Darf ich auf der Runde einen Entfernungsmesser benutzen?
Regel 14-3 verbietet die Benutzung eines künstlichen Hilfsmittels zum Abschätzen oder Messen von Entfernungen. Sie erlaubt jedoch, dass die Spielleitung eine Platzregel veröffentlicht, nach der die Benutzung von Geräten zulässig ist, die nur die einfache Strecke messen. Ohne eine solche schriftlich vorliegende Platzregel ist die Benutzung von Entfernungsmessern ein Regelverstoß, der zur Disqualifikation führt.
Ebenso führt im Fall der Zulassung von Entfernungsmessern die Benutzung eines Gerätes zur Disqualifikation, das andere bzw. unzulässige Daten (z. B. den Höhenunterschied zum Ziel, die Nordrichtung, die Temperatur, die Windgeschwindigkeit usw) messen kann, auch wenn die jeweilige Funktion nicht benutzt wird.
Das Informationsblatt des DGV zu Entfernungsmessern
finden Sie hier.
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Stimmt es, dass am ersten Abschlag immer der Spieler mit dem besten Handicap beginnt?
Nein. Nach
Regel 10 (Spielfolge) wird die Reihenfolge am ersten Abschlag
durch die Startliste entschieden. Da die Startliste jedoch oft nach Vorgaben ansteigend aufgestellt wird, entsteht leicht der Eindruck, dies sei eine Gesetzmäßigkeit.
Wenn es keine Startliste gibt (in Privatrunden), so entscheidet das Los (Tee, Münze) über die Ehre.
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Müssen alle Bälle auf dem Grün liegen, bevor der erste Spieler puttet?
Nein. Es spielt immer derjenige, dessen Ball weiter vom Loch entfernt liegt. Das kann zum Beispiel auch bedeuten, dass ein Spieler aus 10 Metern Entfernung einen Putt macht,
während der Ball eines anderen Spielers noch auf dem Vorgrün oder im Extremfall sogar im Bunker liegt, jedoch näher an der
Fahne (vergl.
Regel 10 „Spielfolge“).
Das Missverständnis kommt daher, dass es meist bequemer erscheint, nur einmal den Flaggenstock bedienen zu müssen.
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Sind Übungsschwünge im Bunker erlaubt?
Eigentlich ja. Wer dabei jedoch Sand oder lose hinderliche Naturstoffe berührt, zieht sich im Zählspiel zwei Strafschläge zu,
im Lochspiel bedeutet es Lochverlust (vergl.
Regel 13-4).
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Sind Übungsschwünge im Wasserhindernis erlaubt?
Eigentlich ja. Wie im Bunker gilt jedoch auch hier, dass weder der Boden noch lose hinderliche Naturstoffe oder das Wasser berührt werden dürfen.
Nach
Regel 13-4 zieht sich der Spieler bei Verstoß
zwei Strafschläge im Zählspiel zu, im Lochspiel bedeutet der Fehler Lochverlust.
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Darf man einen Schläger oder die Harke mit in den Bunker nehmen und sie vor dem Schlag dort hinlegen?
Ja. ( Siehe Ausnahme 1 zu
Regel 13-4 und
Entscheidung 13-4/21
Es dient auch der Spielbeschleunigung, wenn ein Spieler, der sich nicht über seine Schlägerwahl im Klaren ist, sofort einen anderen Schläger zur Hand hat und nicht erst den
Bunker wieder verlassen muss, wenn er sich dazu entscheidet, den Schläger zu wechseln.
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Darf mein Zähler mir einen Strafschlag geben?
Nicht direkt. Der
Zähler ist kein
Platzrichter und kann (und muss!) nur die Strafen aufschreiben,
die durch eine Handlung des Spielers entstehen. Dabei hat er keinen Ermessensspielraum, eine Strafe zu übersehen oder zu variieren. Wenn Spieler und Zähler sich über die
Anwendung einer Regel nicht einig sind sollte nach der Runde eine Entscheidung der Spielleitung eingeholt werden. Die Zählkarte sollte von Spieler und Zähler erst nach der
Entscheidung unterschrieben werden.
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Darf man die Lage des Balls auf dem Grün mit einem Tee markieren?
Ja. Das unzulässige Prüfen der Grünoberfläche wird in
Regel 16-1d
mit dem Rollen eines Balls und dem Aufrauen oder Aufkratzen der Oberfläche definiert.
Ein Tee in das Grün zu stecken hat mit keiner der drei o.g. Handlungen etwas gemeinsam. Abgesehen davon sticht man auch mit einer Pitchgabel in das Grün,
ohne dass dies als ein Regelverstoß angesehen wird. Das Stören der Mitspieler in der Nähe deren Puttlinien durch ein in das Grün gesteckte Tee muss jedoch vermieden werden.
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Wer identifiziert den Ball eines Spielers?
Nur der Spieler selber kann und muss seinen Ball identifizieren. Sein Zähler oder weitere Mitspieler haben nichts an dessen Ball zu suchen.
Fassen diese den Ball des Spielers in dessen Anwesenheit und/oder mit dessen Einwilligung an, so ist der Spieler dennoch für alle
dabei vorkommenden Regelverstöße verantwortlich. Die Verantwortung für das Identifizieren kann nicht abgegeben werden, da sich immer
der Spieler anschließend die Strafe für das Spielen eines falschen Balls zuzieht, auch wenn es z. B. der Zähler war, der beim Identifizieren
nicht richtig hingeschaut hatte (vergl.
Regel 12-2).
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Muss ein Ball immer von der Person zurückgelegt werden, die ihn aufgenommen hatte?
Nicht unbedingt. Ein Ball darf (nach Möglichkeit mit Wissen des Spielers) von jeder anderen Person aufgenommen werden, so zum Beispiel auf dem Grün,
wenn der Spieler mit seinem Trolley um das Grün herumgeht und sein Mitbewerber schon einmal den störenden Ball auf seiner Puttlinie aufnehmen möchte.
Das Zurücklegen kann dann jedoch durch diese Person, den Spieler oder seinen Partner erfolgen (
Regel 20-3).
Wird der Ball nicht „zurückgelegt“ (nach dem Markieren auf dem Grün), sondern „hingelegt“ (an eine andere Stelle, z. B. beim Besserlegen),
so muss dies durch den Spieler oder seinen Partner erfolgen.
Vorsicht:
„Partner“ ist nicht irgendein Mitspieler, sondern derjenige Spieler, mit dem der Spieler gemeinsam einen Vierer spielt.
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Muss man Probeschläge im Rough ankündigen?
Gelegentlich hört man von Spielern, die ihren Ball aus dem Rough spielen wollen, vorher die Ankündigung „Probe“. Dies geschieht wohl in der Sorge,
der Zähler würde einen Übungsschwung für einen Luftschlag halten. Dennoch verlangen die Regeln nicht, einen Übungsschwung anzukündigen. Es wird im
Sinne des Fairplay selbstredend davon ausgegangen, dass ein Spieler einen Luftschlag nachträglich mitteilt. Übungsschwünge dagegen sind so weit verbreitet,
dass es unnötig ist, sie anzukündigen.
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Gelten im Winterhalbjahr automatisch die so genannten Winterregeln?
Nein, nicht automatisch sondern nur dann, wenn sie durch die Spielleitung veröffentlicht worden sind.
Der Begriff
Winterregel wird im Regelbuch, Anhang I, einmal verwendet.
Unter diesem Begriff werden die möglichen Platzregeln zum Reinigen des Balls (an die gleiche Stelle zurücklegen) oder zum Besserlegen
(reinigen und an eine neue Stelle legen) aufgeführt, die zunächst von der Spielleitung veröffentlicht werden müssen.
Diese Platzregeln können bei Bedarf und mit Zustimmung des Landesverbandes von der Spielleitung auch im Sommer erlassen werden.
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Darf man Pfähle zur Kennzeichnung von Wasserhindernissen herausziehen?
Ja, es sei denn
a) der Pfahl ist befestigt und damit unbeweglich, oder
b) er wurde von der Spielleitung durch eine Platzregel zum unbeweglichen Hemmnis erklärt (dies wird nicht vom DGV empfohlen)
Sinngemäß gilt das oben Genannte auch für Entfernungspfähle oder blaue Pfähle zur Kennzeichnung von Boden in Ausbesserung.
Nur weiße Pfähle, die Ausgrenzen kennzeichnen, gelten bereits durch die Regeln als befestigt und dürfen nicht bewegt werden
(siehe Erklärung für
„Hemmnisse“).
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Muss mein Mitbewerber es mir erlauben, zuerst zu putten, wenn mein Ball nahe am Loch liegt?
Dies wird meistens durch die oft gehörte Frage „Darf ich fertigmachen?“ eingeleitet, die der Spieler stellt, der seinen Ball
lieber sofort einlochen möchte und ihn nicht erst kennzeichnen und aufnehmen möchte. Hier wird nur etwas verwechselt:
Stört ein Ball das Spiel eines Mitbewerbers, der deshalb darum bittet, den Ball aufzunehmen, so darf der Besitzer des störenden
Balls stattdessen zuerst spielen (
Regel 22).
Eine Erlaubnis des Mitbewerbers ist dazu nicht erforderlich. Natürlich verlangt die Etikette, dabei nicht auf die Puttlinie des anderen Spielers zu treten
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Darf man in einem Wettspiel mit „X-Out-Bällen“ spielen?
Ja, die
Entscheidung 5-1/4 lässt dies ausdrücklich zu.
Nur in einem Wettspiel, bei dem die Spielleitung in die Wettspielausschreibung ausnahmsweise die Bedingung aufgenommen hat,
dass der vom Spieler gebrauchte Ball im gültigen Verzeichnis zugelassener Golfbälle (die sog. „List of Conforming Golfballs“)
aufgeführt sein muss (Anmerkung zu Regel 5-1), darf ein »X-Out-Ball« nicht gebraucht werden.
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Muss jeder Spieler seine eigenen Schläger benutzen?
Jein:
Regel 4-4b besagt, dass Partner im Vierer ihre Schläger
gemeinsam gebrauchen dürfen, sofern die Gesamtzahl der Schläger, welche die Partner mitführen, die Höchstzahl von 14 Schlägern nicht übersteigt.
Die Bezeichnung
„Partner“‚ sagt in den Golfregeln, dass es sich um Spieler einer „Partei“ handelt, also Spieler,
die zusammen z. B. einen Vierer oder Vierball spielen.
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Müssen Änderungen auf der Scorekarte abgezeichnet werden?
Nein. In
Entscheidung 6-6a wird hierzu gesagt, dass es keine Vorschriften dazu gibt,
wie Änderungen auf einer Zählkarte durchzuführen sind. So muss z. B. eine korrigierte Schlagzahl auf einem Loch nicht vom Zähler (z. B. mit seinen Initialen) abgezeichnet werden,
da er ja schon die so abgeänderte Karte unterschreibt. Ein Abzeichnen der Änderung ist jedoch nicht verboten und kann im Zweifel eine Rückfrage ersparen.
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Darf ein Spieler einen Ball „aufgeben“ und sich damit für das Weiterspielen des provisorischen Balls entscheiden?
Ja, die Ankündigung dieses Vorhabens reicht jedoch nicht aus. Sollte der Spieler zum Beispiel nach einer Minute Suche sagen „Ich gebe den Ball auf“,
und anschließend wird innerhalb der 5-Minuten-Suchzeit und bevor der Spieler einen neuen Ball ins Spiel gebracht hat, der ursprüngliche Ball doch noch
zufällig gefunden, muss der Spieler trotzdem seinen ursprünglichen Ball spielen.
Einen Ball „aufgeben“ kann man also nur durch die Tat, indem man einen neuen Ball ins Spiel bringt.
Hat der Spieler schon einen neuen Ball ins Spiel gebracht, ohne zuvor deutlich zu machen, dass es sich um einen provisorischen Ball handelt, darf er den
ursprünglichen Ball nicht mehr spielen.
Natürlich ist der ursprüngliche Ball auch „verloren“, wenn die Suchzeit von 5 Minuten verstrichen ist oder wenn der Spieler seinen provisorischen Ball
von einer Stelle weiterspielt, die gleich weit oder näher zum Loch liegt, als die Stelle, an der der ursprüngliche Ball sich mutmaßlich befindet.
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Muss vor dem Droppen eines Balls die Stelle markiert werden, an der er vorher gelegen hat?
Die Regeln schreiben das Kennzeichnen der Lage des Balls in dem o.g. Fall nicht vor.
Es ist aber empfehlenswert, vor dem Fallenlassen des Balles den Bezugspunkt (z. B. die nächstgelegene Stelle, an der der Spieler nicht mehr von
einem Hemmnis oder Boden in Ausbesserung behindert wird) zu kennzeichnen.
So kann zuverlässig nachgemessen werden, ob der fallen gelassene Ball den Regeln entsprechend innerhalb einer Schlägerlänge von dem o.g. Punkt fallen gelassen wurde.
Nur wenn ein Ball an die alte Stelle zurückgelegt werden muss (z. B. auf dem Grün oder beim Identifizieren), ist es vorgeschrieben,
die Lage des Balles vor dem Aufheben zu markieren. (
Regel 20-1.)
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Darf die Fahne auch bedient werden, wenn der Ball noch nicht auf dem Grün liegt?
Ja, in
Regel 17-1 wird das Bedienen des Flaggenstockes beschrieben.
Das Wort „Grün“ kommt darin nicht vor. Demnach gilt die Regel über das Bedienen des Flaggenstockes für jeden Schlag, egal ob der Ball auf dem Grün liegt oder nicht.
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Darf ein Spieler einen 15. Schläger mit auf die Runde nehmen, wenn er schon vor dem ersten Abschlag sagt, welchen Schläger er nicht benutzen wird?
Besser nicht! Die Bestimmung über das Neutralisieren eines überzähligen Schlägers gilt nur für den Fall, dass ein Spieler während der
Runde den 15. Schläger entdeckt. In dem o.g. Fall zieht sich der Spieler zwei Strafschläge
nach
Regel 4-4a zu, da er die
Runde mit mehr als 14 Schlägern angetreten hat. (
siehe Entscheidung 4-4c/1)
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Gilt ein „Longest Drive“ nur, wenn der Ball auf dem Fairway liegt?
Wenn Sonderpreise für einen Longest Drive oder auch einen Nearest to the Pin ausgeschrieben sind, muss dabei in der Ausschreibung klar zum Ausdruck kommen,
ob es Einschränkungen bei der Wertung gibt. Ist keine Einschränkung gemacht worden, die z. B. fordert, der Ball müsse auf dem Fairway liegen
(oder beim „Nearest“ auf dem Grün) so zählt auch ein Longest Drive im Rough oder ein Nearest To The Pin auf dem Vorgrün.
Gerne wird auch darüber diskutiert, ob der „Nearest“ bis zum Lochrand oder bis zum Flaggenstock gemessen werden soll:
Heißt es „Nearest To The Pin“, so scheint das Ziel der „Pin“ (der Flaggenstock) zu sein, spielt man jedoch „Nearest To The Hole“, ist das Ziel mit dem Lochrand erreicht.
Natürlich sollte ein Hole-in-one in beiden Fällen gewertet werden.
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Stimmt es, dass der Spieler mit dem besten Handicap in jeder Gruppe die Verantwortung für ein zügiges Spiel trägt?
Nein, jeder Spieler einer Spielergruppe ist dafür verantwortlich, die Forderungen der zum zügigen
Spieltempo zu erfüllen.
Zügiges Spiel und bei Bedarf die (freundliche) Ermahnung seiner Mitspieler zum zügigen Spiel ist Sache jedes Spielers. Immerhin kann ja auch einmal der
Spieler mit der niedrigen Vorgabe die „Bremse“ sein.
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Muss ich meine Mitbewerber um Zustimmung bitten, wenn ich einen Caddie mitnehmen möchte?
Regel 6-4 erlaubt jedem Spieler einen
Caddie,
wenn die Wahl eines Caddies nicht durch die Ausschreibung eingeschränkt oder untersagt ist. Es wird davon ausgegangen, dass ein Caddie sich mit der Etikette
auskennt und das Spiel nicht stört.
Unter diesen Voraussetzungen ist keine Genehmigung der Mitbewerber erforderlich, sich einen Caddie zu nehmen.
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Darf man ungefragt etwas zur Anwendung einer Regel sagen?
Die Erklärung
„Belehrung“ in den Golfregeln sagt ausdrücklich, dass Auskunft über die Regeln keine Belehrung ist.
Belehrung ist stattdessen alles, was den Spieler in der Art und Weise der Ausführung des nächsten Schlags beeinflusst, so z. B. der leider viel zu oft
gehörte Satz „Du musst den Kopf unten lassen“, für den man sich regelmäßig zwei Strafschläge zuzieht.
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Haben die Pros auf der Tour eigene Golfregeln, so dass sie dort z. B. auch Spikemarken auf dem Grün ausbessern dürfen?
Nein. Golf wird weltweit auf jedem Niveau (Tour-Professionals oder Clubgolf) nach den gleichen Regeln gespielt, und dazu gehört auch, dass Spikemarken
auf den Grüns nicht ausgebessert werden dürfen. Die Platzregeln und Wettspielbedingungen, die bei den Professionals zum Teil angewandt werden, stehen
auch bei Bedarf im Amateurgolf zur Verfügung und sind z. B. bei Verbandswettspielen des DGV weitgehend in Kraft gesetzt worden.
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Ist es erlaubt, einen Ball einzulochen obwohl der Ball eines anderen Spielers noch im Loch liegt?
Ja. Die Situation wird für jeden weiteren Spieler nicht einfacher, wenn schon ein oder mehrere Bälle im Loch liegen. Er zieht keinen Vorteil
daraus und läuft sogar Gefahr, dass sein Ball wieder aus dem Loch springt, was ihn einen weiteren Schlag kostet.
Es ist dennoch eine Frage der Etikette, seinen Ball aus dem Loch zu nehmen, bevor ein anderer Spieler puttet, es sei denn, dieser bietet
ausdrücklich an, nach seinem Putt beide Bälle aus dem Loch zu nehmen.
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Stimmt es, dass es eigentlich keine „Flightpartner“ gibt?
Umgangssprachlich werden Mitspieler zwar oft und fälschlicherweise so genannt, trotzdem bleibt der Ausdruck „Flightpartner“ vollkommen falsch.
„Partner“ gibt es im Golf nur im Vierer, sonst sind die anderen Personen auf dem Platz im Zählspiel „Mitbewerber“ und im Lochspiel „Gegner“.
Ein Flight ist im englischsprachigen Golf der Begriff für eine Wertungsklasse, z. B. ist die Klasse A in einem Wettspiel der „A-Flight“.
In Lochspielen sind die einzelnen Flights Gruppen von Mannschaften bzw. Spielern im Lochspiel, die um die Plätze 1 - 8, 9 - 16 usw. spielen.
Was umgangssprachlich und unzutreffend in Deutschland als „Flight“ bezeichnet wird, sind Spielergruppen, Matches, Gruppen oder Spiele,
im Englischen somit matches, groups oder games.
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