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Offizieller Regeltext Erläuterung  
17.1 d.
Erleichterungsverfahren für Ball in Penalty Area
 

Wenn der Ball eines Spielers innerhalb einer Penalty Area liegt oder, obwohl nicht gefunden, es bekannt oder so gut wie sicher ist, dass er innerhalb einer Penalty Area liegt, stehen dem Spieler folgende Erleichterungsmöglichkeiten mit jeweils einem Strafschlag zur Verfügung:

(1)       Erleichterung mit Schlag und Distanzverlust. Der Spieler darf den ursprünglichen oder einen anderen Ball von dort spielen, wo der vorherige Schlag gemacht wurde (siehe Regel 14.6).

(2)       Erleichterung auf der Linie zurück. Der Spieler darf den ursprünglichen oder einen anderen Ball (siehe Regel 14.3) innerhalb eines Erleichterungsbereichs auf der Grundlage einer Bezugslinie vom Loch gerade zurück durch den geschätzten Punkt, an dem der Ball zuletzt die Grenze der Penalty Area gekreuzt hatte, droppen:

·         Bezugspunkt ist ein vom Spieler gewählter Punkt auf dem Platz, auf der Bezugslinie und weiter vom Loch entfernt als der geschätzte Punkt (ohne Einschränkung, wie weit auf der Linie zurück).

Ø       Bei der Auswahl des Bezugspunkts sollte der Spieler diesen mit einem Gegenstand, zum Beispiel einem Tee, kennzeichnen.

Ø       Droppt der Spieler einen Ball, ohne diesen Punkt gewählt zu haben, gilt der Punkt als Bezugspunkt, der auf der Linie in derselben Entfernung vom Loch liegt wie die Stelle, an der der gedroppte Ball zuerst den Boden berührte.

·         Die Größe des Erleichterungsbereichs, gemessen von der Bezugslinie: eine Schlägerlänge, aber mit diesen Einschränkungen:

·         Einschränkungen der Lage des Erleichterungsbereichs:

Ø       Der Erleichterungsbereich darf nicht näher zum Loch liegen als der Bezugspunkt und

Ø       er darf in jedem Bereich des Platzes liegen, außer in derselben Penalty Area, aber

Ø       wenn mehr als ein Bereich des Platzes innerhalb einer Schlägerlänge des Bezugspunkts liegt, muss der Ball im Erleichterungsbereich innerhalb desselben Bereichs des Platzes zur Ruhe kommen, den der Ball beim Droppen im Erleichterungsbereich zuerst berührte.

 

 

 

(3)       Seitliche Erleichterung (nur bei roten Penalty Areas). Wenn der Ball zuletzt die Grenze einer roten Penalty Area gekreuzt hat, darf der Spieler den ursprünglichen oder einen anderen Ball in folgendem seitlichen Erleichterungsbereich droppen (siehe Regel 14.3):

·         Bezugspunkt ist der geschätzte Punkt, an dem der ursprüngliche Ball zuletzt die Grenze der roten Penalty Area gekreuzt hat.

·         Größe des Erleichterungsbereichs, gemessen vom Bezugspunkt: zwei Schlägerlängen, aber mit diesen Einschränkungen:

·         Einschränkungen der Lage des Erleichterungsbereichs:

Ø       Der Erleichterungsbereich darf nicht näher zum Loch liegen als der Bezugspunkt und

Ø       er darf in jedem Bereich des Platzes liegen außer in derselben Penalty Area, aber

Ø       wenn mehr als ein Bereich des Platzes innerhalb von zwei Schlägerlängen des Bezugspunkts liegt, muss der Ball im Erleichterungsbereich innerhalb desselben Bereichs des Platzes zur Ruhe kommen, den der Ball beim Droppen im Erleichterungsbereich zuerst berührte.

Siehe „Offizielles Handbuch“, Leitlinien für die Spielleitung, Abschnitt 8; Musterplatzregel B-2 (Die Spielleitung darf eine Platzregel erlassen, die eine seitliche Erleichterungsmöglichkeit auf der gegenüberliegenden Seite einer roten Penalty Area, gleich weit vom Loch entfernt, erlaubt.)

17.1d(2)/1 – Empfehlung, dass Spieler den Bezugspunkt auf der Bezugslinie kennzeichnet
Regel 17.1d erlaubt es einem Spieler, einen Bezugspunkt auf der Bezugslinie auszuwählen. Dieser Bezugspunkt bestimmt den Erleichterungsbereich für Erleichterung zurück auf der Linie. Obwohl der Spieler den Bezugspunkt durch ein Objekt (zum Beispiel ein Tee) anzeigen sollte, kann er einen Bezugspunkt visuell auswählen.

Hat der Spieler einen Bezugspunkt visuell ausgewählt, dient dieser Punkt zur Bestimmung des Erleichterungsbereichs und zur Klärung der Frage, ob ein Ball erneut gedroppt werden muss.

Der Grund für die Empfehlung, dass der Bezugspunkt gekennzeichnet werden sollte, ist die Tatsache, dass dies beim Erleichterungsverfahren und der Bestimmung, ob der Ball im Erleichterungsbereich gedroppt wurde und auch im Erleichterungsbereich zur Ruhe gekommen ist (Regel 14.3), hilft.

17.1d(3)/1 – Spieler darf durch Penalty Area hindurch messen bei der Anwendung seitlicher Erleichterung
Wird seitliche Erleichterung an einer Stelle, an der der Ball zuletzt die Grenze einer schmalen roten Penalty Area kreuzte, in Anspruch genommen, darf der Spieler die zwei Schlägerlängen vom Bezugspunkt durch die Penalty Area hindurch messen, um die Größe des Erleichterungsbereich zu bestimmen. Jedoch ist kein Teil der Penalty Area innerhalb der zwei Schlägerlängen, wie vom Bezugspunkt aus gemessen, Teil des Erleichterungsbereichs.

17.1d(3)/2 – Spieler droppt Ball an geschätzter Stelle, wo Ball zuletzt die Grenze der Penalty Area kreuzte, Stelle stellt sich als falsch heraus
Ist der Punkt, an der ein Ball zuletzt die Grenze einer Penalty Area kreuzte, nicht bekannt, muss ein Spieler eine angemessene Einschätzung vornehmen, um den Bezugspunkt zu bestimmen.

Nach Regel 1.3b(2) wird die angemessene Einschätzung des Spielers akzeptiert, selbst wenn dieser Bezugspunkt sich als falsch herausstellt. Es gibt jedoch Situationen, in denen es sich herausstellt, bevor der Spieler einen Schlag gemacht hat, dass der Bezugspunkt falsch ist, und dieser Fehler korrigiert werden muss.

Beispiel: Im Zählspiel ist es so gut wie sicher, dass der Ball eines Spielers in einer roten Penalty Area ist. Der Spieler schätzt nach Rücksprache mit den anderen Spielern in der Gruppe, wo der Ball zuletzt die Grenze der Penalty Area gekreuzt hatte. Der Spieler nimmt seitliche Erleichterung in Anspruch und droppt, ausgehend von diesem Bezugspunkt, einen Ball im Erleichterungsbereich.

Bevor er einen Schlag nach dem gedroppten Ball macht, findet einer der Spieler in der Gruppe den ursprünglichen Ball des Spielers in der Penalty Area an einer Stelle, die deutlich macht, dass der Ball die Grenze der Penalty Area ca. 18 m näher zum Loch gekreuzt hatte als der Bezugspunkt, den der Spieler geschätzt hatte.

Da diese Information bekannt wurde, bevor der Spieler einen Schlag nach dem gedroppten Ball machte, muss er den Fehler beheben gemäß Regel 14.5 (Berichtigung eines Fehlers beim Ersetzen, Zurücklegen, Droppen oder Legen eines Balls). Dabei muss der Spieler unter Berücksichtigung des richtigen Bezugspunkts nach Regel 17.1 vorgehen und darf jede Erleichterungsmöglichkeit nach dieser Regel in Anspruch nehmen (siehe Regel 14.5b(2)).