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2. Regeln - Definitionen
Hier finden Sie alle offiziellen Definitionen wichtiger Regelbegriffe, wie sie in den Golfregeln verwendet werden.
Offizieller Regeltext Erläuterung  
Abschlag  
„Abschlag“ ist der Ort, an dem das zu spielende Loch beginnt. Der Abschlag ist eine rechteckige Fläche, zwei Schlägerlängen tief, deren Vorder- und Seitenbegrenzungen durch die Außenseiten von zwei Abschlagmarkierungen bezeichnet werden. Ein Ball befindet sich außerhalb des Abschlags, wenn er vollständig außerhalb liegt. Der Abschlag ist in anderem Zusammenhang auch
a) nach dem Vorgabensystem die Fläche von maximal 10 Meter vor und hinter dem Messpunkt, innerhalb derer die Abschlagmarkierungen von der Spielleitung platziert werden müssen, damit vorgabenwirksam gespielt werden kann, und
b) im Golfplatzbau das eigentliche Bauwerk auf einem Loch, das dann auch mehrere „Abschläge" im Sinne des Vorgabensystems bzw. der Erklärung beinhalten kann.

Die für die jeweilige Runde gewählten „Abschlagmarkierungen" gelten vor dem ersten Schlag auf dem jeweiligen Loch als befestigt und dürfen nicht bewegt werden. Danach sind sie bewegliche Hemmnisse. „Loch" ist in den Golfregeln sowohl eine ganze Spielbahn als auch das runde Loch, das durch den Flaggenstock markiert wird.
Eine Schlägerlänge ist eine oft in den Regeln benutzte Maßeinheit. Sie wird nach Wahl des Spielers mit irgendeinem Schläger gemessen, den der Spieler auf der Runde mit sich führt.
(Siehe Regel 11)
Ansprechen des Balls  
Ein Spieler hat den Ball angesprochen, sobald er seinen Schläger unmittelbar vor oder unmittelbar hinter dem Ball aufgesetzt hat, unabhängig davon, ob er seine Standposition bezogen hat. Im Bunker oder im Wasserhindernis wird ein Ball somit vor dem Schlag nicht angesprochen, da dort der Schläger nicht aufgesetzt werden darf.
Aus  
„Aus“ ist jenseits der Grenzen des Platzes oder jeder Teil des Platzes, der durch die Spielleitung als Aus markiert ist.

Wird Aus durch Pfähle oder einen Zaun oder als jenseits von Pfählen oder einem Zaun gekennzeichnet, so verläuft die Auslinie auf Bodenebene entlang den platzseitig vordersten Punkten der Pfähle bzw. Zaunpfosten ohne Berücksichtigung schräg laufender Stützpfosten. Wenn sowohl Pfähle als auch Linien benutzt werden, um Aus anzuzeigen, so bezeichnen die Pfähle das Aus und die Linien kennzeichnen die Grenze. Wird Aus durch eine Bodenlinie gekennzeichnet, so ist die Linie selbst Aus. Aus erstreckt sich von der Auslinie senkrecht nach oben und unten.

Ein Ball ist im Aus, wenn er vollständig im Aus liegt. Ein Spieler darf im Aus stehen, um einen nicht im Aus liegenden Ball zu spielen.

Gegenstände zur Kennzeichnung des Aus wie Mauern, Zäune, Pfähle und Geländer sind keine Hemmnisse und gelten als befestigt.
Pfähle zur Bezeichnung von Aus sind keine Hemmnisse und gelten als befestigt.
Aus kann entweder eine Fläche sein, die dem Golfclub nicht gehört und die deshalb nicht betreten werden darf / soll oder ein Bereich, in dem kein Spiel stattfinden soll, um Personen / Tiere / Pflanzen vor Golfbällen zu schützen (z. B. Clubhaus, Parkplatz, Driving Range).
Da alle Pfähle, die nach den Regeln ein bestimmtes Gebiet bezeichnen, in dem jeweiligen Gebiet stehen, befinden sich die Pfähle, die „Aus" kennzeichnen, bereits im Aus. Deshalb verläuft die Grenze zwischen „Aus" und dem Platz an der zum Platz hin gelegenen (vorderen) Kante der Pfähle.
Merke: Das Spiel darf nicht verzögert werden, indem Spieler einen Ball im Aus suchen.

Wenn Zaunpfähle z. B. von einer benachbarten landwirtschaftlichen Fläche die Grenze darstellen, werden diese selten weiß angestrichen sein. Sie können aber dennoch durch Benennung in den Platzregeln den Status einer Ausgrenze erhalten.




Anmerkung 1: Pfähle oder Linien zur Kennzeichnung von Aus sollten weiß sein.

Anmerkung 2: Die Spielleitung darf in einer Platzregel festlegen, dass Pfähle, die Aus bezeichnen aber nicht kennzeichnen, Hemmnisse sind.
Dies kann bei internen Ausgrenzen zwischen zwei Spielbahnen erfolgen, wenn die Pfähle beim Spielen des Lochs stören, auf dem sie kein „Aus" darstellen. Sie beschreiben dann zwar „Aus", kennzeichnen es aber nur beim Spielen des anderen Lochs.
(Siehe Regel 27-1)
 
Ausrüstung  
„Ausrüstung“ ist alles, was vom Spieler oder dessen Caddie benutzt, am Körper getragen, gehalten oder mit sich getragen wird, ausgenommen

-- jeder Ball, den der Spieler an dem zu spielenden Loch gespielt
hat, und

-- jeder kleine Gegenstand wie Münze oder Tee, wenn er benutzt wurde, um die Lage eines Balls oder die Ausdehnung einer Fläche zu kennzeichnen, innerhalb der ein Ball fallen gelassen werden muss.





Dies schließt neben Schlägern, Bällen, Tees und der Kleidung des Spielers auch Schirme, Getränke, Rundenverpflegung u.ä. mit ein.








 
Anmerkung 1: Ein an dem zu spielenden Loch gespielter Ball ist Ausrüstung, wenn er aufgenommen und noch nicht ins Spiel zurück gebracht wurde.

Wichtig ist dies insbesonders für den Fall, dass ein anderer Ball den Ball trifft. Ist der Ball nicht im Spiel, siehe Regel 19-4 (Ball in Bewegung abgelenkt oder aufgehalten, durch Mitbewerber, Caddie oder Ausrüstung), ist er im Spiel, siehe Regel 19-5 (Ball in Bewegung abgelenkt oder aufgehalten, durch anderen Ball).  
Anmerkung 2: Ausrüstung schließt auf dem Platz befindliche Gegenstände zur Platzpflege, wie z. B. Harken, mit ein, wenn sie in der Hand gehalten oder getragen werden.

Anmerkung 3: Wird Ausrüstung von zwei oder mehreren Spielern gemeinsam benutzt, gilt die gemeinsam benutzte Ausrüstung als Ausrüstung von nur einem der Spieler, die die Ausrüstung gemeinsam nutzen.

Wird ein gemeinsam genutztes Golfcart von einem der Spieler (oder seinem Partner oder einem ihrer Caddies), die sich das Golfcart teilen, bewegt, gilt das Golfcart und alles darin als Ausrüstung dieses Spielers. Anderenfalls gelten das von den Spielern gemeinsam genutzte Golfcart und alles darin als Ausrüstung des Spielers, dessen Ball (oder dessen Partners Ball) betroffen ist.

Andere gemeinsam benutzte Ausrüstung gilt als Ausrüstung des Spielers, der sie zuletzt benutzt, am Körper getragen, gehalten oder mit sich getragen hat. Sie bleibt Ausrüstung dieses Spielers, bis sie von dem anderen Spieler (oder seinem Partner oder einem ihrer Caddies) benutzt, am Körper getragen, gehalten oder mit sich getragen wird.
 
Ball eingelocht  
Siehe: „Einlochen“.    
Ball gilt als bewegt  
Siehe: „Bewegen, bewegt“.    
Ball im Spiel  
Ein Ball ist „im Spiel“, sobald der Spieler auf dem Abschlag einen Schlag ausgeführt hat. Er bleibt im Spiel, bis er eingelocht ist, es sei denn, er ist verloren, im Aus, oder er wurde aufgenommen oder durch einen anderen Ball ersetzt, gleich ob der Ersatz erlaubt ist oder nicht; ein so neu eingesetzter Ball wird Ball im Spiel.




Der Ball im Spiel darf nur unter Anwendung einer Regel angefasst bzw. bewegt werden.










Ein Ball im Spiel, der markiert, aber der nicht aufgenommen wurde, bleibt im Spiel. Ein Ball, der markiert, aufgenommen und zurückgelegt wurde, ist wieder im Spiel, gleich ob der Ballmarker entfernt wurde oder nicht.


D.h., sowohl beim ersten Schlag von außerhalb des Abschlags als auch, wenn dies bei der Korrektur des Fehlers nochmals passiert, ist der Ball kein „Ball im Spiel".
Wird ein Ball von außerhalb des Abschlags gespielt, wenn der Spieler ein Loch beginnt oder bei dem Versuch, diesen Fehler zu beheben, ist der Ball nicht im Spiel; Regel 11-4 oder 11-5 finden Anwendung. Anderenfalls beinhaltet der Begriff Ball im Spiel einen Ball, der von außerhalb des Abschlags gespielt wird, wenn der Spieler seinen nächsten Schlag vom Abschlag spielen will oder muss.

Ausnahme im Lochspiel: Ball im Spiel schließt einen Ball ein, der vom Spieler bei Beginn eines Lochs von außerhalb des Abschlags gespielt wurde, wenn der Gegner nicht verlangt, dass dieser Schlag entsprechend Regel 11-4a annulliert wird.

Im Lochspiel kann der Gegner verlangen, dass der Spieler seinen von außerhalb des Abschlags gespielten Ball straflos erneut spielt. Tut er dies nicht, ist der von außerhalb gespielte Ball im Spiel.  
Ball verloren  
Siehe: „Verlorener Ball“.    
Belehrung  
„Belehrung“ ist jede Art von Rat oder Anregung, die einen Spieler in seiner Entscheidung über sein Spiel, die Schlägerwahl oder die Art der Ausführung eines Schlags beeinflussen könnte.

Auskunft über die Regeln, Entfernungen oder über allgemein Kenntliches wie die Lage von Hindernissen oder die Position des Flaggenstocks auf dem Grün ist nicht Belehrung.
Merke: Alle „variablen" Angaben dürfen nicht ausgetauscht werden: Die Schlägerwahl, die Einschätzung des Windes oder der Spielbarkeit / Unspielbarkeit usw.
„Feststehende" Daten wie Entfernungen vom Ball o.ä. zum Loch oder Informationen über die Regeln dürfen ausgetauscht werden, da sie keiner individuellen Einschätzung unterliegen.
(Siehe Regel 8-1)
 
Beobachter  
„Beobachter“ ist jemand, den die Spielleitung bestimmt hat, einem Referee bei der Entscheidung von Tatfragen zur Seite zu stehen und ihm jeden Regelverstoß zu melden. Ein Beobachter soll nicht den Flaggenstock bedienen, am Loch stehen oder dessen Lage anzeigen, und soll auch nicht den Ball aufnehmen oder dessen Lage kennzeichnen.    
Bestball  
Siehe: „Spielformen des Lochspiels“.    
Bewegen, bewegt  
Ein Ball gilt als „bewegt“, wenn er seine Lage verlässt und anderswo zur Ruhe kommt. Ein „wackelnder" Ball, der hin und her schwankt, gilt also im Sinne der Golfregeln nicht als „bewegt". Bleibt er jedoch nur ein ganz kleines Stück (ein Millimeter reicht) von seiner ursprünglichen Lage entfernt liegen, hat er sich im Sinne dieser Erklärung „bewegt".
(Siehe Regel 18)
 
Bewerber  
„Bewerber“ ist ein Spieler im Zählwettspiel. „Mitbewerber“ ist jede Person, mit der zusammen der Bewerber spielt. Keiner ist Partner des anderen.

In Zählspiel-Vierern und Vierball-Wettspielen schließt, soweit es der Zusammenhang gestattet, der Begriff „Bewerber“ oder „Mitbewerber“ den Partner ein.
Der umgangssprachlich benutzte Ausdruck „Flightpartner" für den Mitbewerber ist somit doppelt falsch, da es sich in Sinne der Regeln weder um einen „Partner" handelt noch der englische Begriff „Flight" (im Englischen ist dies eine Wertungsklasse in einem Wettspiel) zutrifft.  
Boden in Ausbesserung  
„Boden in Ausbesserung“ ist jeder Teil des Platzes, der auf Anordnung der Spielleitung als solcher markiert oder durch deren befugte Vertreter dazu erklärt wurde. Jeglicher Boden und jederlei Gras, Busch und Baum oder Sonstiges, das wächst, in dem Boden in Ausbesserung, gehören zu dem Boden in Ausbesserung. Boden in Ausbesserung schließt auch zur Beseitigung angehäuftes Material und von Platzpflegern gemachte Löcher mit ein, auch wenn dies nicht entsprechend markiert ist. Schnittgut und anderes auf dem Platz liegen gelassene Material, das sich selbst überlassen und nicht zum Abtransport bestimmt wurde, ist kein Boden in Ausbesserung, es sei denn, es wäre so markiert. Boden in Ausbesserung kann entweder zur Schonung des Platzes eingerichtet werden (z. B. nach einer Neueinsaat) oder auch in Bereichen, die durch Fahrzeugspuren, Bauarbeiten oder andere außerplanmäßige Einwirkungen nicht die Balllage bieten, die an dieser Stelle angemessen erscheint. So kann z. B. eine kleinere Schadstelle auf dem Fairway als „Boden in Ausbesserung" gekennzeichnet sein, während eine solche Stelle mit gleicher Bodenbeschaffenheit außerhalb des Fairways hingenommen würde.
(Siehe Regel 25-1)
Wird die Grenze von Boden in Ausbesserung durch Pfähle gekennzeichnet, so befinden sich diese Pfähle in Boden in Ausbesserung und die Grenze wird durch die Verbindung der nächstgelegenen äußeren Punkte der Pfähle auf Bodenebene gekennzeichnet.

Werden sowohl Pfähle als auch Linien benutzt, um Boden in Ausbesserung anzuzeigen, so bezeichnen die Pfähle den Boden in Ausbesserung und die Linien kennzeichnen die Grenze.

Wird die Grenze von Boden in Ausbesserung durch eine Linie auf dem Boden gekennzeichnet, so ist die Linie selbst in Boden in Ausbesserung. Die Grenze von Boden in Ausbesserung erstreckt sich senkrecht nach unten, nicht jedoch nach oben.

Die Pfähle sind üblicherweise blau und Linien weiß. Der Grund für die weißen Linien liegt darin, dass weiße Sprühfarbe länger und besser sichtbar ist als blaue Sprühfarbe.
Ein Ball ist im Boden in Ausbesserung, wenn er darin liegt oder ihn mit irgendeinem Teil berührt.

Pfähle, die Boden in Ausbesserung bezeichnen oder dessen Grenzen kennzeichnen, sind Hemmnisse.

Anmerkung: Die Spielleitung darf durch Platzregel bestimmen, dass von Boden in Ausbesserung oder von einem geschützten Biotop, das als Boden in Ausbesserung gekennzeichnet ist, nicht gespielt werden darf.
 
Bunker  
Ein „Bunker“ ist ein Hindernis in der Form einer besonders hergerichteten, oft vertieften Bodenstelle, von der Grasnarbe oder Erdreich entfernt und durch Sand oder dergleichen ersetzt wurde.

Grasbewachsener Boden angrenzend an einen oder in einem Bunker einschließlich aufgeschichteter Grassoden (gleich ob grasbewachsen oder nicht) ist nicht Bestandteil des Bunkers. Eine Wand oder ein Rand eines Bunkers, welche(r) nicht mit Gras bewachsen ist, ist Teil des Bunkers.

Die Grenze eines Bunkers erstreckt sich senkrecht nach unten, aber nicht nach oben.

Ein Ball ist im Bunker, wenn er darin liegt oder ihn mit irgendeinem Teil berührt.
Auch wenn Bunker heute meist sorgfältig gepflegt werden, sind sie von ihrem Status her Hindernisse. Deshalb ist darin vieles untersagt, was im Gelände (= außerhalb von Hindernissen, Grüns und dem Abschlag des zu spielenden Lochs) erlaubt wäre, so z. B. das Berühren oder Entfernen loser hinderlicher Naturstoffe.
Merke: Eine Grasinsel im Bunker ist nach der nebenstehenden Definition kein Teil des Bunkers. Deshalb darf der Schläger auf einer Grasinsel aufgesetzt werden.
(Siehe Regel 13-4)
Caddie  
„Caddie“ ist jemand, der den Spieler in Übereinstimmung mit den Regeln unterstützt. Dies kann das Tragen oder den Umgang mit den Schlägern des Spielers während des Spiels einschließen.

Ist ein Caddie von mehr als einem Spieler eingesetzt, so gilt er stets als Caddie desjenigen sich den Caddie teilenden Spielers, dessen Ball (oder dessen Partners Ball) betroffen ist, und von ihm getragene Ausrüstung gilt als Ausrüstung des betreffenden Spielers, ausgenommen der Caddie handelt auf besondere Weisung eines anderen Spielers (oder dem Partner eines anderen Spielers) mit dem der Caddie geteilt wird; im letztgenannten Fall gilt er als Caddie jenes anderen Spielers.
Ein kurzfristiger Umgang mit den Schlägern eines Spielers, z. B. um diese aus der Spiellinie zu räumen, macht aus der handelnden Person noch keinen Caddie.
Merke: Da ein Caddie seine Funktion erst mit Beginn der Runde aufnimmt, spielt es keine Rolle, ob er am Tag des Wettspiels selbst bereits auf dem Platz gespielt hat.
(Siehe Regel 6-4)
Dreiball  
Siehe: „Spielformen des Lochspiels“.    
Dreier  
Siehe: „Spielformen des Lochspiels“.    
Ehre  
Der Spieler, der als Erster vom Abschlag zu spielen berechtigt ist, hat – wie man sagt – die „Ehre“.

Am ersten Abschlag entscheidet die Startliste über die Ehre. Ist keine Startliste vorhanden, wird gelost. Die Vorgabe der Spieler hat keinen Einfluss auf die Ehre. An den weiteren Abschlägen hat der Spieler mit dem besten Ergebnis am vorherigen Loch die Ehre, ist das Ergebnis dort gleich, dann entscheidet das vorherige Loch darüber.
(Siehe Regel 10)
 
Einlochen  
Ein Ball ist „eingelocht“, wenn er innerhalb des Lochumfangs zur Ruhe gekommen ist und sich vollständig unterhalb der Ebene des Lochrands befindet.
Ein Ball gilt nicht als eingelocht, wenn er zwischen Fahne und Lochrand klemmt und ein Teil von ihm noch über die Grünoberfläche hinausragt. Der Spieler darf dann den Flaggenstock entfernen: fällt der Ball dabei ins Loch, gilt er mit dem letzten Schlag als eingelocht.
Merke: Auch wenn der Ball nach der Erklärung zur Ruhe gekommen sein soll, gilt er als eingelocht, wenn ein Spieler ihn schon aus dem Loch nimmt, obwohl der Ball noch auf dem Boden des Lochs hin und her springt.
 
Einzel  
Siehe: „Spielformen des Lochspiels“ und „Spielformen des Zählspiels“.    
Erdgänge grabendes Tier  
Ein „Erdgänge grabendes Tier“ ist ein Tier (mit Ausnahme von einem Wurm, Insekt oder Ähnlichem), das einen Bau als Unterkunft oder zu seinem Schutz anlegt, z. B. ein Kaninchen, Maulwurf, Murmeltier, Erdhörnchen oder Salamander.

Anmerkung: Ein Loch von einem Tier, das keine Erdgänge gräbt, z. B. von einem Hund, gilt nicht als ungewöhnlich beschaffener Boden, es sei denn, es wurde als Boden in Ausbesserung gekennzeichnet oder dazu erklärt.
Es ist manchmal schwierig, eine Vertiefung im Rough einer bestimmten Tierart, die Erdgänge gräbt, zuzuordnen. Solange die Möglichkeit besteht, dass es sich um Wühlspuren eines Hundes, Wildschweins o.ä. handelt, besteht kein Anspruch auf straflose Erleichterung.
(Siehe Regel 25-1)
Falscher Ball  
„Falscher Ball“ ist jeder andere Ball als des Spielers
-- Ball im Spiel;
-- provisorischer Ball; oder
-- nach Regel 3-3 oder Regel 20-7c im Zählspiel gespielter
zweiter Ball.

Ball im Spiel ist auch ein neu eingesetzter Ball, der den im Spiel befindlichen Ball ersetzt hat, gleich, ob der Ersatz erlaubt ist oder nicht. Ein neu eingesetzter Ball wird zum Ball im Spiel, wenn er fallen gelassen oder hingelegt wurde (siehe Regel 20-4).

Ein zufällig gefundener und fälschlich für den eigenen Ball gehaltener Ball ist das häufigste Beispiel für einen „falschen Ball".





Merke: „Aufgegeben" (s. Aufzählung) steht hier entweder für „durch eine andere Person auf dem Platz liegengelassen" oder für einen Ball, der vom Spieler durch einen neuen Ball ersetzt wurde.
Der „ursprüngliche aber nicht mehr im Spiel befindliche Ball" (s. Spiegelstrich) ist z. B. ein Ball, für den die Suchzeit abgelaufen ist oder der durch einen provisorischen Ball ersetzt wurde.
(Siehe hierzu „Ball im Spiel" und „Neu eingesetzter Ball" sowie Regel 15.)
Falsches Grün  
Ein „falsches Grün“ ist jedes andere Grün als das des zu spielenden Lochs. Sofern von der Spielleitung nicht anders vorgeschrieben, schließt dieser Begriff ein Übungs- oder Annäherungsgrün auf dem Platz ein. (Siehe Regel 25-3)  
Festgesetzte Runde  
Die „festgesetzte Runde“ besteht aus den in richtiger Reihenfolge gespielten Löchern des Platzes, sofern nicht von der Spielleitung anderweitig bestimmt.
Die festgesetzte Runde geht über 18 Löcher, sofern nicht die Spielleitung eine geringere Anzahl bestimmt hat. Bezüglich Verlängerung der festgesetzten Runde im Lochspiel siehe Regel 2-3.
Die festgesetzte Runde kann in einem Wettspiel für Spieler auf verschiedenen Löchern beginnen, so z. B. bei einem parallelen Start auf den Löchern 1 und 10 oder bei einem so genannten Kanonenstart. Dies verhindert nicht die sportliche Vergleichbarkeit der Ergebnisse (auch Deutsche Meisterschaften und die European Tour (europäische Profitour) starten von verschiedenen Löchern) und es beeinträchtigt auch nicht die Vorgabenwirksamkeit.

Spieler müssen diese festgesetzte Reihenfolge der Löcher einhalten (siehe Regel 2-3, Gewinner im Lochspiel).
 
Flaggenstock  
Ein „Flaggenstock“ ist ein beweglicher gerader Anzeiger mit oder ohne Flaggentuch bzw. sonst etwas daran, der in der Mitte des Lochs steckt, um dessen Lage anzuzeigen. Sein Querschnitt muss kreisförmig sein. Polsterungen oder anderes Aufschlag dämpfendes Material, das die Bewegung des Balls unangemessen beeinflussen könnte, sind nicht zulässig.


(Siehe Regel 17)
Gegner  
Ein „Gegner“ ist ein Mitglied einer Partei, gegen die die Parteides Spielers in einem Lochspiel antritt.
   
Gelände  
„Gelände“ ist der gesamte Bereich des Platzes, ausgenommen

a) Abschlag und Grün des zu spielenden Lochs; und
b) sämtliche Hindernisse auf dem Platz.
„Gelände" wird entgegen der Erklärung auf der linken Seite vielfach versehentlich als der ganze Platz (als „Landschaft") angesehen. Es ist jedoch ganz entscheidend für die Anwendung eines Erleichterungsverfahrens oder hinsichtlich der Stelle zum Fallenlassen des Balls (z. B. in den Regeln 23 Lose hinderliche Naturstoffe, 24-2 unbewegliches Hemmnis, 25-1 ungewöhnlich beschaffener Boden, 28 Ball unspielbar), ob der Ball tatsächlich im „Gelände", im Hindernis oder auf dem Grün liegt.  
Grün  
„Grün“ ist der gesamte Boden des zu spielenden Lochs, der zum Putten besonders hergerichtet ist, oder andernfalls von der Spielleitung als solcher gekennzeichnet ist. Ein Ball ist auf dem Grün, wenn er mit irgendeinem Teil das Grün berührt. Grün ist jede zum Putten vorbereitete Fläche, also auch ein „Wintergrün" oder ein provisorisches Grün, das angelegt wurde, weil das eigentliche Grün nicht zu bespielen ist. Ein „Vorgrün" ist in den Regeln nicht definiert. Es ist nur die pflegetechnisch anders behandelte unmittelbare Umgebung des Grüns, mit einer Schnitthöhe zwischen „Fairwayhöhe und Grün- höhe.
(Siehe Regel 16)
 
Hemmnisse  
„Hemmnis“ ist alles Künstliche, eingeschlossen die künstlich angelegten Oberflächen und Begrenzungen von Straßen und Wegen sowie künstlich hergestelltes Eis, jedoch ausgenommen

a) Gegenstände zum Bezeichnen des Aus wie Mauern, Zäune, Pfähle und Geländer;

b) jeder im Aus befindliche Teil eines unbeweglichen künstlichen Gegenstands; und

c) jede von der Spielleitung zum Bestandteil des Platzes erklärte Anlage.

Ein Hemmnis ist ein bewegliches Hemmnis, wenn es ohne übermäßige Anstrengung, ohne unangemessene Verzögerung des Spiels und ohne etwas zu beschädigen bewegt werden kann. Anderenfalls ist es ein unbewegliches Hemmnis.

Anmerkung: Die Spielleitung darf durch Platzregel ein bewegliches Hemmnis zu einem unbeweglichen Hemmnis erklären.



Etwas „Künstliches" soll das Spiel so wenig wie möglich beeinflussen. Deshalb sieht Regel 24 straflose Erleichterung vor. Augenmerk ist jedoch auf die in der Erklärung „Hemmnis" aufgeführten Ausnahmen zu richten.






Merke: Daran entscheidet sich z. B. der Status von Pfählen als „beweglich" oder „unbeweglich".
Eine abgestellte Mähmaschine oder ein Golfcart sind nur bewegliche Hemmnisse, wenn jemand in der Nähe ist, der bereit ist, diese Maschine umgehend an einen anderen Ort zu fahren.
(Siehe Regel 24)
Hindernisse  
Ein „Hindernis“ ist jeder Bunker oder jedes Wasserhindernis.  
Loch  
Das „Loch“ muss einen Durchmesser von 108 mm haben und mindestens 101,6 mm tief sein. Wird ein Einsatz benutzt, so muss er mindestens 25,4 mm unter die Grünoberfläche eingelassen werden, sofern es nicht wegen der Bodenbeschaffenheit undurchführbar ist; der äußere Durchmesser darf 108 mm nicht überschreiten. Die krummen Nachkommastellen entstehen aus der Umrechnung von einem Inch bzw. vier Inches in Zentimeter.

Hier im Bild ist der Teil des Lochs über dem Einsatz mit Farbe besprüht worden, sodass das Loch besser zu sehen ist. Dies ist zulässig, während Locheinsatzringe aus Kunststoff nicht zugelassen sind.
Lose hinderliche Naturstoffe  
„Lose hinderliche Naturstoffe“ sind natürliche Gegenstände einschließlich

-- Steine, Blätter, Zweige, Äste und dergleichen,
-- Kot,
-- Würmer, Insekten und Ähnliches sowie Aufgeworfenes und Haufen von ihnen,

sofern diese betreffenden Gegenstände weder

-- befestigt noch wachsend,
-- noch fest eingebettet sind,
-- und auch nicht am Ball haften.

Sand und loses Erdreich sind auf dem Grün lose hinderliche Naturstoffe, jedoch nirgendwo sonst.
Schnee und natürliches Eis, nicht aber Reif, sind entweder zeitweiliges Wasser oder lose hinderliche Naturstoffe nach Wahl des Spielers.

Tau und Reif gelten nicht als lose hinderliche Naturstoffe.

Ist es auf dem Platz nicht eindeutig ersichtlich, ob z. B. ein Ast oder ein Grashalm noch angewachsen ist, so darf der Spieler nur äußerst vorsichtig überprüfen, ob diese Teile eine Verbindung zum Boden haben. Wenn dies der Fall ist, darf nichts davon bewegt werden, da es sich dann nicht um einen losen hinderlichen Naturstoff handelt, der nach Regel 23 entfernt werden darf. Bricht dabei etwas ab, so trägt der Spieler die Verantwortung und zieht sich zwei Strafschläge zu.
Mitbewerber  
Siehe: „Bewerber“. Es handelt sich um den Mitspieler im Zählspiel, sei es in der eigenen Gruppe oder um einen anderen Wettspielteilnehmer.  
Nächstgelegener Punkt der Erleichterung  
Der „nächstgelegene Punkt der Erleichterung“ ist der Bezugspunkt bei Inanspruchnahme von strafloser Erleichterung von Behinderung durch ein unbewegliches Hemmnis (Regel 24-2), einen ungewöhnlich beschaffenen Boden (Regel 25-1) oder ein falsches Grün (Regel 25-3).

Er ist der dem Ball nächstgelegene Punkt auf dem Platz,
a) der nicht näher zum Loch ist und
b) an dem, läge der Ball dort, keine Behinderung
durch den Umstand, von dem Erleichterung in Anspruch genommen wird, bestehen würde. Letzteres gilt für den Schlag, wie ihn der Spieler an der ursprünglichen Stelle des Balls gemacht hätte, wenn es den behindernden Umstand dort nicht gegeben hätte.

Dies ist für manche Spieler die unbekannteste Stelle im ganzen Spiel. Es kommt jedoch beim Fallenlassen des Balls von einem unbeweglichen Hemmnis oder von Boden in Ausbesserung nicht auf die Frage an „Wo liegt der Ball nach dem Fallenlassen am besten?", sondern zur Bestimmung dieses Punktes ist es wichtig, sich die Frage zu stellen „Wo ist der Punkt, der am nächsten zur aktuellen Lage meines Ball ist und an dem ich nicht im Stand oder Schwung von dem Hemmnis / Boden in Ausbesserung behindert werde?". Dies ist in den allermeisten Fällen nur ein einziger Punkt, in seltenen Fällen ist es nach rechts und links gleich weit zu einem Punkt frei von Behinderung. In dem Bild hier ist es nach links näher als nach rechts bis zu dem Punkt, an dem der Spieler nicht mehr von dem Hemmnis behindert wird (die Standposition zählt mit!). „Erleichterung" bezieht sich hier auf die Situation, in der Ball gelegen hat. Niemand verspricht dem Spieler dabei, dass es an der Stelle schöner (und in diesem Sinne „leichter") aussieht, an der der Ball fallen zu lassen ist.
Anmerkung: Um den nächstgelegenen Punkt der Erleichterung genau festzustellen, sollte der Spieler mit demjenigen Schläger, mit dem er seinen nächsten Schlag gemacht hätte, wenn es den Umstand dort nicht gegeben hätte, die Ansprechposition, die Spielrichtung und das Schwingen für diesen Schlag simulieren. „Sollte" ist eine Empfehlung. Benutzt der Spieler einen anderen Schläger, so kann es sein, dass er einen Punkt bestimmt, der nicht der Punkt ist, den er mit den Schläger bestimmt hätte, mit dem er seinen Schlag ohne die Behinderung gespielt hätte. Dann läuft er Gefahr, seinen Ball an einer falschen Stelle fallen zu lassen. Spielt er ihn dann, zieht er sich die Strafe von zwei Schlägen für das Spielen von falscher Stelle zu. Der nächstgelegene Punkt kann auch vom Spieler geschätzt werden. Wenn es auf der Hand liegt, dass nur eine Stelle dieser Punkt sein kann, spricht nichts dagegen. Wird dann die Richtigkeit dieser Stelle bezweifelt, kann der Spieler immer noch nachträglich mit dem Schläger den entsprechenden Schlag simulieren um die Zweifel auszuräumen.
(Siehe Regel 20)
Neu eingesetzter Ball  
Ein „neu eingesetzter Ball“ ist ein Ball, der ins Spiel gebracht wurde für den ursprünglichen Ball, der entweder im Spiel war, verloren wurde, im Aus war oder aufgenommen wurde, gleich ob das Ersetzen erlaubt war oder nicht. Ein neu eingesetzter Ball wird zum Ball im Spiel, wenn er fallen gelassen oder hingelegt wurde (siehe Regel 20-4).

s. auch „Ball im Spiel".
Der ursprüngliche Ball muss somit aufgenommen werden, wenn ein neuer Ball eingesetzt wurde.
(Siehe Regel 15-2)
Nicht zum Spiel Gehörig (Äußere Einwirkungen)  
Im Lochspiel ist „Nicht zum Spiel Gehörig“ alles außer
-- der Partei des Spielers oder Gegners,
-- jeder Caddie beider Parteien,
-- jeder von beiden Parteien an dem gespielten Loch gespielter Ball
-- und jegliche Ausrüstung beider Parteien

Im Zählspiel ist „Nicht zum Spiel Gehörig“ alles außer
-- der Partei des Spielers,
-- jeder Caddie dieser Partei,
-- jeder von der Partei an dem gespielten Loch gespielte Ball
-- und jegliche Ausrüstung der Partei

„Nicht zum Spiel Gehörig“ schließt einen Referee, einen Zähler, einen Beobachter und einen Vorcaddie mit ein. Weder Wind noch Wasser sind etwas „Nicht zum Spiel Gehöriges“ (äußere Einwirkungen).
Gerne wird der Umkehrschluss gemacht, dass Wind und Wasser dann offensichtlich zum Spiel gehörig sind, wenn hier steht, dass „weder Wind noch Wasser Nicht zum Spiel Gehöriges sind".
Dies ist nicht richtig, denn es handelt sich hier nicht um eine doppelte Verneinung: Das Wort „nicht" ist Bestandteil des feststehenden Begriffs „Nicht zum Spiel gehörig". Wind und Wasser sind somit weder „Nicht zum Spiel gehörig" noch gehören sie zur Partei des Bewerbers bzw. zum Lochspiel. Sollte dies der Fall sein, würde sich der Spieler eine Strafe zuziehen, wenn sein Ball vom Wind beeinflusst würde. Das Bild mag zeigen, dass nicht nur auf dem Golfplatz sondern auch auf dem Parkplatz der Wind unberechenbar ist.

Um alle diejenigen zu verwirren, die die vorhergehende Erläuterung verstanden haben: Auch wenn Wind und Wasser „Nicht zum Spiel gehörig" sind, gehören sie natürlich zum Golfspiel.
Partei  
Eine „Partei“ ist ein Spieler, oder zwei bzw. mehr Spieler, die Partner sind. Im Lochspiel ist jedes Mitglied der gegnerischen Partei ein Gegner. Im Zählspiel sind Mitglieder aller Parteien Bewerber und Mitglieder verschiedener Parteien, die zusammen spielen, sind Mitbewerber.    
Partner  
„Partner“ ist ein Spieler, der mit einem anderen Spieler zu einer Partei verbunden ist.

In einem Dreier, Vierer, Bestball- oder Vierballspiel schließt, soweit es der Zusammenhang gestattet, der Begriff Spieler den bzw. die Partner ein.
(Siehe Regel 29, Regel 30 und Regel 31)
Platz  
„Platz“ ist der gesamte Bereich innerhalb aller von der Spielleitung festgelegten Platzgrenzen (siehe Regel 33-2). Der Platz ist also alles, was nicht „Aus" ist.  
Platzrichter  
siehe Referee Platzrichter haben die Befugnis, auf dem Platz unmittelbar endgültige Entscheidungen zu treffen ohne dafür Rücksprache halten zu müssen. Um bei Verbandswettspielen als Platzrichter eingesetzt zu werden, ist deshalb eine mindestens zweijährige Fortbildung erforderlich. Auf Ebene der Golfclubs sollte deshalb auf Einsatz von Platzrichtern verzichtet werden, falls nicht Personen mit einer ausreichenden Qualifikation anwesend sind und auch den ganzen Tag auf dem Platz unterwegs sind. Statt dessen reicht es üblicherweise völlig aus, Mitglieder der Spielleitung zu ernennen.
(Siehe Regel 34-2)

Provisorischer Ball  
Ein „Provisorischer Ball“ ist ein Ball, der nach Regel 27-2 für einen Ball gespielt wird, der außerhalb eines Wasserhindernisses verloren oder im Aus sein kann. Ein provisorischer Ball muss unbedingt vor dem Schlag eindeutig als „provisorischer Ball" angekündigt werden, sonst ist er einfach ein neuer „Ball im Spiel". Dies kann nur durch die Worte „provisorischer Ball" geschehen oder bei besonders regelkundigen Spielern durch die Ankündigung, nun die Regel 27-2 (Provisorischer Ball) anwenden zu wollen.

Die Regel 27-2a besagt, dass ein provisorischer Ball gespielt werden darf/sollte, wenn der ursprüngliche Ball außerhalb eines Wasserhindernisses verloren sein könnte. Daraus leitet sich ab, dass ein Spieler beim Spielen seines provisorischen Balls ausschließt, dass der Ball nur im Wasser verloren sein kann. Eine spätere Anwendung der Wasserhin- dernisregel ist in diesem Fall dann nur erlaubt, wenn der ursprüngliche Ball im Wasser gefunden wird oder es anderweitig (Aussage von anderen Spielern in der Nähe) bekannt oder so gut wie sicher erscheint, dass der ursprüngliche Ball tatsächlich im Wasserhindernis liegt.

Kann ein Ball also nur in einem Wasserhindernis verloren sein (weil z. B. rundherum Fairway gemäht ist, oder weil die Spieler beobachtet haben, wie der Ball ins Wasser fiel), ist das Spiel eines provisorischen Balls nicht erlaubt. Ein so gespielter weiterer Ball würde sofort zum „Ball im Spiel" nach Regel 26-1a.
(Siehe Regel 27-2)
 
Puttlinie  
„Puttlinie“ ist die Linie, die nach der Absicht des Spielers sein Ball nach einem auf dem Grün gespielten Schlag nehmen soll. Ausgenommen im Sinne von Regel 16-1e umfasst die Puttlinie einen angemessenen Abstand beiderseits der beabsichtigten Linie. Die Puttlinie erstreckt sich nicht über das Loch hinaus. Eine Puttlinie ist etwas anderes eine Spiellinie. Sie erstreckt sich nicht nach oben wie die Spiellinie (schließlich fliegt der Ball beim Putten nicht) und es gibt sie nur für einen Schlag auf dem Grün. Sie hört am Loch auf. Zum Berühren der Puttlinie siehe Regel 16-1.
R&A  
„R&A“ steht für R&A Rules Limited.

Homepage R&A
Außerhalb des Regelbuchs steht R&A für den Royal & Ancient Golfclub of St.Andrews, der die Golfregeln zusammen mit der USGA (United States Golf Association) im Abstand von vier Jahren überarbeitet. Aus rechtlichen Gründen hat der Club (Verein) die Veröffentlichung der Regeln an eine Ltd. ausgegliedert. Er ist weltweit die höchste Instanz für die Golfregeln.
Referee  
„Referee“ ist jemand, den die Spielleitung bestimmt hat, Tatfragen zu entscheiden und den Regeln Geltung zu verschaffen. Er muss bei jedem Regelverstoß einschreiten, den er beobachtet oder der ihm gemeldet wird.

Ein Referee soll nicht den Flaggenstock bedienen, am Loch stehen oder dessen Lage anzeigen und auch nicht den Ball aufnehmen oder dessen Lage kennzeichnen.

Ausnahme im Lochspiel: Sofern ein Referee nicht dazu eingeteilt ist, Spieler im Lochspiel durchgehend zu begleiten, hat er, außer in Bezug auf Regel 1-3, 6-7 oder 33-7, keine Befugnis, bei einem Lochspiel einzuschreiten.
   
Regel oder Regeln  
Der Begriff „Regel“ schließt ein

a) die Golfregeln und ihre in den „Entscheidungen zu den Golfregeln“ enthaltenen Auslegungen;

b) alle von der Spielleitung nach Regel 33-1 und Anhang I erlassenen Wettspielbedingungen;





Jede in den „Entscheidungen zu den Golfregeln" vorhandene Interpretation hat damit den Status einer Regel.





c) alle von der Spielleitung nach Regel 33-8a und Anhang I erlassenen Platzregeln und

d) die Bestimmungen zu
I) Schläger und dem Ball in den Anhängen II und III und ihre in „A Guide to the Rules on Clubs and Balls“ enthaltenen Interpretationen, und
II) Hilfsmittel und anderer Ausrüstung in Anhang IV.
Es ist dadurch nicht erforderlich, in Ausschreibungen darauf hinzuweisen, dass auch die Platzregeln gültig sind, denn diese sind ebenfalls „Regeln"  
Schlag  
„Schlag“ ist die Vorwärtsbewegung des Schlägers, ausgeführt in der Absicht, nach dem Ball zu schlagen und ihn zu bewegen. Bricht jedoch ein Spieler willentlich seinen Abschwung ab, bevor der Schlägerkopf den Ball erreicht, so hat er keinen Schlag gemacht. Der Rückschwung gehört nach den Regeln nicht zum Schlag, deshalb darf dabei auch z. B. der Bunkersand oder ein loser hinderlicher Naturstoff im Hindernis nicht berührt werden.
(Siehe Regel 14)
 
Seitliches Wasserhindernis  
„Seitliches Wasserhindernis“ ist ein Wasserhindernis bzw. derjenige
Teil davon, an dem es aufgrund seiner Lage nicht möglich oder nach Auffassung der Spielleitung undurchführbar ist, einen Ball in Übereinstimmung mit Regel 26-1b hinter dem Wasserhindernis fallen zu lassen. Jeglicher Boden und alles Wasser innerhalb der Grenzen eines seitlichen Wasserhindernisses ist Teil des
seitlichen Wasserhindernisses.

Wird die Grenze eines seitlichen Wasserhindernisses durch Pfähle gekennzeichnet, so befinden sich diese Pfähle in dem seitlichen Wasserhindernis und die Grenze des Hindernisses wird durch die Verbindung der nächstgelegenen äußeren Punkte der Pfähle auf Bodenebene gekennzeichnet.

Werden sowohl Pfähle als auch Linien benutzt, um ein seitliches Wasserhindernis anzuzeigen, so bezeichnen die Pfähle das seitliche Wasserhindernis und die Linien kennzeichnen dessen Grenze. Wird die Grenze eines seitlichen Wasserhindernisses durch eine Linie auf dem Boden gekennzeichnet, so ist die Linie selbst im seitlichen Wasserhindernis.

Die Grenze eines seitlichen Wasserhindernisses erstreckt sich senkrecht nach oben und unten.

Ein Ball ist im seitlichen Wasserhindernis, wenn er darin liegt oder es mit irgendeinem Teil berührt.

Pfähle, die ein seitliches Wasserhindernis bezeichnen oder dessen Grenze kennzeichnen, sind Hemmnisse.


Eine Kennzeichnung von Wasserhindernissen kann auch durch eine andere Konstruktion erfolgen wie z. B. eine Wand aus Steinen oder Holzplanken, die dann in den Platzregeln als Grenze des Hindernisses definiert werden muss.
(Siehe Regel 26-1)
Anmerkung 1: Derjenige Teil eines Wasserhindernisses, der als seitliches Wasserhindernis gespielt werden soll, muss unverwechselbar markiert sein. Pfähle oder Linien zur Kennzeichnung der Grenze oder Bezeichnung eines seitlichen Wasserhindernisses müssen rot sein.


Anm. 1: Da die „Farbcodierung" des Hindernisses hier bereits in den Regeln beschrieben wird, ist eine Wiederholung in den Platzregeln nicht nötig.



 
Anmerkung 2: Die Spielleitung darf durch Platzregel bestimmen, dass von einem geschützten Biotop, das als seitliches Wasserhindernis gekennzeichnet ist, nicht gespielt werden darf.

Anmerkung 3: Die Spielleitung darf ein seitliches Wasserhindernis als ein Wasserhindernis kennzeichnen.
Anm. 2: Die Spielleitung darf jedoch nicht selbständig ein Wasserhindernis zum Biotop machen. Dies ist nur der Naturschutzbehörde oder einer anderen zuständigen öffentlichen Einrichtung gestattet.  
Spielformen des Lochspiels  
Einzel: Ein Wettkampf, in dem ein Spieler gegen einen anderen Spieler spielt.

Ein Spielmodus in vielen Lochspiel-Privatrunden, in denen es nicht selten um einen kleinen Einsatz geht.
 
Dreier: Ein Wettkampf, in dem ein Spieler gegen zwei andere Spieler spielt und jede Partei nur einen Ball spielt. In Deutschland so gut wie unbekannt. (Siehe Regel 29)  
Vierer: Ein Wettkampf, in dem zwei Spieler gegen zwei andere Spieler spielen und jede Partei nur einen Ball spielt. Umgangssprachlich fälschlich auch als „Klassischer Vierer" bekannt, im Lochspielmodus meist nur in Mannschaftsmeisterschaften zu sehen. (Siehe Regel 29)  
Dreiball: Drei Spieler spielen gegeneinander, jeder spielt seinen eigenen Ball. Jeder Spieler spielt zwei voneinander unabhängige Lochspiele. Ein nicht seltener Spielmodus, um in privaten Lochspielrunden um einen kleinen Einsatz zu spielen.
(Siehe Regel 30)
 
Bestball: Ein Wettkampf, in dem ein Spieler gegen den besseren Ball von zwei anderen Spielern oder den besten Ball von drei anderen Spielern spielt. In Deutschland kaum gespielt. Der Begriff „Bestball" wird umgangssprachlich häufig als falsche Bezeichnung für den Vierball genutzt. (Siehe Regel 30)  
Vierball: Ein Wettkampf, in dem zwei Spieler ihren besseren Ball gegen den besseren Ball von zwei anderen Spielern spielen. Der Vierball wird häufig umgangssprachlich unzutreffenderweise als Bestball bezeichnet. (Siehe Regel 30)  
Spielformen des Zählspiels  
Einzel: Ein Wettkampf, in dem jeder Bewerber für sich spielt.

Der Spielmodus, in dem meisten Wettspiele ausgerichtet werden.

 
Vierer: Ein Wettkampf, in dem zwei Bewerber als Partner einen Ball spielen. Umgangssprachlich fälschlich auch als „Klassischer Vierer" bekannt. (Siehe Regel 29)  
Vierball: Ein Wettkampf, in dem zwei Bewerber als Partner jeder seinen eigenen Ball spielt. Das bessere Ergebnis der Partner ist das Ergebnis für das Loch. Wenn ein Partner das Loch nicht beendet, fällt keine Strafe an. Der Vierball wird häufig umgangssprachlich unzutreffenderweise als Bestball bezeichnet.
(Siehe Regel 31)
 
Anmerkung: Für Spiele gegen Par oder nach Stableford siehe Regel 32-1. Alle diese Spiele können sowohl als Zählspiel, Stableford oder Gegen Par gewertet werden.  
Spielleitung  
Die „Spielleitung“ ist der für das Wettspiel verantwortliche Ausschuss, anderenfalls der für den Platz verantwortliche Ausschuss.
Die Mitglieder der Spielleitung müssen den Spielern vor einem Wettspiel unbedingt bekannt gegeben werden, da nur die Spielleitung verbindlich Auskünfte geben kann, auf die sich die Spieler im Zweifel berufen können. In vorgabenwirksamen Spielen müssen mindestens drei Personen die Spielleitung bilden.
Sonstige Personen (z. B. Verantwortliche auf der Golfanlage) können Auskünfte und Entscheidungen einer Spielleitung in einem Wettspiel nicht überstimmen oder abändern. In Zweifelsfällen, die von der Spielleitung nicht entschieden werden (können), ist sofort der Regelausschuss des Deutschen Golf Verbandes als nächste (und letzte) Instanz zuständig. Siehe hierzu Regel 34-3.
(Spielleitung: Siehe Regel 33)
Spiellinie  
„Spiellinie“ ist die Richtung, die nach der Absicht des Spielers sein Ball nach einem Schlag nehmen soll, zuzüglich eines angemessenen Abstands beiderseits der beabsichtigten Richtung. Die Spiellinie erstreckt sich vom Boden senkrecht nach oben, jedoch nicht über das Loch hinaus. Vgl. mit der Puttlinie, die es nur bei Schlägen auf dem Grün gibt.
Spielzufall  
Wird ein Ball in Bewegung zufällig durch etwas Nicht zum Spiel Gehöriges abgelenkt oder aufgehalten, so gilt dies als „Spielzufall“ (siehe Regel 19-1).
Der so abgelenkte Ball muss gespielt werden wie er liegt, es sei denn, er wäre vorsätzlich aufgehalten worden.
Standposition  
„Standposition“ beziehen heißt, dass ein Spieler für und in Vorbereitung auf einen Schlag die Füße in Stellung bringt. Nach Regel 13-3 darf der Spieler zwar die Füße fest auf den Boden stellen, aber keinen Sand oder keine Erde heruntertreten um sich einen Stand zu bauen. Auch darf er sich nicht auf eine extra hingelegte Unterlage (z. B. Teppich, Handtuch, Matte) stellen oder knien, um einen besseren Stand zu haben. Es ist jedoch z. B. erlaubt, im Bunker seine Füße fest auf den Boden zu stellen und sie mit einer kleiner Drehbewegung „einzugraben". Dies gilt noch als „Beziehen der Standposition" und nicht als „Stand bauen".  
Strafschlag  
„Strafschlag“ ist ein Schlag, der nach bestimmten Regeln der Schlagzahl eines Spielers oder einer Partei zugerechnet wird. Im Dreier oder Vierer wirken sich Strafschläge nicht auf die Spielfolge aus.
Ein Strafschlag ist kein Makel, er ist nur ein Ausgleich für eine Handlung, die nicht den Regeln entsprach und durch die sich ein Spieler (möglicherweise) bewusst oder unbewusst einen Vorteil gegenüber den anderen Wettspiel- teilnehmern verschafft hat. Dies kann bewusst geschehen sein (Ball unspielbar erklärt, Regel 28) oder versehentlich (Ball in Ruhe durch Spieler bewegt, Regel 18-2).
Ungewöhnlich beschaffener Boden  
„Ungewöhnlich beschaffener Boden“ bezeichnet folgende Umstände auf dem Platz:
Zeitweiliges Wasser,
Boden in Ausbesserung oder
Loch, Aufgeworfenes oder Laufweg eines Erdgänge grabenden Tiers, eines Reptils oder eines Vogels.
Alle diese Umstände stellen eine Beeinträchtigung des Spiels dar, die bei Bau und Pflege des Platzes nicht vorgesehen war. Straflose Erleichterung ist deshalb sinnvoll, wenn auch auf einzelnen Teilen des Platzes durch die Regeln nur eingeschränkt oder gar nicht zugelassen. (So wird niemand ernsthaft in einem Wasserhindernis „zeitweiliges Wasser" reklamieren wollen). „Laufwege" sind keine einzelnen Fußabdrücke, sondern Stellen, an denen Tiere immer wieder entlanglaufen (Wildwechsel). Man findet diese z. B. an Kaninchenlöchern oder Fuchsbauten, aber auch an Teichen, bei denen Wasservögel immer an der gleichen Stelle das Wasser verlassen und dabei das Gras in einer schmalen Spur heruntertreten.
(Siehe Regel 25-1)
Verlorener Ball  
Ein Ball gilt als „verloren“, wenn

a) er binnen fünf Minuten, nachdem die Partei des Spielers oder deren Caddies die Suche danach begonnen haben, nicht gefunden oder nicht vom Spieler als sein eigener identifiziert ist; oder

b) der Spieler einen Schlag nach einem provisorischen Ball gemacht hat, von dem Ort, an dem sich der ursprüngliche Ball mutmaßlich befindet, oder von einem Punkt, der näher zum Loch liegt als dieser Ort (siehe Regel 27-2b); oder

c) der Spieler unter Strafe von Schlag und Distanzverlust einen anderen Ball nach Regel 26-1a, Regel 27-1a oder 28a ins Spiel gebracht hat; oder

d) der Spieler einen anderen Ball ins Spiel gebracht hat, weil es bekannt oder so gut wie sicher ist, dass der nicht gefundene Ball
- von etwas Nicht zum Spiel Gehörigen
  bewegt wurde (siehe Regel 18-1),
- in einem Hemmnis ist (siehe Regel 24-3),
- in ungewöhnlich beschaffenem Boden ist (siehe Regel 25-1c), oder
- in einem Wasserhindernis ist (siehe Regel 26-1); oder

e) der Spieler einen Schlag nach einem neu eingesetzten Ball gemacht hat.

Beim Spielen eines falschen Balls zugebrachte Zeit wird nicht auf die zulässige Suchzeit von fünf Minuten angerechnet.
Siehe Regel 27-1  
Vierball  
Siehe: „Spielformen des Lochspiels“ und „Spielformen des Zählspiels“.    
Vierer  
Siehe: „Spielformen des Lochspiels“ und „Spielformen des Zählspiels“.    
Vorcaddie  
„Vorcaddie“ ist jemand, den die Spielleitung eingesetzt hat, Spielern während des Spiels die Lage von Bällen anzugeben. Er ist Nicht zum Spiel Gehörig.    
Wasserhindernis  
„Wasserhindernis“ ist jedes Meer, jeder See, Teich, Fluss, Graben, Abzugsgraben oder sonstige offene Wasserlauf (Wasser enthaltend oder nicht) und alles Ähnliche auf dem Platz. Jeglicher Boden und alles Wasser innerhalb der Grenzen eines Wasserhindernisses ist Teil des Wasserhindernisses.

Wird die Grenze eines Wasserhindernisses durch Pfähle gekennzeichnet, so befinden sich diese Pfähle in dem Wasserhindernis und die Grenze des Hindernisses wird durch die Verbindung der nächstgelegenen äußeren Punkte der Pfähle auf Bodenebene gekennzeichnet.

Werden sowohl Pfähle als auch Linien benutzt, um ein Wasserhindernis anzuzeigen, so bezeichnen die Pfähle das Wasserhindernis und die Linien kennzeichnen dessen Grenze.

Wird die Grenze eines Wasserhindernisses durch eine Linie auf dem Boden gekennzeichnet, so ist die Linie selbst im Wasserhindernis.

Die Grenze eines Wasserhindernisses erstreckt sich senkrecht nach oben und unten.

Ein Ball ist im Wasserhindernis, wenn er darin liegt oder es mit irgendeinem Teil berührt.

Pfähle, die ein Wasserhindernis bezeichnen oder dessen Grenze kennzeichnen, sind Hemmnisse.
Eine Kennzeichnung von Wasserhindernissen kann auch durch eine andere Konstruktion erfolgen wie z. B. eine Wand aus Steinen oder Holzplanken, die dann in den Platzregeln als Grenze des Hindernisses definiert werden muss. Nur in ganz seltenen Fällen ist aber eine natürliche Grenze wirklich exakt, um ein Hindernis wie gefordert „auf den Millimeter genau" zu kennzeichnen. Die Grenze muss so eindeutig sein, dass eine beliebige Anzahl Spieler alle den gleichen Grenzverlauf darin erkennen und dadurch alle unter gleichen Voraussetzungen spielen.
(Siehe Regel 26-1)





Anmerkung 1: Pfähle oder Linien zur Kennzeichnung oder Bezeichnung eines Wasserhindernisses bzw. dessen Grenze müssen gelb sein. Anm. 1: Da die „Farbcodierung" des Hindernisses hier beschrieben wird, ist eine Wiederholung in den Platzregeln nicht nötig.  
Anmerkung 2: Die Spielleitung darf durch Platzregel bestimmen, dass von einem geschützten Biotop, das als Wasserhindernis gekennzeichnet ist, nicht gespielt werden darf. Anm. 2: Die Spielleitung darf jedoch nicht selbständig ein Wasserhindernis zum Biotop machen. Dies ist nur der Naturschutzbehörde oder einer anderen zuständigen öffentlichen Einrichtung gestattet.  
Zähler  
„Zähler“ ist jemand, den die Spielleitung zum Aufschreiben der Schlagzahl eines Bewerbers im Zählspiel bestimmt hat. Er kann ein Mitbewerber sein. Er ist kein Referee. Der beliebte Satz „Mein Zähler hat mir einen Strafschlag gegeben." ist also nicht korrekt. Auf englisch heißt der Zähler „Marker": Der Spieler zieht sich einen Strafschlag für einen Regelverstoß unmittelbar zu und der Zähler schreibt ihn nur auf. Es ist auch nicht die Entscheidung des Zählers, ob der Spieler an einer bestimmten Stelle den Ball fallen lassen darf. Der Spieler ist verantwortlich für seine Handlungen und entscheidet dies selbst. Der Zähler hat nur die Möglichkeit, Zweifel anzumelden und anzukündigen, den Fall vor dem Unterschreiben der Zählkarte mit der Spielleitung klären zu wollen.

Viele Zähler, die vermeintlich „nett" und „großzügig" Strafschläge ihres Mitbewerbers übersehen, anstatt ihre Zweifel der Spielleitung mitzuteilen, werden ihrer Verantwortung gegenüber den anderen Wettspielteilnehmern nicht gerecht. Sie gewähren einem Spieler einen Vorteil und allen anderen (mittelbar) einen Nachteil. „Fairplay" kann man dieses Verhalten nicht nennen, denn sie handeln nicht nach den Regeln. Siehe hierzu auch Regel 6-6 (Schlagzahlen im Zählspiel).
Zeitweiliges Wasser  
„Zeitweiliges Wasser“ ist jede vorübergehende Wasseransammlung auf dem Platz, die nicht in einem Wasserhindernis ist, und die sichtbar ist, bevor oder nachdem der Spieler seine Standposition bezieht.

Schnee und natürliches Eis, nicht aber Reif, sind entweder zeitweiliges Wasser oder lose hinderliche Naturstoffe nach Wahl des Spielers.

Künstlich hergestelltes Eis ist Hemmnis.

Tau und Reif gelten nicht als zeitweiliges Wasser.

Ein Ball ist in zeitweiligem Wasser, wenn er darin liegt oder es mit irgendeinem Teil berührt.
Nicht jede matschige Stelle ist also zeitweiliges Wasser. Zeitweiliges Wasser ist der Ausdruck in den Regeln für „Pfütze". Matsch zählt nur dazu, wenn in ihm ist das Wasser beim Beziehen der Standposition sichtbar wird. Es bringt nach den Regeln also nichts, neben dem Ball in der Hoffnung in den Matsch zu drücken, dann würde sich dort (für kurze Zeit) Wasser in der weichen Erde zeigen.
(Siehe Regel 25-1)