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EGA-Vorgabensystem Erläuterung  
3.5 Rechte und Pflichten des Spielers  
3.5.1 Der Spieler darf nur eine EGA-Vorgabe/EGA-Handicap haben, die ausschließlich von seinem Heimatclub geführt wird. Diese EGA-Vorgabe gilt auch für auswärtige Spiele im In- und Ausland.






Ein Spieler hat deshalb nur eine einzige Vorgabe zur gleichen Zeit, da er nur einen einzigen Heimatclub haben kann. Ohne Heimatclub oder ohne Spielrecht (z. B. nur als passives Mitglied oder bloßer Greenfee-Spieler) hat er keine Vorgabe.

s. hierzu auch Erklärung "Heimatclub", Heimatclub







 
3.5.2 Der Spieler erklärt, sofern er spielberechtigtes Mitglied mehrerer DGV-Mitglieder (oder gleichzeitig Mitglied eines ausländischen Golfclubs) ist, ein DGV-Mitglied oder einen ausländischen Golfclub zum Heimatclub und teilt diese Entscheidung diesem DGV-Mitglied und den anderen DGV-Mitgliedern/ausländischen Golfclubs mit. Der Mitteilungsnachweis obliegt dem Spieler.


Merke: Unabhängig von dem Wechsel des Heimatclubs nach den Regelungen des Vorgabensystems ist es bei Golfspielern, die für eine Mannschaft ihrer Golfanlage an Verbandswettspielen teilnehmen wichtig, dass der rechtzeitige Wechsel des Heimatclubs dokumentiert wird, da das Spielrecht für die Mannschaft regelmäßig davon abhängt, dass der Wechsel vor dem 1. Januar des betreffenden Jahres erfolgt ist.




 
3.5.3 Der Spieler wechselt seinen Heimatclub durch vorherige Mitteilung an die betroffenen DGV-Mitglieder/ausländischen Golfclubs bzw. bei Ende der Mitgliedschaft/des Spielrechts im bisherigen Heimatclub.

Der Wechsel kann nur zum Jahresende erfolgen, es sei denn, die Mitgliedschaft in dem bisherigen Golfclub endet unterjährig oder die beiden betroffenen Golfclubs stimmen dem unterjährigen Wechsel zu. Der Mitteilungsnachweis obliegt dem Spieler.

Tritt ein Spieler einem weiteren DGV-Mitglied bei, bleibt der aktuelle Heimatclub bis zur Erklärung des Gegenteils der Heimatclub des Spielers. Tritt ein Spieler aus einem oder mehreren DGV-Mitgliedern aus und ist anschließend nur noch spielberechtigtes Mitglied eines DGV-Mitglieds, so wird mit Ende der anderen Mitgliedschaften das verbleibende DGV-Mitglied automatisch sein Heimatclub. Der Spieler ist auch in diesem Fall verpflichtet, seinen neuen Heimatclub darüber zu informieren.




   
3.5.4 Der Spieler muss vor Antritt der Runde (sowohl in Wettspielen wie auch EDS-Runden) sicherstellen, dass seine relevanten Daten aktuell und richtig erfasst sind.    
3.5.5 Der Spieler ist verpflichtet, seinem Heimatclub stets unverzüglich alle vorgabenwirksamen Ergebnisse zu melden, einschließlich „No Return“, die er anderswo als beim Heimatclub erzielt hat, durch Vorlage der Zählkarte mit Angabe von Datum, Ort, Course-Rating-Wert und Slope-Wert sowie Par des vorgabenwirksamen Wettspiels einschließlich der Art des Spiels mit Angabe von Brutto- und Nettoergebnis.

Wird anstelle der Vorlage der Zählkarte eine vom ausrichtenden DGV-Mitglied erstellte Ergebnisliste vorgelegt, so muss sie, unabhängig von der Spielform des Wettspiels, zusätzlich die zur Vorgabenfortschreibung benötigten Stableford-Nettopunkte aufweisen.

Hinweis:
- Im Einzelfall kann der Vorgabenausschuss, speziell bei Ergebnissen aus dem Ausland, auch andere geeignete Nachweise genügen lassen (z. B. mit dem Mobiltelefon aufgenommenes Foto der Zählkarte).
- Meldet ein Spieler seine auswärtigen Ergebnisse nicht innerhalb von sechs Wochen nach dem Wettspiel seinem Heimatclub in Form der erzielten Stableford-Nettopunkte, so zählen die fehlenden Ergebnisse als „No Return, vorgabenwirksam“.
- Die Übertragung der Ergebnisse durch das Intranet entbindet einen Spieler nicht von der Verantwortung, in seinem Vorgabenstammblatt die ordnungsgemäße Übertragung der Daten zu kontrollieren.

Ein vorsätzliches „No return" (Nichtabgabe der Zählkarte wegen Abbruch der Runde) zur Manipulation der Vorgabe stellt einen Verstoß gegen das Vorgabensystem dar.

Gibt allerdings ein Spieler seine Zählkarte mit den Worten „Ich mache No Return" im Sekretariat ab, so ist dies kein „No Return". Ein solche Karte wird gewertet, wie sie vorliegt. Ist sie nicht unterschrieben, so lautet das Ergebnis „Disqualifikation".

In den Ländern Deutschland, Österreich, Schweiz, in denen über das DGV-Intranet die Ergebnisse vom Veranstalter online an die Heimatclubs gemeldet werden, ist der Spieler nur gehalten, das Eintreffen des Ergebnisses zu überprüfen. Vorgabenwirksame Ergebnisse aus allen anderen Ländern müssen häufig in alleiniger Verantwortung des Spielers und durch ihn dem Heimatclub übermittelt werden. Dies gilt auch für Überspielungen.
 
3.5.6 Der Spieler trägt die Verantwortung für die ordnungsgemäße Berechnung seiner EGA-Vorgabe nach Beendigung einer vorgabenwirksamen Runde.

Dies gilt auch, wenn die Berechnung und Speicherung der neuen Vorgabe mit einem Computer und über das Intranet erfolgt.
   
3.5.7 Der Spieler stellt vor Teilnahme an einem vorgabenwirksamen Wettspiel oder vor Antritt zu einer EDS-Runde sicher, dass notwendige Änderungen seiner EGA-Vorgabe erfolgt sind. Ist dies nicht der Fall, so muss er die Spielleitung oder den Gegner (im Lochspiel) entsprechend informieren.
   
3.5.8 Der Spieler ist verpflichtet, seine aktuelle EGA-Spielvorgabe auf der Zählkarte zu vermerken, bevor er diese nach einer vorgabenwirksamen Runde bei der Spielleitung einreicht (siehe Regel 6-2b). Der Spieler sollte auch seine EGA-Vorgabe auf der Zählkarte eintragen, um die Fortschreibung seiner Vorgabe zu vereinfachen.
   
3.5.9 Die Handlungen eines Spielers sollen sich stets an der Absicht und dem Zweck des EGA-Vorgabensystems orientieren, (siehe dazu „Einführung“, IV). Dies schließt das ordnungsgemäße Spielen nach den Golfregeln ein.

Anmerkung:
Hier ist der wichtige Grundsatz festgehalten, dass eine EGA-Vorgabe für einen Spieler ausschließlich durch seinen Heimatclub geführt werden kann. Ein Spieler kann daher stets nur eine (1) EGA-Vorgabe haben. Um eine korrekte Vorgabenführung zu gewährleisten, ist es daher wichtig, darauf zu achten, dass Spieler, die mehreren DGV-Mitgliedern angehören, stets eines davon zum Heimatclub erklären. Genauso wichtig ist es, einen Heimatclubwechsel für alle Seiten transparent zu gestalten.

Da nur der Heimatclub eines Spielers dessen EGA-Vorgabe führen darf, darf auch nur auf dem DGV-Ausweis des Heimatclubs die EGA-Vorgabe aufgedruckt werden.

Auf Ausweisen anderer DGV-Mitglieder, bei denen der Spieler Mitglied ist, wird im Feld "Hcp" ein "Z" (Zweitmitglied im Sinne des Vorgabensystems) ausgewiesen.

Bei passiven Mitgliedern erschient im Feld "Hcp" auf dem Ausweis keine Vorgabe, sondern "- - -".
   
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