Rules4you
Rules4you Regeln
Rules4you Etikette
Rules4you Handicap
Rules4you Spielformen
Rules4you Amateurstatut
Rules4you Für Kids
< vorheriger Regelabschnitt nächster Regelabschnitt >
Offizieller Regeltext Erläuterung  
10.1 b.
Verankern des Schlägers
 

Beim Schlag darf der Spieler den Schläger in keiner Weise verankern, weder

·   direkt, indem der Schläger oder eine Griffhand gegen einen Körperteil gehalten wird (außer, dass es dem Spieler gestattet ist, den Schläger oder eine Griffhand gegen eine Hand oder einen Unterarm zu halten), noch

·   indirekt mit Hilfe eines „Ankerpunkts“, indem ein Unterarm absichtlich gegen einen Körperteil gehalten wird, mit dem Ziel eine Griffhand als festen Punkt einzusetzen, um den die andere Hand den Schläger schwingen kann.

Berührt der Schläger des Spielers, die greifende Hand oder der Unterarm beim Schlag leicht den Körper oder die Kleidung, ohne gegen den Körper gehalten zu werden, ist dies kein Verstoß gegen diese Regel.

„Unterarm“ nach dieser Regel bedeutet den Teil des Arms unterhalb des Ellenbogengelenks einschließlich des Handgelenks.

 

10.1b/1 – Spieler darf den Schläger nicht mit dem Unterarm am Körper verankern
Den Unterarm während eines Schlags gegen den Körper zu halten, bedeutet indirekt den Schläger zu verankern.

Damit ein „Ankerpunkt“ vorliegt, müssen zwei Dinge geschehen: (1) der Spieler muss einen Unterarm gegen den Körper halten; und (2) der Spieler muss den Schläger so greifen, dass die Hände auseinander liegen und sich unabhängig voneinander bewegen.

Beispiel: Beim Schlag mit einem langen Putter wird der Unterarm des Spielers gegen seinen Körper gehalten, um einen festen Punkt zu schaffen, während die untere Hand den Schaft weiter unten hält, um den unteren Teil des Schlägers zu bewegen.

Ein Spieler darf jedoch einen oder beide Unterarme bei einem Schlag gegen seinen Körper halten sofern er damit keinen Ankerpunkt herstellt.

10.1b/2 – Absichtlicher Kontakt mit der Kleidung während eines Schlags ist ein Verstoß
Von einem Schläger oder einer Hand gegen den Körper gehaltene Kleidung wird bei der Anwendung von Regel 10.1b als Körperteil des Spielers angesehen. Das Konzept eines freien Schwungs darf nicht umgangen werden, indem etwas zwischen dem Körper des Spielers und dem Schläger oder der Hand gehalten wird.

Beispiel: Trägt ein Spieler eine Regenjacke und verwendet er einen Putter von mittlerer Länge, den er gegen seinen Körper presst, verstößt der Spieler gegen Regel 10.1b.

Hinzu kommt, falls ein Spieler während des Schlags absichtlich mit einer Greifhand ein Kleidungsstück an irgendeinem Teil des Körpers hält (zum Beispiel den Ärmel eines Hemds mit der Hand festhalten), ist dies ein Verstoß gegen Regel 4.3 (Unzulässige Verwendung von Ausrüstung), da dies nicht ihr beabsichtigter Verwendungszweck ist und dies den Spieler bei der Ausführung des Schlags unterstützen könnte.

10.1b/3 – Versehentlicher Kontakt mit der Kleidung während des Schlags ist kein Verstoß
Das Berühren eines Kleidungsstücks mit dem Schläger oder der Greifhand während eines Schlags ist erlaubt.

Dies kann in verschiedenen Fällen vorkommen, wenn ein Spieler:

• weite Kleidung oder einen Regenanzug trägt,

• eine physische Größe oder Gestalt hat, die dazu führen, dass die Arme natürlich am Körper anliegen,

• den Schläger besonders nahe am Körper hält, oder

• aus einem anderen Grund beim Schlag seine Kleidung berührt.