielens eines Lochs oder nach Beendigung des Lochs nach der Zahl seiner gespielten Schläge einschließlich Strafschläge auf dem Loch fragen.

Dies soll dem Gegner die Entscheidung ermöglichen, wie er den nächsten Schlag oder den Rest des Lochs spielt oder das Ergebnis des soeben beendeten Lochs zu bestätigen.

Bei der Frage nach der Schlagzahl oder wenn diese ohne vorherige Frage genannt wird,

·         muss der Spieler die richtige Schlagzahl mitteilen,

·         wird ein Spieler, der die Frage seines Gegners nicht beantwortet, so behandelt, als hätte er eine falsche Schlagzahl genannt.

Der Spieler zieht sich die Grundstrafe (Lochverlust) zu, wenn er dem Gegner die falsche Schlagzahl nennt, es sei denn, der Spieler berichtigt den Fehler rechtzeitig:

·         Falsche Schlagzahl angeben, während ein Loch gespielt wird. Der Spieler muss seine richtige Schlagzahl mitteilen, bevor der Gegner erneut schlägt oder eine ähnliche Handlung vornimmt (zum Beispiel den nächsten Schlag oder das Loch schenkt).

·         Falsche Schlagzahl mitteilen, nachdem das Loch beendet wurde. Der Spieler muss seine richtige Schlagzahl mitteilen,

Ø       bevor einer der beiden Spieler vom nächsten Abschlag abschlägt oder eine vergleichbare Handlung ausführt (zum Beispiel das nächste Loch oder das Lochspiel schenkt) oder

Ø       am letzten Loch des Lochspiels, bevor das Ergebnis des Lochspiels feststeht (siehe Regel 3.2a(5)).

Ausnahme – keine Strafe, wenn ohne Einfluss auf Ergebnis des Lochs: Es ist straflos, wenn der Spieler eine falsche Schlagzahl angibt, nachdem das Loch beendet ist und dies das Verständnis des Gegners, ob er das Loch gewonnen, geteilt oder verloren hat, nicht beeinflusst.

(2) Dem Gegner Strafe mitteilen. Zieht sich ein Spieler eine Strafe zu

·         muss der Spieler dies seinem Gegner so bald wie möglich mitteilen. Dabei müssen die Entfernung des Spielers zum Gegner und andere Umstände berücksichtigt werden.

·         Dies gilt auch dann, wenn der Spieler nichts von der Strafe weiß (da es von Spielern erwartet wird, dass sie bemerken, wenn sie gegen eine Regel verstoßen haben).

Wenn der Spieler dies versäumt und seinen Fehler nicht berichtigt, bevor der Gegner erneut schlägt oder ähnliche Handlungen vornimmt, (zum Beispiel den nächsten Schlag oder das Loch schenkt), zieht der Spieler sich die Grundstrafe (Lochverlust) zu.

Ausnahme – keine Strafe, wenn der Gegner von der Strafe des Spielers wusste: Wenn der Gegner die Strafe des Spielers kannte, weil er zum Beispiel gesehen hat, wie der Spieler offensichtlich Erleichterung mit Strafschlag in Anspruch genommen hat, ist es für den Spieler straflos, wenn er den Gegner nicht unterrichtet.

(3)       Kenntnis über den Spielstand im Lochspiel. Von den Spielern wird erwartet, den Spielstand im Lochspiel zu kennen, das heißt, ob einer von ihnen mit einer bestimmten Anzahl von gewonnenen Löchern im Lochspiel führt („so viele Löcher auf“) oder ob Gleichstand im Lochspiel besteht („all square“).

Wenn sich die Spieler versehentlich auf einen falschen Stand des Lochspiels geeinigt haben

·         können sie den Spielstand des Lochspiels berichtigen, bevor einer der beiden Spieler schlägt, um das nächste Loch zu beginnen oder, wenn es sich um das letzte Loch handelt, bevor das Ergebnis des Lochs endgültig ist (siehe Regel 3.2a(5)).

·         Wird der falsche Spielstand des Lochspiels nicht in diesem Zeitraum berichtigt, wird er zum gültigen Spielstand des Lochspiels.

Ausnahme – Spieler verlangt rechtzeitig eine Regelentscheidung: Verlangt der Spieler rechtzeitig eine Regelentscheidung (siehe Regel 20.1b) und stellt sich heraus, dass der Gegner entweder (1) eine falsche Schlagzahl angegeben oder (2) versäumt hat, den Spieler über eine Strafe zu informieren, muss der falsche Spielstand des Lochspiels berichtigt werden.

(4)       Eigene Rechte und Interessen schützen. Spieler in einem Lochspiel sollten ihre eigenen Rechte und Interessen nach den Regeln wahren:

·         Glaubt oder weiß der Spieler, dass der Gegner sich für einen Regelverstoß eine Strafe zugezogen hat, kann der Spieler für sich entscheiden, auf den Verstoß zu reagieren oder ihn nicht zu beachten.

·         Aber: Kommen Spieler und Gegner absichtlich überein, einen Regelverstoß oder eine ihnen bekannte anzuwendende Strafe außer acht zu lassen, sind beide Spieler nach Regel 1.3b disqualifiziert.

·         Sind Spieler und Gegner uneinig darüber, ob einer von ihnen gegen eine Regel verstoßen hat, kann jeder der beiden seine Rechte schützen, indem er nach Regel 20.1b eine Regelentscheidung verlangt.

3.2d(1)/1 – Während des Spielens eines Lochs gemachte Schläge müssen nicht vom Spieler genannt werden, wenn der Spieler an der Reihe ist, zu spielen
Fragt der Gegner den Spieler nach der Anzahl gemachter Schläge, wenn der Spieler an der Reihe ist, zu spielen, muss der Spieler diese Auskunft nicht sofort geben.

Der Spieler muss nur Auskunft über die Anzahl gemachter Schläge erteilen, bevor der Gegner seinen Schlag macht oder eine ähnliche Handlung vornimmt. Der Spieler darf seinen Schlag spielen, bevor er eine solche Auskunft erteilt.

3.2d(1)/2 – Bedeutung der Ausnahme „Keine Strafe, wenn es sich nicht auf das Ergebnis des Lochs auswirkt“
Ein Spieler muss während des Spielens eines Lochs die richtige Anzahl gemachter Schläge bekanntgeben, damit sein Gegner sich beim Spielen des Lochs darauf einstellen kann. Gibt jedoch ein Spieler nach Beendigung eines Lochs eine falsche A nzahl Schläge bekannt, ist es nach der A usnahme zu Regel 3.2d(1) straflos, wenn dies das Verständnis des Gegners darüber nicht beeinflusst, ob das Loch gewonnen, verloren oder geteilt wurde.

Beispiel: Nach Beendigung eines Lochs, an dem der Gegner eine 7 gespielt hat, gibt der Spieler an, er habe eine 5 gespielt, obwohl sein tatsächliches Ergebnis eine 6 war. Nach Beginn des nächsten Lochs bemerkt der Spieler, dass er eine 6 gespielt hatte. Da die falsche Anzahl gemachter Schläge nichts daran ändert, dass der Spieler das Loch gewonnen hat, ist dies straflos.

3.2d(1)/3 – Spieler teilt nach Beendigung des Lochs eine falsche Anzahl Schläge mit und der Irrtum wird einige Löcher später bemerkt
Teilt ein Spieler nach Beendigung eines Lochs eine falsche A nzahl Schläge mit, zieht sich der Spieler die Grundstrafe zu, wenn dieser Irrtum das Ergebnis des Lochs beeinflusst und nicht rechtzeitig berichtigt wird. Der Stand des Lochspiels muss in einem solchen Fall berichtigt werden.

Beispiel: Ein Spieler teilt nach Beendigung des ersten Lochs dem Gegner mit, sein Ergebnis sei eine 4, aber in Wirklichkeit hatte er eine 5 gespielt. Der Gegner spielte eine 5 auf dem Loch. Einige Löcher später bemerkt der Spieler, dass er dem Gegner eine falsche Anzahl Schläge für das erste Loch mitgeteilt hatte.

Obwohl das Loch geteilt worden wäre, wenn die richtige A nzahl Schläge genannt worden wäre, zieht sich der Spieler die Strafe des Lochverlusts für das erste Loch zu, da der Irrtum die A nsicht über das Ergebnis des Lochs beeinflusst hatte. Der Stand des Lochspiels muss berichtigt werden.

3.2d(1)/5 – Meinung ändern, ob Erleichterung mit Strafschlag genommen wird, ist keine Mitteilung einer falschen Anzahl der Schläge
Die richtige Anzahl gemachter Schläge bezieht sich nur auf die Schläge, die ein Spieler bereits gemacht hat sowie alle bereits erhaltenen Strafschläge.

Beispiel: Der Ball des Spielers liegt in einer Penalty A rea und der Gegner fragt, wie der Spieler weiter verfahren wird. Obwohl er zur Beantwortung der Frage nicht verpflichtet ist, teilt der Spieler mit, dass er Erleichterung mit Strafschlag in Anspruch nehmen werde. Nachdem der Gegner spielt, entscheidet sich der Spieler, den Ball zu spielen, wie er in der Penalty Area liegt.

Der Spieler war zu dieser Meinungsänderung berechtigt und dies war straflos, da die Auskunft über zukünftige Absichten nicht das Gleiche ist wie die Auskunft über die Anzahl gemachter Schläge.