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Offizieller Regeltext Erläuterung  
16.3 a.
Wann Erleichterung in Anspruch genommen werden darf
 

(1)       Ball muss im Gelände eingebettet sein. Erleichterung nach Regel 16.3b wird nur dann gewährt, wenn der Ball im Gelände eingebettet ist.

·         Es gibt keine Erleichterung nach dieser Regel, wenn der Ball nicht im Gelände eingebettet ist.

·         Aber: Wenn der Ball auf dem Grün eingebettet ist, darf der Spieler die Stelle markieren, den Ball aufnehmen und reinigen, das Balleinschlagloch ausbessern und den Ball an die ursprüngliche Stelle zurücklegen (siehe Regel 13.1c(2)).

Ausnahme – Wann Erleichterung für eingebetteten Ball im Gelände nicht gewährt wird: Erleichterung nach Regel 16.3b ist nicht erlaubt,

·         wenn der Ball in Sand an einer Stelle des Geländes, die nicht auf Fairwayhöhe oder kürzer gemäht ist, eingebettet ist oder

·         wenn der Schlag eindeutig wegen einer Behinderung durch etwas anderes als die Lage im eigenen Einschlagloch (zum Beispiel, wenn ein Spieler nicht in der Lage ist, aufgrund der Balllage in einem Busch, einen Schlag durchzuführen) unvernünftig ist.

(2)       Bestimmen, ob Ball eingebettet ist. Der Ball eines Spielers gilt nur dann als eingebettet, wenn

·         der Ball in Folge des letzten Schlags des Spielers in seinem eigenen Einschlagloch liegt und

·         teilweise unter der Oberfläche des Bodens liegt.

Kann der Spieler nicht mit Sicherheit sagen, ob sein Ball in seinem eigenen Einschlagloch oder im Einschlagloch eines anderen Balls liegt, darf der Spieler den Ball als eingebettet behandeln, wenn sich aus den verfügbaren Informationen vernünftigerweise schließen lässt, dass der Ball in seinem eigenen Einschlagloch liegt.

Ein Ball ist nicht eingebettet, wenn er sich aufgrund von etwas anderem als dem vorhergehenden Schlag des Spielers unterhalb der Bodenoberfläche befindet, zum Beispiel wenn

·         er von einer Person in den Boden gedrückt wurde, die darauf getreten ist,

·         er direkt in den Boden geschlagen wird, ohne in der Luft gewesen zu sein oder

·         er gedroppt wurde, als Erleichterung nach einer Regel in Anspruch genommen wurde.

16.3a(2)/1 – Feststellen, ob Ball in seine eigene Pitchmarke eingebettet ist
Es muss vernünftigerweise anzunehmen sein, dass der Ball in seiner eigenen Pitchmarke liegt, damit der Spieler Erleichterung nach Regel 16.3b in Anspruch nehmen darf.

Beispiel: Es ist vernünftig anzunehmen, dass der Ball in seiner eigenen Pitchmarke zur Ruhe kam, wenn der Annährungsschlag eines Spielers auf weichem Boden knapp vor dem Grün im Gelände landet. Der Spieler sieht den Ball nach vorne springen und dann durch den Spin zurückrollen. Als der Spieler den Ball erreicht, sieht er, dass der Ball in die einzige Pitchmarke der Umgebung eingebettet ist. Da es vernünftig ist, anzunehmen, dass der Ball in seine eigene Pitchmarke zurückrollte, darf der Spieler Erleichterung nach Regel 16.3b in Anspruch nehmen.

Landet der Abschlag des Spielers jedoch auf dem Fairway und der Ball springt über einen Hügel hinweg in eine Position, die vom Abschlag nicht gesehen werden konnte, wird aber in einer Pitchmarke gefunden, kann nicht vernünftigerweise angenommen werden, dass der Ball in seiner eigenen Pitchmarke eingebettet ist und der Spieler hat keinen Anspruch auf Erleichterung nach Regel 16.3b.